Seit 2006 finden in Schleswig-Holstein alle zwei Jahre Mediationstage statt, zu denen sich Mediatorinnen und Mediatoren treffen, Erfahrungen austauschen, neue Trends aufnehmen und Netzwerke bilden. Dominierten Anfangs noch die „Güterichter“, also die richterlichen Mediatoren, so haben Teilnehmende aus Anwaltschaft und freier Mediation inzwischen aufgeholt.
Das so immer vielfältiger werdende Bild wird durch ein wechselndes Motto gerahmt, für 2026 lautet es „Mediation – Dialog über Grenzen hinweg“. Dies entspricht dem Ansatz der Mediation, die in ihrem Bemühen, Konflikte zu lösen, neue und innovative Wege geht und dabei bisherige Grenzen der Streitbeilegung überschreitet. Aber der Mediationstag setzt mit der Wahl seines Mottos auch ein ideelles Statement: Weg von Kleinteiligkeit und Ausgrenzung, hin zu Integration und Weltoffenheit. Aus diesem Grund beschäftigt sich das Eröffnungsreferat von Prof. Dr. Arnauld mit der „Streitbeilegung zum Völkerrecht und Wegen zum Frieden“. Über Erfahrungen aus internationalen Kindschaftskonflikten werden anschließend zwei Referentinnen aus dem Berliner internationalen Mediationszentrum MIKK berichten. Nachmittags richtet der Mediationstag seinen Blick nach Norden, nämlich nach Dänemark: Wie und unter welchen Voraussetzungen wird dort mediiert? Über
Konfliktvermeidung und -lösung im Gesundheitswesen berichten die vom früheren Gesundheitsminister Heiner Garg unterstützten Patienten-Ombudsleute. Methoden-Workshops zur Gewaltfreien Kommunikation, zu Strategien in der Lösungsphase der Mediation und schließlich zur Rolle des Humors in der Mediation runden das Programm ab.
Der Mediationstag ist eine Veranstaltung des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts unter Mitwirkung vieler Mediatoren aus allen Bereichen; er steht wie schon in der Vergangenheit unter der Schirmherrschaft der Justizministerin, die den Mediationstag auch eröffnen wird.
Den Flyer mit dem Programm erhalten Sie unter folgendem Link
Flyer Mediationstag 2026 (PDF, 312KB, Datei ist barrierefrei)
Für etwaige Rückfragen steht Ihnen die Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts gern zur Verfügung.
Pressestelle des Schleswig-Holsteinischen
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