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Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung : Thema: Ministerien & Behörden

Aminata Touré

Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung

Über 200 Veranstaltungen zur Unterstützung pflegender Angehöriger in Schleswig-Holstein: Sozialministerin Aminata Touré eröffnet „Woche der pflegenden Angehörigen“

Letzte Aktualisierung: 10.11.2025

KIEL. Über 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Schleswig-Holstein werden zu Hause gepflegt und betreut - meist von Familienmitgliedern, Freunden oder Nachbarinnen. Nicht selten geht das zulasten der eigenen Gesundheit und eines selbstbestimmten Lebens. Um auf die Bedürfnisse und Situation dieser Menschen hinzuweisen und um Unterstützung, Informationen und Entlastung zu bieten, findet in dieser Woche zum zweiten Mal die vom Sozialministerium geförderte „Woche der pflegenden Angehörigen“ statt. Zum Auftakt hat sich Sozialministerin Aminata Touré heute im Rahmen ihrer Herbsttour der sozialen Stärke im Städtischen Krankenhaus Kiel über das unterstützende Beratungsangebot „Familiale Pflege“ informiert und mit pflegenden Angehörigen ausgetauscht. 
 
„Mein großer Dank und tiefer Respekt gebührt allen Angehörigen, die in ihrem familiären Umfeld zu Hause Menschen pflegen. Ohne sie würde das Pflegesystem schlichtweg nicht funktionieren. Dabei ist diese wichtige Arbeit leider oft so wenig sichtbar und sowohl körperlich als auch emotional unglaublich anstrengend. Umso mehr wollen wir mit der ‚Woche der pflegenden Angehörigen‘ den Wert dieser Pflegearbeit noch stärker herausstellen und würdigen. Zugleich geht es darum, einen umfassenden Überblick über konkrete Unterstützungs- und Entlastungsangebote zu geben“, sagte Ministerin Touré: „Pflegende Angehörige müssen strukturell entlastet werden. Dabei geht es auch darum, Einkommenseinbußen fair auszugleichen. Das muss unbedingt Teil der Pflegereform auf Bundesebene sein.“ Die Ministerin betonte, auch auf Landesebene zur Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger beitragen zu wollen. Mit dem Maßnahmenpaket Pflege des Landespflegeausschusses sei man hier einen wichtigen Schritt gegangen. Im Fortgang der am vergangenen Freitag in Ahrensburg gestarteten Herbsttour wird die Ministerin weitere Termine im Bereich der Pflege wahrnehmen. 
 
Die „Woche der pflegenden Angehörigen“ wird von der Selbsthilfeorganisation wir pflegen SH e.V. organisiert und durch das Forum Pflegegesellschaft und das Kompetenzzentrum Demenz unterstützt. Nicole Knudsen vom Verein wir pflegen SH e.V. freut sich über die große Beteiligung: „Für die Unterstützung der vielen An- und Zugehörigen spielen Tages-, Verhinderungs- oder Kurzzeitpflegen eine wichtige Rolle. Doch braucht es wegen der enormen psychischen Belastungen im Pflegealltag auch emotionale Unterstützung und mentale Stärkung. Unter anderem darum geht es in dieser Woche. Von überraschenden Kreativangeboten über Informationsveranstaltungen bis hin zu Angehörigentreffs thematisiert diese Kampagne alles, was es zur Stabilisierung der häuslichen Pflege braucht. Wir danken allen Veranstaltenden, die die Vielfalt der Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen. Da die Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein stattfinden und auch Online-Angebote dabei sind, finden An- und Zugehörige oder Interessierte ganz bestimmt etwas Passendes. Sie sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.“
 
Zur „Woche der pflegenden Angehörigen“ finden mehr als 200 Veranstaltungen im ganzen Land statt. Das Angebot erstreckt sich dabei von Konzerten über Lesungen und Kreativangebote bis zu Achtsamkeitsübungen und Beratungen. 
 
Den Start machte das von der AOK initiierte Projekt „Familiale Pflege“ im Städtischen Krankenhaus Kiel: Hier erfahren Angehörige bereits im Krankenhaus, wie Pflege und Betreuung eines geliebten Menschen zu Hause gelingen kann. 
 
„Angehörige sind die tragende Säule der pflegerischen Versorgung. Daher freuen wir uns, dass bei der heutigen Eröffnung der ‚Woche der pflegenden Angehörigen‘ das Thema „Familiale Pflege“ im Fokus steht. Mit dem Programm „Familiale Pflege“ ist es uns in den vergangenen 20 Jahren gelungen, mehr als 50.000 pflegende Angehörige in ganz Schleswig-Holstein in speziellen Trainings und Kursen für die häusliche Pflege ihrer Angehörigen zu qualifizieren und mit praktischen Hilfen den Übergang vom Krankenhaus in die häusliche Pflege deutlich zu erleichtern. Mit dem zunehmenden Pflegebedarf wird sich auch die Anzahl der pflegenden Angehörigen in den nächsten zehn Jahren nahezu verdoppeln. Das stellt Familien und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Dieser Aufgabe müssen wir uns als Gesellschaft stellen und brauchen entsprechende Unterstützungsangebote für Betroffene und deren Familien wie das Angebot der „Familialen Pflege“, sagte AOK-Landesdirektorin Iris Kröner. 
 
Ministerin Touré tauschte sich vor Ort mit einer Angehörigen aus, die im Rahmen des Projektes im Städtischen Krankenhaus Kiel von Pflegetrainerin Kerstin Rosenkranz beraten wurde. „Pflegende Angehörige bzw. Zugehörige leisten täglich Großes in der Versorgung, Unterstützung und Verantwortung eines pflegebedürftigen Menschen!“, so Rosenkranz: „Ich gebe ihnen mit gezielter Wissensvermittlung, Beratung und emotionaler Stärkung Sicherheit und Rückhalt. Mit praktischer Anleitung und sicheren Handgriffen entsteht echte Handlungskompetenz. Pflegende Angehörige insbesondere demenziell erkrankter Menschen brauchen Stärkung und weitere Informationen über anbietende Dienstleister, die weitere Unterstützung geben.“
 
Das Sozialministerium fördert die „Woche der Pflegenden Angehörigen“ in diesem Jahr mit rund 40.000 Euro. Die Woche ist eine Maßnahme aus dem Maßnahmenpaket zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung in Schleswig-Holstein des Landespflegeausschusses. 
 
Weitere Informationen und alle Termine sind zu finden unter www.woche-der-pflegenden-angehoerigen-sh.de.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Patrick Tiede | Fenja Hardel | Hannah Beyer | Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/sozialministerium, www.facebook.com/Sozialministerium.SH oder www.twitter.com/sozmiSH

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Nicole Knudsen | wir pflegen SH e.V., Interessensvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger Schleswig-Holstein e.V. | Telefon: +49 4848 21 39 833 | Mail: nknudsen@wir-pflegen-sh.net | wir-pflegen-sh.de
 

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