Kellinghusen / Itzehoe. Sozialministerin Aminata Touré hat heute Ehrenamtliche verschiedener Generationen in Kellinghusen und Itzehoe besucht. Im Mittelpunkt standen der Austausch über gesellschaftliche Teilhabe und die wichtige Rolle des Ehrenamts im Kampf gegen Einsamkeit. Im Mehrgenerationenhaus Kellinghusen sprach die Ministerin mit zahlreichen Ehrenamtlichen über ihre Erfahrungen und das generationsübergreifende Engagement vor Ort. Anschließend besuchte sie die seniorTrainer*innen in Itzehoe und nahm an einem Boulespiel im Generationengarten teil.
„Der heutige Tag hat erneut gezeigt, wie groß der Zusammenhalt und das Engagement in Schleswig-Holstein sind. Begegnungsorte wie das Mehrgenerationenhaus oder die Projekte der seniorTrainer*innen leisten einen wichtigen Beitrag gegen Einsamkeit und stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ehrenamt verdient Anerkennung und gute Rahmenbedingungen. Deshalb stellen wir ab 2027 zusätzlich 250.000 Euro für die Ehrenamts- und Seniorenpolitik bereit“, sagte Touré: „Außerdem entwickeln wir ein Konzept gegen Einsamkeit und Isolation und die Ehrenamtsstrategie des Landes weiter. Bei einer Veranstaltung im Herbst wollen wir weitere Impulse sammeln.“
Das Mehrgenerationenhaus Kellinghusen vereint Jugend-, Familien- und Kulturangebote unter einem Dach. Generationen lernen hier voneinander, unterstützen sich gegenseitig und gestalten gemeinsam das Zusammenleben. Das Angebot reicht von einem Café mit Suppenküche über Kultur- und Bewegungsangebote bis hin zu Beratungs- und Begegnungsformaten für Menschen jeden Alters.
In Itzehoe informierte sich die Ministerin über die Arbeit der seniorTrainer*innen. Sie bringen ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen nach dem Erwerbsleben in ehrenamtliche Projekte ein. Landesweit engagieren sich derzeit rund 200 seniorTrainer*innen in mehr als 100 Projekten. Das Land Schleswig-Holstein fördert das Landesnetzwerk mit bis zu 68.000 Euro jährlich.
Hintergrund: Das Sozialministerium hat im vergangenen Jahr eine Studie mit dem Institut für Allgemeinmedizin der Universität zu Lübeck zu Einsamkeit im Alter veröffentlicht. Demnach fühlen sich rund 33 Prozent der älteren Menschen in Schleswig-Holstein einsam. Das Einsamkeitsgefühl der Betroffenen ist dabei eng mit fehlender sozialer Unterstützung sowie Depression verbunden. Die Studie empfiehlt unter anderem, Multiplikatoren in Schleswig-Holstein, wie Mehrgenerationenhäuser, Dorfkümmerer und das Landesnetzwerk seniorTrainer*innen weiter auszubauen. Darüber hinaus müssten die Angebote online und im Alltag sichtbarer gemacht werden.
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