Mit diesem Programm wird der Entwicklungsstand von allen viereinhalbjährigen Kindern in Kitas erfasst, um bei Bedarf rechtzeitig vor der Einschulung zusätzliche Fördermaßnahmen vereinbaren zu können. Nach der Pilotphase mit wenigen Kitas soll das Programm 2028/29 landesweit eingeführt werden.
Letzte Aktualisierung: 24.07.2026
EVi ist ein gemeinsames Programm des Bildungs- und des Sozialministeriums. Die erste Pilotphase an jeweils zehn Kitas und Grundschulen ist inzwischen abgeschlossen. In diesen Kitas haben 188 Viereinhalbjährige am EVi-Verfahren teilgenommen. In insgesamt fünf Kategorien wurden die Kinder eingeschätzt und es wurde in allen Kategorien ein zusätzlicher Förderbedarf festgestellt. Im sprachlichen Bereich war dies bei 113 Kindern der Fall. Sie werden seit Beginn des Schuljahres 2025/2026 bis zur geplanten Einschulung im Schuljahr 2026/27 zusätzlich in ihren sprachlichen Kompetenzen gefördert.
EVi in der Praxis
Kitas erfassen den Entwicklungsstand der Kinder im Bereich Sozialkompetenz, Motorik, Mathematik, Musik, Kunst und Naturwissenschaft sowie Sprache.
Diesen dokumentieren sie auf einem einheitlichen Bogen und leiten die Ergebnisse, die für den Spracherwerb relevant sind, – mit Einverständnis der Eltern – an die Schulen weiter. Sollte ein zusätzlicher Förderbedarf bestehen, wird dies alltagsintegriert im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung in den Kitas selbst geleistet. Sollte ein erheblicher Unterstützungsbedarf im Sprachbereich bestehen, erhalten die Kinder in diesem Zeitraum eine zusätzliche Förderung durch die Grundschule.
Einführung und Phasen des Programms EVi – vier Schritte bis 2029/30:
1. Phase: Im Schuljahr 2025/26 haben 10 Startchancen-Grundschulen und 11 kooperierende Kitas teilgenommen.
2. Phase: Im Frühjahr 2026 startete Phase 2 des Programms mit der Kompetenzerfassung an 55 Kitas und 38 kooperierenden Startchancen-Grundschulen.
3. Phase: Im Kita- und Schuljahr 2027/28 nehmen alle Startchancen-Grundschulen und kooperierenden Kitas teil.
4. Phase: Ab 2028 erheben die Grundschulen verbindlich den Sprachstand aller Kinder, die im Schuljahr 2029/30 eingeschult werden.
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