Navigation und Service

Thema : Digitalisierung – Zukunftsthema für Schleswig-Holstein

X-Road: Datenautobahn für Schleswig-Holstein

Über die sogenannte X-Road sollen Daten zwischen Behörden sowie Bürgerinnen und Bürgern schnell und sicher ausgetauscht werden. In einem Pilotprojekt testet Schleswig-Holstein mögliche Anwendungsfälle.

Letzte Aktualisierung: 05.03.2026

Eine Frau arbeitet an einem Laptop. Im Vordergrund steht eine Tasse mit Kaffee.
X-Road soll viele Verwaltungsprozesse für Bürgerinnen und Bürger einfacher machen.

Schleswig-Holstein möchte die Datenübermittlung in Zukunft einfacher und sicherer gestalten – mit der Datenautobahn X-Road. Wer zum Beispiel umzieht und seine Meldeadresse ändert, muss dann nicht mehr seine Bank, seine Krankenkasse oder den Kita-Träger informieren, sondern das Einwohnermeldeamt stellt diese Informationen allen relevanten Institutionen zur Verfügung, die an die X-Road angebunden sind. So reduziert sich der Aufwand für alle. Das System nutzt dafür eine verschlüsselte und sichere Infrastruktur, die eine vertrauliche Datenübertragungen garantiert. 

Wie funktioniert X-Road?

X-Road wurde 2001 als Kernkomponente der digitalen öffentlichen Infrastruktur (DPI) Estlands entwickelt, um einen sicheren, nahtlosen und effizienten Datenaustausch zwischen Regierungsinstitutionen und dem privaten Sektor zu schaffen. In Estland sind dadurch 99 Prozent aller bürgernahen Dienstleistungen vollständig digitalisiert. Das Prinzip: Es gibt einen X-Road-Betreiber, zum Beispiel das Land Schleswig-Holstein, der als Eigentümer für den Gesamtbetrieb verantwortlich ist, sowie die X-Road-Mitglieder als Dienstleister oder Dienstnutzer. Alle Mitglieder sind über Sicherheitsserver mit der X-Road verbunden und können selbst festlegen, mit welchen Mitgliedern sie welche Dienste tauschen.

Landesregierung entwickelt eine Datenautobahn für die Verwaltung

Die Landesregierung baut die sogenannte E-Government-Infrastruktur nun weiter aus. E-Goverment bezeichnet die elektronische Abwicklung von Verwaltungsprozessen. So entsteht eine moderne Datenplattform, die auch über Ländergrenzen hinweg funktioniert und deutschlandweit als Vorbild dienen soll. Ein wichtiger Baustein dabei ist die Datenautobahn X-Road - ein System, das in die bestehende digitale Infrastruktur eingebaut wird. Ein weiterer Schritt für das Land, digital unabhängig zu werden. Denn Schleswig-Holstein setzt auch hier auf eine Open-Source-Software. Das heißt, die notwendigen Quellcodes gehören nicht einem einzelnen Unternehmen, sondern sind zugänglich und können bei Bedarf umprogrammiert werden. Alle Vorgänge sollen transparent und nachvollziehbar sein: Bürgerinnen und Bürger können einsehen, wer ihre Daten wann angesehen oder genutzt hat.

Pilot-Projekt in Schleswig-Holstein: Beitragsberechnung für Kitaplätze

In einem Pilot-Projekt erprobt die Staatskanzlei in enger Zusammenarbeit mit dem IT-Verbund Schleswig-Holstein (ITV.SH), dem Dezernat für Bildung, Jugend, Kultur und Kreative Stadt der Stadt Kiel sowie dem Finanzministerium eine grundlegende Vereinfachung der Beitragsberechnung für Kindertagesstätten, indem Einkommensnachweise der Eltern automatisch an die jeweilige Kommune übertragen werden sollen. Bisher mussten Eltern entsprechende Nachweise überwiegend persönlich einreichen. Durch die automatische Übermittlung werden auch die zuständigen Kommunen entlastet, das soll zu deutlich kürzeren Bearbeitungszeiten führen.

Weitere Informationen

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link:

Datenschutz