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Thema : Digitalisierung – Zukunftsthema für Schleswig-Holstein

Projekte aus dem Digitalisierungsprogramm 4.0

mintSH II

Im Rahmen des Digitalisierungsprogramms 3.0 wurde die interaktive Übungsplattform mintSH entwickelt, die Studierenden und Lehrenden in Schleswig-Holstein hilft, angewandte Mathematik besser zu lernen und zu lehren. Seit September 2024 nutzen rund 800 Studierende die Plattform,die von Grundkursen bis zu Masterthemen viele Aufgaben aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Informatik und Statistik bietet. Die Aufgaben sind didaktisch gut aufbereitet und wurden vom Leibniz Institut für Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik positiv bewertet. mintSH bietet sowohl frei zugängliche Themenkurse als auch modulbezogene Kurse, die speziell auf Studieninhalte abgestimmt sind. Nun sollen weitere Vorkurse entwickelt, mehr Lehrende eingebunden, der Aufgabenpool erweitert und die Plattform technisch verbessert werden, um das Lernen noch effektiver zu gestalten und die Studienerfolge zu fördern.

Transformation des Lokalen Bibliothekssystems Schleswig-Holsteins

Die Universitätsbibliothek Kiel betreut seit 1996 ein gemeinsames Bibliothekssystem für zahlreiche Hochschul- und Landesbibliotheken in Schleswig-Holstein. Da das bisherige System nicht mehr weiterentwickelt wird, ist ein Umstieg auf das neue, moderne Bibliotheksmanagementsystem FOLIO bis spätestens 2030 notwendig. Dieses neue System bietet mehr Funktionen und unterstützt auch digitale Abläufe, erfordert aber eine sorgfältige Vorbereitung und Anpassung, da es nicht alle bisherigen Funktionen eins zu eins ersetzt. Um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten und hohe Kosten für einzelne Einrichtungen zu vermeiden, wird intensiv an einer Umsetzungsstrategie gearbeitet, die auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der beteiligten Bibliotheken berücksichtigt.

FDM-SH Reach-Out

Der nachhaltige Umgang mit Forschungsdaten ist heute ein wichtiger Bestandteil moderner Forschung, stellt aber viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen vor große Herausforderungen. In Schleswig-Holstein wurde deshalb eine gemeinsame Landesinitiative namens FDM-SH ins Leben gerufen, in der alle beteiligten Einrichtungen zusammenarbeiten, um Lösungen für das Forschungsdatenmanagement zu entwickeln und Ressourcen zu bündeln. Diese Initiative wird durch eine Geschäftsstelle und einen Beirat unterstützt und soll künftig noch mehr Partner aus Kultur, Wirtschaft und Verwaltung einbinden. Ziel ist es, die Forschung in Schleswig-Holstein besser zu vernetzen, Fördermittel zu gewinnen und den Austausch auf nationaler und internationaler Ebene zu stärken.

FDM-SH bOERse

Das Projekt FDM-SH bOERse unterstützt Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Schleswig-Holstein dabei, ihre Forschungsdaten besser zu verwalten und zugänglich zu machen. Ziel ist es, vorhandene Schulungsmaterialien zum Forschungsdatenmanagement so zu überarbeiten, dass sie leichter genutzt und weiterverwendet werden können. Dabei orientiert sich das Projekt an den FAIR-Prinzipien, die sicherstellen, dass Daten gut auffindbar, zugänglich und wiederverwendbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit der Forschungsgemeinschaft in Schleswig-Holstein soll eine passgenaue und qualitativ hochwertige Materialbasis entstehen, die auch als Modell für andere Einrichtungen dienen kann.

Einführung eines Data Warehouse

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) muss regelmäßig umfangreiche Berichte zu verschiedenen Themen wie Finanzen, Personal und Forschung erstellen, um gesetzlichen Vorgaben und weiteren Anforderungen gerecht zu werden. Für wichtige Entscheidungen der Hochschulleitung ist es daher wichtig, schnell und zuverlässig auf zentrale Daten zugreifen zu können. Um dies zu verbessern, wird im Rahmen eines Vorprojekts geprüft, wie eine zentraleDatenbank, ein sogenanntes Data Warehouse, an der CAU eingeführt werden kann. Dabei werden verschiedene Anbieter und Systeme verglichen, besonders auch offene Lösungen, und Erfahrungen anderer Hochschulen berücksichtigt. Außerdem werden die Bedürfnisse der Beteiligten genau erfasst, um ein passendes Konzept für die spätere Umsetzung zu entwickeln.

IDM-Prozessoptimierung an der Universität zu Lübeck

Die Universität zu Lübeck arbeitet daran, die Verwaltung von Nutzerkonten für Mitarbeiter und andere Personengruppen zu verbessern, indem sie ein zentrales System zur Anmeldung und Verwaltung aller Zugänge weiter ausbaut. Ziel ist es, die Prozesse zur Erstellung und Pflege von Nutzerkonten zu vereinfachen, zu automatisieren und besser steuerbar zu machen, damit verschiedene Fachanwendungen sicher und effizient genutzt werden können. Dabei werden Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammengeführt und geprüft, um den Zugang zu Diensten für berechtigte Personen zu gewährleisten. Das Projekt umfasst mehrere Schritte, wie die Entwicklung von Eingabemasken, automatischen Datenimporten, standardisierten Abläufen für das Anlegen und Löschen von Konten sowie die Anbindung externer Anwendungen über Schnittstellen.

Schuldashboard: Zukunftsfähig in der Datenfabrik/KIS

Das Ministerium für Bildung in Schleswig-Holstein nutzt derzeit ein sogenanntes Schuldashboard. Dieses Dashboard ist jedoch von einem einzelnen Hersteller abhängig, was Anpassungen erschwert, und es gibt Bedenken bezüglich der Transparenz und Kosten. Deshalb soll das Dashboard auf eine offene und flexible IT-Plattform umgestellt werden, die mehr Kontrolle und Transparenz bietet. Dabei wird auch die Benutzerfreundlichkeit verbessert und die Möglichkeit geschaffen, wichtige Daten künftig öffentlich zugänglich zu machen.

SHareDH

Die Digitalisierung verändert die Geisteswissenschaften grundlegend, indem sie neue digitale Methoden, Werkzeuge und Daten in Forschung und Lehre einführt. Um diese Veränderungen gut zu begleiten, braucht es eine unterstützende Infrastruktur, die Forschende, Lehrende und Studierende berät und fördert. Während die Universität Kiel bereits erste Angebote und digitale Werkzeuge bereitstellt, fehlt an der Europa-Universität Flensburg eine solche Unterstützung bislang. Das Projekt will deshalb eine gemeinsame digitale Infrastruktur aufbauen, die den Austausch und die Nutzung digitaler Methoden erleichtert und zugleich Raum für die kritische Auseinandersetzung mit den Folgen der Digitalisierung schafft.

Kulturplattform für die schleswig-holsteinische Kulturlandschaft

Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek unterstützt Kulturinstitutionen im Land bei der digitalen Weiterentwicklung, da viele Einrichtungen allein nicht über das nötige Wissen, Personal oder Geld verfügen. Bisher wurden einzelne Projekte gefördert, doch das reicht nicht aus, um die digitale Transformation umfassend zu begleiten. Deshalb wurde eine digitale Kulturplattform entwickelt, die die Zusammenarbeit der Einrichtungen stärkt, gemeinsame Projekte ermöglicht und die Sichtbarkeit kultureller Angebote verbessert. Diese Plattform soll schrittweise aufgebaut werden und langfristig vielen Kulturinstitutionen helfen, Ressourcen zu bündeln und neue Zielgruppen zu erreichen.

Digitale Bewahrung und Vermittlung von jüdischem Leben

Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek unterstützt mit einem neuen Projekt die digitale Bewahrung und Vermittlung der jüdischen Geschichte in Schleswig-Holstein, die durch Verfolgung und Zerstörung während der NS-Zeit stark beeinträchtigt wurde. Aufbauend auf einem Vorprojekt werden virtuelle Rundgänge und eine Virtual-Reality-Anwendung entwickelt, die das jüdische Leben und seine Zerstörung anschaulich und emotional erlebbar machen sollen. Die VR-Anwendung ermöglicht es Besuchern, sich in einem Sessel mit einer VR-Brille durch historische Szenen führen zu lassen, ohne dass ständig Personal anwesend sein muss. Die Stationen können in Museen, Bibliotheken oder anderen kulturellen Einrichtungen dauerhaft oder temporär genutzt werden und werden durch begleitende Materialien und Workshops pädagogisch unterstützt.

Open-Source Campus-App SH

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) plant die Einführung einer Campus-App, die Studierenden, Mitarbeitenden und Studieninteressierten den Zugang zu wichtigen digitalen Diensten an einem Ort ermöglicht. Die App soll offen und flexibel sein, damit sie unabhängig von externen Anbietern weiterentwickelt werden kann und dabei Datenschutz und Nutzerfreundlichkeit gewährleistet. Mit dieser Lösung will die CAU nicht nur Verwaltungsprozesse vereinfachen und effizienter gestalten, sondern auch die Attraktivität der Hochschulen in Schleswig-Holstein steigern.

daD.SH-QGIS-Integrator

Das Archäologische Landesamt Schleswig-Holstein (ALSH) schützt und dokumentiert archäologische Funde im Land, vor allem bei Bauprojekten, um das kulturelle Erbe zu bewahren. Dabei werden große Mengen an Daten erfasst, die bisher in verschiedenen Systemen getrennt und oft mehrfach eingegeben werden mussten, was viel Zeit und Aufwand bedeuteten. Um diese Arbeit zu erleichtern und die Daten besser nutzbar zu machen, plant das ALSH, die Erfassung und Verwaltung der Geodaten mit moderner Open-Source-Software wie QGIS und QField enger mit dem bestehenden Fachverfahren daD.SH zu verknüpfen. Durch eine neue Schnittstelle sollen Daten automatisch ausgetauscht und doppelte Eingaben vermieden werden, was die Effizienz steigert und Fehler reduziert.

LLM Prof.

Das Projekt soll Studierenden helfen, aus vielen Lernmaterialien gezielt die wichtigen Inhalte zu finden. Dafür wird ein spezielles, lokal betriebenes LLM entwickelt, das nur auf die eigenen (zur Verfügung gestellten) Lehrinhalte zugreift und so individuell und sicher ist. Lehrende werden entlastet, da das System Fragen beantwortet und Lerninhalte verständlich aufbereitet. In einer Testphase wird das Programm an zwei Lehrveranstaltungen ausprobiert und gemeinsam mit Datenschutz-Experten geprüft. Ziel ist es, ein verlässliches und datensicheres Hilfsmittel für die digitale Lehre zu schaffen, das auch an anderen Hochschulen genutzt werden kann.

MehrWert: Forschungsdaten nutzen

Das Projekt MehrWERT in Schleswig-Holstein möchte sicherstellen, dass nicht nur Universitäten, sondern auch Vereine, Museen und interessierte Bürgerinnen und Bürger einfachen Zugang zu öffentlichen Forschungsdaten erhalten und dabei gut unterstützt werden. Dabei wird untersucht, welche besonderen Bedürfnisse diese verschiedenen Nutzergruppen haben und wie die digitale Infrastruktur besser auf sie zugeschnitten werden kann. Im Vorprojekt werden praktische Beispiele aus laufenden Forschungsprojekten genutzt, um passende Hilfsangebote zu entwickeln und rechtliche Fragen rund um die Nutzung der Daten zu klären.

Grundlage für ein hochschulübergreifendes FIS/FDM

Die Fachhochschulen Kiel, Flensburg und Westküste verfügen bisher nicht über ein einheitliches System zur Erfassung von Forschungsdaten, was die Auswertung und Transparenz erschwert. Um diesen Nachteil zu beheben und den Anforderungen von Förderorganisationen gerecht zu werden, soll an der HAW Kiel ein Pilotprojekt gestartet werden, das ein Forschungsinformationssystem (FIS) und ein Forschungsdatenmanagement (FDM) einführt.

Open-Source Grabungsressourcenplaner - abgeschlossen

Das Archäologische Landesamt nutzt derzeit ein spezielles Computersystem, um Verwaltungs-und Forschungsdaten zu verwalten und verschiedene Arbeitsprozesse abzubilden. Dieses System besteht aus drei Teilen: einer Datenbank, einer Verbindungsplattform und einer Benutzeroberfläche. Während die Datenbank bereits auf einer offenen Software basiert, werden die anderen Teile mit proprietärer Software betrieben. Im Rahmen der Landesstrategie soll geprüft werden, ob diese Teile durch offene Software ersetzt werden können. Außerdem wird ein neues Modul entwickelt, das die Planung von Personal und Ausrüstung erleichtert, indem es vorhandene Daten nutzt und so Doppelarbeit vermeidet.


Erfolgsgeschichten aus bereits abgeschlossenen Projekten

Zentrale Datenbank zur Verwaltung des Welterbes Haithabu : Datum

Das Management des Welterbes unterliegt strengen Anforderungen. Bislang liegen dafür notwendigen Geo- und Sachdaten jedoch nicht in einer für alle beteiligten Akteure zugänglichen Daten- und Ablagestruktur vor. In diesem Projekt soll ein zentraler Datenpool entstehen, um die Daten zu erfassen und bereitzustellen.

SchriftGut.SH: Ein inklusives Portal für das schriftliche Gedächtnis Schleswig-Holsteins : Datum

Mit SchriftGut.SH ist ein digitales Landesportal entstanden, das historische Quellen aus Archiven und Bibliotheken erstmals gemeinsam, zentral und nutzerfreundlich zugänglich macht. 

FDM.SH Reach Out. Wissen sichern. Forschung vernetzen. Zukunft gestalten. : Datum

Forschung schafft Wissen, das unsere Gesellschaft voranbringt. Damit dieses Wissen wirkt, müssen die zugrunde liegenden Daten erhalten bleiben, auffindbar sein und verantwortungsvoll genutzt werden können. Genau hier setzt die Landesinitiative FDM.SH an.

Mathematik lernen und Studienerfolg sichern mit mintSH : Datum

MintSH ist eine frei zugängliche digitale Übungsplattform für angewandte Mathematik in MINT-Studiengängen. Sie steht Studierenden und Lehrenden in Schleswig-Holstein offen und orientiert sich eng an den Inhalten der Hochschullehre.

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