Das hängt vor allem von persönlichen Bedürfnissen ab. Als Orientierung helfen drei einfache Prinzipien (nach Empfehlungen des BBK):
Haltbar: Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, überstehen einen Stromausfall mühelos.
Fertig: Essen, das nicht gekocht werden muss, ist essbar. Auch, wenn der Herd nicht mehr funktioniert.
Kurze Kochzeit: Was mit wenig Energie zubereitet ist, schont wertvollen Brennstoff – zum Beispiel beim Campingkocher.
Vorrat berechnen
Wichtig: Für wen genau ist der Vorrat? Allergien bzw. Unverträglichkeiten und spezielle Essgewohnheiten sind ebenso zu berücksichtigen wie Zusatzvorräte für (Klein-)Kinder oder Haustiere.
Wasserwerke benötigen sowohl Elektrizität als auch digitale Steuerung. Fällt beides aus, ist auch die Wasserversorgung gefährdet. Ein eigener Wasservorrat ist daher unerlässlich.
Wie viel Wasser einplanen?
Als Orientierung gelten 2 Liter pro Person und Tag. Davon sind etwa 0,5 Liter zum Kochen gedacht. Und: Haustiere nicht vergessen.
Für drei Tage sind das rund 6 Liter pro Person. Wer den Bedarf genauer – etwa je nach Alter, Aktivität oder besonderen Bedürfnissen – berechnen möchte, kann zusätzlich einen Wasserbedarfsrechner online nutzen.
Ohne Strom verweigert der Kühlschrank seinen Dienst. Heißt auch: Die Lebensmittel, die gekühlt werden müssen, sollten möglichst schnell verbraucht werden.
Auch, wenn der Herd aus bleibt, gibt es Alternativen. Geeignet zum Erwärmen oder Kochen in Innenräumen (nur, wenn ausdrücklich dafür zugelassen):
Stövchen mit Teelicht (zum Beispiel zum Warmhalten oder Erwärmen kleiner Portionen)
Fondue-Set mit Brennpaste (für kleine Mengen)
Gaskocher, nur wenn er für Innenräume zugelassen ist (Herstellerangaben beachten)
Kochen und Heizen ohne Strom
Achtung! Nur im Freien verwenden
Campingkocher mit Gaskartusche
Gasgrill oder Holzkohlegrill
Worauf beim Kochen und Heizen ohne Strom geachtet werden sollte: In Innenräumen dürfen ausschließlich Geräte genutzt werden, die für Innenräume zugelassen sind – sie verfügen über entsprechende Sicherheitsmechanismen. Offenes Feuer und unzureichende Belüftung können zur Bildung von Kohlenmonoxid (CO) führen. Eine Kohlenmonoxidvergiftung ist lebensgefährlich. Sinnvoll sind geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Melder, die bei kritischen Konzentrationen Alarm auslösen.
Tipps und Rezepte für das Kochen ohne Strom lassen sich auf der Webseite des BBK finden:
Bei Stromausfällen helfen einfache, unabhängige Lichtquellen: batterie- oder akkubetriebene Taschenlampen und andere mobile Leuchtmittel. Auch Kerzen können Licht spenden – dabei ist auf einen sicheren Stand und Abstand zu brennbaren Materialien zu achten.
Wenn auch die Wärmeversorgung betroffen ist, bleibt die Heizung vorerst kalt. Besonders im Winter kühlen Räume dann schnell aus. Wärme kann (stromunabhängig) über für Innenräume zugelassene Geräte bereitgestellt werden, etwa Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen.
Dabei gilt: Nur Geräte verwenden, die ausdrücklich für Innenräume geeignet sind, und auf ausreichende Belüftung achten.
Zusätzlich hilft: warme Kleidung, Decken und Schlafsäcke, um eine kühle Phase zu überbrücken. Türen und Fenster möglichst geschlossen halten, um Wärme zu behalten – gleichzeitig regelmäßig stoßlüften: Fenster für wenige Minuten weit öffnen, um die Luftqualität zu verbessern.
Hilfsmittel oder Unterstützung
Benötigen Sie im Alltag Hilfsmittel oder Unterstützung? Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe gibt Tipps, wie Sie vorsorgen können.
Wenn Wasser knapp ist oder Abwasseranlagen nicht wie gewohnt arbeiten, wird Hygiene schnell zur Gesundheitsfrage. Artikel wie Seife, Feucht- und Desinfektionstücher, Toilettenpapier, Müllbeutel, Haushaltshandschuhe sowie ein zusätzlicher Eimer oder sogar eine Campingtoilette inklusive Ersatzmaterial sollten also mitgedacht werden, wenn es um die eigenen Vorräte für Notfälle geht. Zudem wird empfohlen, Wasser zu sparen (zum Beispiel durch Feucht-/Desinfektionstücher und Einweggeschirr, wenn Leitungswasser fehlt oder nur eingeschränkt verfügbar ist).
Eimer oder Campingtoilette sind wichtig, denn sobald die Wasserversorgung oder die Stromzufuhr für Abwasserpumpen unterbrochen sind, sollte die herkömmliche Toilette nicht weiterbenutzt werden, um Rückstau und Verstopfungen zu vermeiden. Stattdessen kann eine Nottoilette genutzt werden; Ausscheidungen werden unmittelbar mit Streumaterial gebunden. Verschlossene Beutel werden anschließend dicht verschlossen und tier- und kindersicher zwischengelagert – beispielsweise in einem stabilen Außenbehälter oder einem kühlen, geeigneten Lagerbereich. Eine konsequente Trennung von organischen Abfällen und Fäkalien reduziert Gerüche und senkt Gesundheitsrisiken.
Abfälle sollten erst dann wieder über die regulären Wege entsorgt werden, wenn Behörden die Wiederaufnahme der Entsorgungsdienste offiziell bestätigen.
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