Die Landesregierung verleiht jährlich den Digitalisierungspreis. Zum neunten Mal hat Digitalisierungsminister Dirk Schrödter nun mehrere innovative Projekte gewürdigt.
Bereits zum neunten Mal hat Schleswig-Holstein den Digitalisierungspreis für herausragende Digitalisierungsvorhaben verliehen. Grund dafür sind die zahlreichen Akteure im Land, die mit großem Engagement digitale Projekt umsetzen und so die Digitalisierung weiter vorantreiben. Die Digitalisierung verbindet uns alle, auch über die Landesgrenzen hinweg.
Ausgezeichnet wurden die besten Initiativen und Ideen aus Schleswig-Holstein und darüber hinaus. Ergänzend dazu hat in diesem Jahr das Thema Nachhaltigkeit durch ein eigenes Preisgeld deutlich an Bedeutung gewonnen – insbesondere im Bereich Green-Coding. Dabei steht die Entwicklung von energie- und ressourceneffizienter Software im Mittelpunkt, die darauf abzielt, den Energieverbrauch während der Ausführung zu minimieren und so die Umweltbelastung nachhaltig zu reduzieren. Energieeffiziente Infrastruktur und optimierter Code sind heute wichtiger denn je, um im Wettbewerb erfolgreich und zukunftsfähig zu bleiben.
Mit dem Preis soll das große Engagement und der Innovationsgeist sämtlicher Akteure gewürdigt werden, die einen Beitrag zum digitalen Schleswig-Holstein leisten. Denn Auszeichnungen machen sichtbarer. Und die Preisgelder helfen natürlich auch, um voranzukommen.
Der Digitalisierungspreis im Detail
Gründungsjahr: Der Preis wird seit 2018 jährlich vergeben.
Ausrichter: Das für das Thema "Digitalisierung" zuständige Ministerium ist der Träger des Preises.
Vergabeturnus: Der Preis wird jährlich vergeben.
Vergabeform und Preisgeld: Es werden bis zu drei Preisträgerinnen und -träger ausgewählt. Die Preisvergabe erfolgt in Form einer Platzierung als 1., 2. und 3. Platz. Das Preisgeld der Platzierungen hat 2026 insgesamt 50.000 Euro betragen. Die Jury war zusätzlich berechtigt, optional (einen) Sonderpreis/e zu vergeben. Dafür standen 20.000 Euro (teilbar) zur Verfügung.
2026 war die Jury zusätzlich berechtigt, einen Sonderpreis für Green-IT Projekte zu vergeben. Dafür standen weitere 25.000 Euro zur Verfügung.
Vergabegremium: Das Gremium setzt sich aus vier Personen zusammen, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern der Landesregierung als auch externer Institutionen und Verbände. Der CIO des Landes Schleswig-Holstein, Sven Thomsen, nimmt beratend an den Sitzungen des Auswahlgremiums teil.
Informationen zur Bewerbung
Wer kann sich bewerben?
Der Preis richtet sich an den nicht-öffentlichen sowie den öffentlichen Bereich in Schleswig-Holstein. Bei Projekten durch den öffentlichen Bereich muss eine Zusammenarbeit mit dem nicht-öffentlichen Bereich erkennbar sein. Einen Nachweis darüber, dass der monetär-bewertbare Beitrag der nicht-öffentlichen Partnerinnen und Partner überwiegt, ist nicht notwendig.
Die Personen, die sich im Namen ihrer Organisation (Unternehmen, Verein, Verband, Initiative, Institution) auf den Preis bewerben, müssen über 18 Jahre alt sein. Der Bezug zu Schleswig-Holstein muss erkennbar sein.
Begonnene, jedoch noch nicht zu Ende geführte Projekte, müssen eine erfolgreiche Umsetzung innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Bewerbungsschluss durch entsprechende Projektplanungen erkennen lassen.
Der Sonderpreis richtet sich an herausragende Digitalisierungsideen, die durch Grenzüberschreitende Zusammenarbeiten entstanden sind. Dieses schließt nicht nur die Länder auf nationaler Ebene mit ein, sondern umfasst zusätzlich die Staaten Nordeuropas wie Dänemark, Finnland, Schweden und Norwegen
Dürfen Sie sich selber auf die Prämie bewerben?
Es sind nur Eigenbewerbungen möglich.
Bis wann können Sie sich bewerben?
Die Bewerbungsfrist für 2026 ist abgelaufen.
Wie kann ich mich bewerben?
Die Bewerbungsfrist für 2026 ist abgelaufen.
Was sind die Bewertungskriterien und wie verläuft das Auswahlverfahren?
Die Festlegung der Preisträger:innen erfolgt in einem dreistufigen Auswahlverfahren.
Stufe 1
In der ersten Stufe prüft die Staatskanzlei die Anträge aufgrund der folgenden formalen K.-O.-Kriterien gemäß der Teilnahmebedingungen:
Nachhaltiger Bezug zu Schleswig-Holstein
Projektzeitraum
Stufe 2
In Stufe zwei bewertet ein unabhängiges Auswahlgremium die Bewerbungen anhand von vier gleichgewichtigen Kriterien.
Nutzerfreundlichkeit: Welchen konkreten Mehrwert bietet das Projekt den Bürgerinnen und Bürgern Schleswig-Holsteins bzw. der Zielgruppe?
Vorbildcharakter: Ist das Projekt skalierbar und bietet es Anknüpfungspunkte zur Nachahmung, um den digitalen Wandel großflächig in Schleswig-Holstein voranzutreiben?
Innovationsgrad: Worin besteht die Innovation des Projektes (Produkt, Verfahren, Technologie, Green-Coding oder Geschäftsmodell)?
Wirtschaftlichkeit: Umfasst das Projekt ein neues tragfähiges Geschäftsmodell (Marktpotenzial, Arbeitsplätze, regionale Wertschöpfung)?
Stufe 3
Die Vorschläge des Auswahlgremium werden dann in Stufe drei dem Kabinett zur finalen Entscheidung über die Preisträger:innen vorgelegt.
Jury
Die vierköpfige Jury, bestehend aus Vertretern der Landesregierung sowie externer Institutionen oder Verbände, freut sich bereits darauf, Ihre Projekte kennenzulernen. Als Grundlage für die Bewertung dienen die vorab festgelegten und öffentlich kommunizierten Bewertungskriterien.
Kontakt
Digitalisierung und Zentrales IT-Management der Landesregierung (ZIT)
Das Kieler Start-Up Silolytics hat ein KI-gestütztes System zum Silagemanagement entwickelt und dafür den 1. Preis erhalten. Während der Futterherstellung liefert die Software mit Hilfe von Sensoren detaillierte Informationen über Menge und Material im Silo. Damit kann die Produktion schnell angepasst werden, sodass weniger Futter verdirbt.
Digitalisierungspreis 2026: Siloytics
2. Preis: "anymize.ai"
Die KI "anymize.ai" unterstützt die Arbeit in Bürojobs mit strengen Datenschutzregeln. Die KI anonymisiert sensible Daten bevor diese an große Chatbots wie Claude oder ChatGPT weitergegeben werden und ermöglicht es damit auch Arztpraxen oder Anwaltskanzleien, diese Modelle zu nutzen.
Digitalisierungspreis 2026: Anymize.AI
3. Preis: "revolvie"
Den 3. Preis gewannen die Macher der Software "revolvie", von der besonders kleinere Handwerksbetriebe profitieren sollen. Die Software aus Kuden (Kreis Dithmarschen) unterstützt ihre Nutzerinnen und Nutzer bei der Kalkulation von Angeboten und hilft dabei, ihre Profitabilität festzustellen. Positiv überzeugt hätte die Jury die realitätsnahe Herangehensweise des Projekts.
Digitalisierungspreis 2026: revolvie
Sonderpreise
Den Sonderpreis für Green Coding bekamen die Macher von Green Ecolution aus Wees (Kreis Schleswig-Flensburg). Die Software optimiert Bewässerungsprozesse in Kommunen. Die Projekte der drei Sonderpreise für Bildung heißen Dentability NextGen ZFA (Köhn, Kreis Plön), edaira.ai (Kiel) und DaZ Pilot (Flensburg). Sie unterstützen Nachwuchskräfte in der Zahnmedizin, die Bildungsinfrastruktur in Schleswig-Holstein sowie Schülerinnen und Schüler mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache.
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