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Thema : Digitalisierung – Zukunftsthema für Schleswig-Holstein

Projekte aus dem Digitalisierungsprogramm 4.0

EVIDENZ - Entwicklung einer Vollzugs- Informations- und Datenschnittstelle als Element einer nachhaltigen Zukunftsstrategie

Im Projekt "EVIDENZ" wird eine neue Datenbank entwickelt, die es ermöglicht, Daten aus den Fachanwendungen des Vollzugs für die wissenschaftliche Forschung besser zu nutzen. Bisher mussten Daten aufwendig und oft manuell ausgewertet werden, was viel Zeit und Personal beanspruchte und die Forschung einschränkte. Mit dem neuen System soll der Kriminologische Dienst regelmäßig aktuelle Falldaten erhalten, um die Forschung zu verbessern. Das Projekt umfasst zunächst die Klärung von Datenschutz, technischen Details und Kosten, bevor die Datenbank programmiert und in Betrieb genommen wird.

LOGOS Assist – KI-Entscheidungshilfe für die Justiz

Die Justiz steht vor großen Herausforderungen, weil immer mehr digitale Daten ausgewertet werden müssen, was ohne technische Hilfe kaum noch möglich ist. Besonders wichtig ist es, die Zusammenhänge zwischen verschiedenen juristischen Dokumenten richtig zu erkennen, um Verzögerungen und Fehlentscheidungen zu vermeiden. Das Projekt will deshalb eine Künstliche Intelligenz (KI) in bestehende Systeme integrieren, die automatisch relevante Inhalte erkennt und nachvollziehbar erklärt, wie sie zu ihren Ergebnissen kommt. Erste Tests mit anonymisierten Daten zeigen, dass diese Kombination aus KI und Entscheidungsbäumen die Arbeit der Sachbearbeiter deutlich erleichtert und auch auf andere Bereiche der Justiz und Verwaltung ausgeweitet werden kann.

KIVUS: KI-gestützte Verfügungsumsetzung in der Sozialgerichtsbarkeit

In Schleswig-Holstein dauern Verfahren vor den Sozialgerichten im Durchschnitt über 22 Monate, was für viele Betroffene eine große Belastung darstellt. Trotz der Einführung digitaler Akten werden die Verfahrensschritte noch manuell bearbeitet, was angesichts des Fachkräftemangels zu Verzögerungen führt. KIVUS will mithilfe Künstlicher Intelligenz die Umsetzung richterlicher Anordnungen automatisieren, ohne die richterliche Entscheidung selbst zu verändern. So sollen Arbeitsabläufe effizienter gestaltet und die Justiz entlastet werden, was auch die Verfahrensdauer verkürzen kann.

App ReStart für die Bewährungshilfe in SH

Das Fachreferat der Bewährungshilfe möchte die digitale Kommunikation mit den betreuten Personen moderner gestalten, da der bisherige Kontakt per Telefon oder Post nicht mehr zeitgemäß ist. Eine App namens ReStart, die bereits in Baden-Württemberg genutzt wird, soll auch in Schleswig-Holstein eingeführt werden. Diese App ermöglicht den direkten Austausch von Nachrichten und Dokumenten zwischen Fachkräften und Betroffenen und speichert alle Informationen automatisch in der digitalen Akte. So können Termine, Dokumente und Nachrichten schnell und einfach erfasst werden, auch während Hausbesuchen oder Außeneinsätzen.


Erfolgsgeschichten aus bereits abgeschlossenen Projekten

Schulsoftware für die Justizvollzugschule

Mithilfe einer (Schul-)Software will die Justizvollzugsschule den unterschiedlichen Bedürfnissen von Auszubildenden, Dozentinnen sowie Beschäftigten gerecht werden. Das Programm soll einerseits die klassischen Verwaltungsaufgaben der Schule abbilden, es aber gleichzeitig den Anwärterinnen sowie Dozenten ermöglichen, den Lernstoff digital vor- und nachzubereiten.

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