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Landesamt für
Denkmalpflege
: Thema: Ministerien & Behörden

Themen und Aufgaben

Das Landesamt für Denkmalpflege schützt und bewahrt das kulturelle Erbe des Landes, indem es Kulturdenkmale erfasst, bewertet und fachlich begleitet. Es berät u.a. Behörden, unterstützt denkmalpflegerische Maßnahmen und informiert die Öffentlichkeit über die Bedeutung von Denkmalen.

Bau- und Kunstdenkmalpflege

Die Bau- und Kunstdenkmalpflege betreut in ihren Fachreferaten u.a. in Abstimmung mit den Kirchen alle kirchlichen Denkmäler und in enger Zusammenarbeit mit den Unteren Denkmalschutzbehörden die profanen Denkmäler, Denkmäler der Gartenkunst und Technik sowie Denkmalbereiche und Elemente historischer Kulturlandschaften. Sie ist zuständig für alle Fragen der steuerlichen Abschreibung.

Beiträge und Mitteilungen zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein

Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein

Die Altona-Kieler Chaussee

Burkhard von Hennigs / Heinrich Kautzky
Die Chaussee Altona-Kiel – Die erste Kunststraße in Schleswig-Holstein (Bd. 4)

Mit Grußworten von Ministerin Anke Spoorendonk, Minister Reinhard Meyer und Minister Dr. Robert Harbeck, von Senator Frank Horch und Dr. Jörn Biel und einem Vorwort von Dr. Michael Paarmann, mit Beiträgen von Walter Asmus, Heino Bubach-Bernhardt, Wolfgang Burmester, Marianne Dwars, Monika Frohriep, Burkhard von Hennigs, Gert Kaster, Heinrich Kautzky, Hans-Jürgen Kielmann, Detlev Kraack, Irene Lühdorff, Reinhold Miller, Ortwin Pelc, Rolf Pohlmeyer, Dirk Putzer, Jan-Uwe Schadendorf, Heiko K. L. Schulze, Klaus Selck, Michael Semmler, Olaf Tauras, Friedrich Emil Georg von Warnstedt †, Volker Woesner sowie Fotografien von Sönke Wurr (= Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein 4, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege)
Kiel 2015, Verlag-Ludwig
ISBN: 978–3–86935–243–5
unv. Preisempfehlung 34,90 €

Mit dem Bau der ersten „Kunststraße“ zwischen dem heute zu Hamburg gehörenden Altona und Kiel in den Jahren 1830 bis 1833 gelang den Herzogtümern Schleswig und Holstein relativ spät der Sprung in die Moderne – eine dem wachsenden Handel und Warenaustausch dienende Verkehrsinfrastruktur wurde erst durch den Chausseebau im Lande möglich. Zehn Jahre später übernahm die neuerbaute Eisenbahn allerdings wichtige Transportfunktionen. In mehr als 40 Beiträgen von rund 20 Autorinnen und Autoren werden die historischen Voraussetzungen sowie Panung und Bau dieser bedeutenden verkehrstechnischen Infrastrukturmaßnahme des 19. Jahrhunderts erläutert, die wichtigsten Elemente wie die Wegewärter- und die Chausseegeld-Einnehmerhäuser, die neuerbauten Brücken und Meilensteine sowie die Alleebepflanzung vorgestellt. Auch der bald einsetzende Wandel der Straße findet Berücksichtigung. Kurvenbegradigungen, Gasthäuser und Ausspanne, die Poststation in Quickborn, Baumfällungen und Neuanpflanzungen werden beispielhaft thematisiert. Schließlich wird auch die Entwicklung der damals ebenfalls gegründeten Straßenbauverwaltung in den vergangenen 180 Jahren skizziert. Einzelne Elemente der Chaussee sind seit langem im Focus der Denkmalpflege und teilweise geschützt. Die Frage, wie man aber mit einem verkehrstechnischen Kulturdenkmal von fast 100 km Länge insgesamt als Teil unseres baulichen Erbes umgeht, muss derzeit offen bleiben. Die vorliegende Publikation soll dazu beitragen, dieses Gesamtwerk der Straßenbaukunst zu verstehen und seine Entwicklung nachvollziehen zu können.

Orgellandschaft in Schleswig-Holstein

Dirk Jonkanski, Heiko Seidel und Joachim Walter
Orgellandschaft Schleswig-Holstein - Zur Geschichte und Pflege eines Klang- und Kunstdenkmals (Bd. 3)

Mit Grußworten von Bischof Gerhard Ulrich  und Ministerpräsident Peter Harry Carstensen und einem gemeinsamen Vorwort von Michael Paarmann, Wilhelm Poser und Hans-Jürgen Wulf und Beiträgen von Dirk Behrens, Hans-Joachim Birkholz, Rolf Dabelstein, Arvid Gast, Reinalt Klein, Konrad Küster, Deert Lafrenz, Michael Mages, Jürgen Oppermann-, Theophil, Hinrich Otto Paschen, Hans-Martin Petersen, Lothar Richter, Carsten Ruhe, Günter Seggermann, Thomas Wahrscheid, Kristian Wegscheider, Dietrich Wölfel und Hans-Jürgen Wulf sowie Fotografien von Friedhelm Schneider und Alexander Voss (= Beiträge zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein 3, hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege)
Kiel 2012, Verlag Ludwig
ISBN 978-3-86935-141-4
unv. Preisempfehlung 34,90 €

Orgelbau hat in Schleswig-Holstein eine Jahrhunderte lange Tradition. Jedes Instrument hat eine eigene Geschichte, die mit dem Kirchenbau verbunden ist, für den sie konzipiert wurde. Die Orgel folgt einer bestimmten Stilrichtung und trägt die Handschrift eines Orgelbauers. Das macht sie einzigartig. Wertvoll geschnitzte und farbig gefasste Prospekte unterstreichen ihren Wert. Eine exponierte Lage im Kirchenraum weist auf ihre Bedeutung für den Gottesdienst hin. Dieses Buch dient der Information und ist als Leitfaden gedacht. Es soll die Kirchenvorstände in ihren Entscheidungen bei der Sanierung bzw. dem Neubau ihrer Orgel unterstützen, der oft einen hochkomplexen Werkneubau in historischen Gehäusen bedeutet. Einer Bestandsaufnahme und Bewertung zu Beginn der Maßnahme soll eine Schlussdokumentation als Vorbereitung auf spätere Eingriffe entsprechen. Der Aufbau und die Entwicklung des Pfeifeninstruments sind ebenso Gegenstand wie die Berufsausbildung zum Organisten und Orgelbauer. Verfahrenswege hinsichtlich der Finanzierung und der bei allen Maßnahmen zu beachtenden Vorschriften werden aufgezeigt und Abläufe verdeutlicht. Zwar wurden in jüngerer Zeit mustergültige Restaurierungen abgeschlossen, aber viele historische Instrumente sind weiterhin vom Verfall bedroht. Für viele Gemeinden stellt der richtige Umgang mit Pfeifenwerk, Trakturen, Windladen und Balganlagen eine Herausforderung dar, bei der fachliche Unterstützung vonnöten ist. In zahlreichen Beiträgen wird die …

Beiträge und Mitteilungen zur Denkmalpflege in Schleswig-Holstein

Bibliothek und Archive im Landesamt

Das Landesamt für Denkmalpflege ist in zweierlei Hinsicht "Gedächtnis" des Landes Schleswig-Holstein. Zum einen hilft es, das bauliche Erbe früherer Generationen zu bewahren (Denkmalschutz und Denkmalpflege). Darüberhinaus sammelt und archiviert es aber auch Informationen über diese Objekte in Foto- und Plansammlungen, in Gutachten und Akten, also in Wort und Bild. In zahlreichen Veröffentlichungen werden die Ergebnisse der Bestandsaufnahme (Inventarisation), der Bauforschung und der Sanierungen und Restaurierungen der Öffentlichkeit bekannt gegeben.

Fotoarchiv

Das Landesamt besitzt ein topografisch (nach Wohnplätzen) angelegtes Fotoarchiv mit etwa insgesamt 400.000 Aufnahmen, die meisten auf Pappen aufgeklebt in Schubkästen. Die Sammlung geht in ihren Ursprüngen bis in die 1860er/1870er Jahre zurück, systematisch seit Ende des 19. Jahrhunderts durch den erste Provinzialkonservator Richard Haupt im Rahmen seiner Inventarisationstätigkeit auf- und ausgebaut wurde. Aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg existieren vor allem großformatige Glasplattennegative, in den 1920er und 1930er Jahren zunehmend durch Roll- und Planfilme abgelöst. Mit einem eigenen Fotografen ab 1950 wurde erstmals eine Fotowerkstatt eingerichtet, für deren Betreuung aktuell Cornelia Fehre zuständig ist. Im Bereich des Archivs wird Frau Fehre seit 2018 von Annabelle Fürstenau unterstützt. Seit einigen Jahren wird nur noch digital dokumentiert und ein digitales Fotoarchiv aufgebaut, das inzwischen mehr als 150.000 Aufnahmen umfasst. - Die Restaurierungswerkstatt besitzt eine eigene Fotodokumentation. - Im Landesamt befinden sich auch einige Fotonachlässe, so von Theodor Möller oder Otto Vollert.
Der historische Bestand an Fotos kann über den "Bildindex der Kunst und Architektur" (Bildarchiv Foto Marburg direkt online eingesehen werden.

Plansammlung

Die topografisch (nach Wohnplätzen) angelegte Plansammlung des Amtes, etwa 15.000 Stück, wird ständig durch neuere Bauaufnahmen und Dokumentationen erweitert. Der größte Anteil sind Bestandsaufnahmen im Rahmen von durchgeführten Sanierungen. Die ältesten Zeichnungen stammen aus den 1820er Jahren. In der Regel sind originale Zeichnungen, Blau- oder Mutterpausen bzw. Lichtpausen vorhanden. Die Bestände sind liegend in einem brandgeschutzten Raum gelagert, die zahlreiche Gutachten in hunderten von Aktenordnern.

Altakten-Archiv

Das Altakten-Archiv umfasst zwei Bereiche, die Verwaltungsakten und die Objektakten, diese nach Altkreisen und Gemeinden geordnet. Die Bestände gehen auf die Zeit um 1880/90 zurück und sind vollständig erhalten. Weitere für die Erforschung wichtige Unterlagen liegen - historisch bedingt - im Landesarchiv in Schleswig, in den Staatlichen Archiven (Statens Arkiver) bzw. in der Königlichen Bibliothek (Det Kongelike Bibliotek) in Kopenhagen sowie im Reichsarchiv (Riksarkivet) in Stockholm.

Fachbibliothek

Eine kleine Fachbibliothek deckt vor allem denkmalpflegerische Spezialliteratur ab, beherbergt aber auch beispielsweise eine vollständige Sammlung aller in Deutschland erschienenen Großinventare. Für die gesamte Literatur über Schleswig-Holstein steht die Landesbibliothek im gleichen Hause wie das Landesamt zur Verfügung (Sartori & Berger-Speicher, Lesesaal 2. OG).

Hinweis

Das umfangreiche Fotoarchiv, das Aktenarchiv, die Plansammlung und die Fachbibliothek dienen in erster Linie den im Landesamt für Denkmalpflege arbeitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern als Grundlage für ihre tägliche Arbeit. Nach Absprache und vorheriger Anmeldung ist es jedoch möglich, die Bestände für wissenschaftliche Recherchen und zu Forschungszwecken einzusehen und zu benutzen. Bitte haben Sie Verständnis, dass für einzelne Leistungen (zum Beispiel Fotobestellungen) Gebühren erhoben werden müssen.

Buchpublikationen des Amtes

Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein

Deert Lafrenz
Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein
Hrsg. vom Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein
24 x 29,7 cm, 688 Seiten,1142 Farb- und 92 S/W-Abb., Hardcover
Michael Imhof Verlag, Petersberg 2015
ISBN 978-3-86568-971-9
€ 69,00

In dem Werk „Gutshöfe und Herrenhäuser in Schleswig-Holstein“ werden katalogartig alle ehemals Adligen Güter Schleswig-Holsteins – in seinen heutigen Grenzen – mit ihrer historischen Entwicklung und ihrem Bestand an Gebäuden, Gärten und Parkanlagen vorgestellt, wobei der Schwerpunkt der beschriebenen Bauten auf den jeweiligen erhaltenen Herrenhäusern und ihrer Ausstattung liegt. Berücksichtig werden auch jene Güter, die längst verschwunden sind oder auf denen keine historische Bausubstanz mehr vorhanden  ist, sofern Nachrichten von ihnen überliefert sind. Lagepläne der wichtigsten Güter und Grundrisse der bedeutendsten Herrenhäuser ergänzen die zahlreichen Abbildungen. Ein ausführlicher Einleitungstext gibt einen Überblick über die Gesamtentwicklung der Güter und der Gutslandschaft.

In den mittelalterlichen Herzogtümern Schleswig und Holstein bildeten Mitglieder alteingesessener Familien im Zuge der Kolonisation slawisch besiedelter Gebiete in den östlichen Landesteilen gemeinsam mit zugezogenen Adeligen die Ritterschaft, die seit dem 12. Jahrhundert in den eroberten Gebieten mit Grundbesitz belehnt wurde. Die dabei entstehenden Burgen dienten als Sitze der Familien, aber auch zur Sicherung des Landes; sie waren Keimzellen der späteren Herrenhäuser. Im Gegenzug für diese Landesaufgaben wurden die Ritter Grundherren, denen die ansässigen, zu Frondiensten herangezogenen Bauern Abgaben leisten mussten.

Im Laufe der Jahrhunderte wurden die Bauern an den Besitz gebunden, unter anderem, weil die Ländereien durch Landnahme und das berüchtigte ‚Bauernlegen’ ständig vergrößert wurden und um sie in bevölkerungsarmen Zeiten an der Abwanderung zu hindern. Aus freien Bauern wurden so Leibeigene, Bauernhöfe und Dörfer verschwanden oder wandelten sich in Gutsdörfer. Mit der Verleihung der sogenannten Hohen Gerichtsbarkeit an den Landadel durch den dänischen König Frederik I. - zu der aber auch eine Fürsorgepflicht gehörte - wurden 1524 die Rittersitze neben ihrer zunehmend landwirtschaftlichen Funktion formell zu Adligen Gütern als selbständigen Verwaltungseinheiten. Aus den mit Wall und Graben befestigten Höfen entstanden nach und nach die Güter als landwirtschaftliche Großbetriebe, wie sie noch heute die schleswig-holsteinische Landschaft prägen. Aus bescheidenen Burgen wurden repräsentative Herrenhäuser, entstanden Höfe mit riesigen Stallungen, Scheunen, Torhäusern und zahlreichen unterschiedlichen Wirtschaftsgebäuden.

Die Adligen Güter waren innerhalb der Herzogtümer und des Königreichs Dänemark weitgehend selbständig und von Abgaben befreit, die Landesherrschaft lag wechselnd beim dänischen König und den Herzögen von Schleswig-Holstein-Gottorf, im Südosten den Herzögen von Lauenburg. Seit dem 17. Jahrhundert wurde die Zugehörigkeit der Gutsbesitzer zur adeligen Ritterschaft zunehmend in Frage gestellt, ab 1652 gingen die bisher personengebundenen Privilegien auf die Güter selber über und damit auch auf neue, teils bürgerliche Besitzer. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Leibeigenschaft offiziell abgeschafft. Mit Inkrafttreten der preußischen Verwaltungsordnung in Schleswig-Holstein 1867 verloren die Adeligen Güter ihre Gerichtsbarkeit, ihre öffentlichen Funktionen wurden von den neu geschaffenen Gutsbezirken übernommen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurden auch diese aufgelöst. Trotz zweier Landreformen nach 1918 und nach 1945 sind weiterhin viele Güter als große landwirtschaftliche Betriebe erhalten.

Theodor Möller - Fotografien (II)

Astrid Hansen / Heiko K. L. Schulze
Stadtbilder Schleswig-Holstein
Theodor Möller Fotografien 1900-1950
Hrsg. v. Landesamt für Denkmalpflege Schleswig-Holstein
24 x 30 cm, 232 Seiten, zahlreiche s/w Fotografien, gebunden
Wachholtz Verlag Neumünster 2013
ISBN 978-3-529-02854-4
€ 29,90

Nach dem ersten Bildband „Quer durch Schleswig-Holstein“ zeigt der zweite Band Fotografien aus den Jahren 1900 bis 1950, die in den großen und kleinen Städten und Orten des Landes entstanden sind: Wie in einem Baukasten dokumentiert und präsentiert Möller die Elemente städtischen Lebens: Stadtlandschaften, Städte am Wasser, Stadträume und Plätze, Straßen, Gassen und Winkel, Kirchen, Klöster und Rathäuser, Handel, Verkehr und Speicher, Wohnhäuser, Tore und Durchfahrten, Hinterhöfe und Haustüren. Und immer wieder sind Menschen mit auf den Bildern – häufig sind es Kinder –, die die Straßen und Gassen beleben, auf den Marktplätzen oder vor ihren Häusern. Auf reizvolle Weise wird die Natur, die Möller über alles liebte, in die Stadträume mit einbezogen, dazu spielt er mit  Licht und Schatten als belebende Elemente.

Theodor Möller hatte seit 1912 viele seiner Fotos in mehreren Büchern im Wachholtz-Verlag veröffentlicht, so etwa in …

Buchpublikationen des Amtes

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