Impulsreferate:
Petra Stolter Rechtsanwältin, Notarin a.D., Mediatorin (BAFM), - CLP-Anwältin, Henstedt Ulzburg
Jennifer Etzrodt Rechtsanwältin, Fachanwältin für Familienrecht, Notarin, CLP-Anwältin, Henstedt-Ulzburg
Gerburg Lutter Mediatorin BM®, Ausbilderin BM®, Mediatorin QVM®, zertifizierte Mediatorin, Dipl. Sozialpädagogin, Fachkraft für das Kind im CLP-Verfahren, Kiel
Moderation:
Kirsten Bolten Vors. Richterin am LG, Güterichterin und Supervisorin, bis März 2025 Leiterin des Referats Zivilrecht, Gerichtsverfassungsrecht und Freiwillige Gerichtsbarkeit beim MJG in Schleswig-Holstein
I. These: CLP ist das was Mandanten/Mandantinnen sich eigentlich erhoffen, wenn sie Mediation bei Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälten anfragen.
II. Inhalt:CLP steht für Collaborative Law and Practice.
Es ist ein eigenständiges Verfahren, das den Konsens zum erklärten Ziel hat. An der Seite jeder Konfliktpartei steht ein Collaborative-Lawyer. In gemeinsamen Vierer-Settings werden die Konfliktparteien unterstützt einen
Konsens zu erarbeiten. In getrennten Zweier-Settings findet die Rechtsberatung und Vorbereitung der Vierer-Settings statt.
Collaborative Lawyer sind Rechtsanwältinnen/Rechtsanwälte, die eine 24-Zeitstunden umfassende Zusatzfortbildung in CLP absolviert haben und sich somit den Prinzipien, sowie der Haltung als Collaborative-Lawyer verpflichten.
Dazu zählt
a) die Qualifikationsklausel, mit der die Anwälte bekunden, denselben Fall nicht vor Gericht zu vertreten und sich somit für den Konsens zu qualifizieren,
b) die Haltung der Zweiparteilichkeit < 90°®,
c) beteiligten Kindern im Verfahren eine Stimme zu geben.
III. Dialog:
In unserem Forum laden wir Sie ein, das Verfahren durch Praktikerinnen auf diesem Gebiet zu erleben und kennenzulernen.
Mit Ihnen wollen im Anschluss die oben aufgestellte These diskutieren und reflektieren.