Landesportal Schleswig-Holstein

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Landesentwicklungsplan

Staatskanzlei

Der Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein 2010 (LEP) ist Grundlage für die räumliche Entwicklung des Landes bis zum Jahr 2025. Er orientiert sich an den Leitbildern und Handlungsstrategien, die von der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) für die räumliche Entwicklung in Deutschland festgelegt wurden.

Mit dem Landesentwicklungsplan wurden 2010 wichtige Voraussetzungen für mehr Wirtschaftswachstum, den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und die Sicherung der Daseinsvorsorge in Schleswig-Holstein geschaffen, aber auch für mehr kommunale Eigenverantwortung und interkommunale Zusammenarbeit.

Im Teil A des Landesentwicklungsplans werden die Herausforderungen und Rahmenbedingungen der nächsten Jahre aufgezeigt.

Im Teil B stellt der Landesentwicklungsplan die Ziele und Grundsätze für die räumliche Entwicklung auf.

Dabei geht es um die Themen wie

  • Entwicklung der übergeordneten Raumstruktur (Kapitel 1),
  • Siedlungsstruktur und Siedlungsentwicklung (Kapitel 2),
  • Wirtschaftliche Entwicklung und wirtschaftsnahe Infrastruktur (Kapitel 3),
  • Entwicklung der Daseinsvorsorge (Kapitel 4) sowie
  • Ressourcenschutz und Ressourcenentwicklung (Kapitel 5).

Weitere Informationen

Info Landesplanung in Schleswig-Holstein

Info Regionalpläne

Übergeordnete Raumstruktur

Der Landesentwicklungsplan

  • teilt das Land in ländliche Räume, Stadt- und Umlandbereiche in ländlichen Räumen sowie Ordnungsräume, d.h. Räume im Umland von Kiel, Lübeck und Hamburg ein und gibt hierfür spezifische Entwicklungsziele vor;
  • gibt Ziele und Grundsätze für das schleswig-holsteinische Küstenmeer und die Küstenzonen vor und sorgt dafür, dass die Potenziale besser genutzt, nachhaltig entwickelt und mit anderen Raumnutzungen abgestimmt werden;
  • legt Landesentwicklungsachsen entlang der wichtigsten überregionalen Verkehrswege fest und schafft die Möglichkeit, in den Regionalplänen neue Standorte für Gewerbegebiete von überregionaler Bedeutung festzulegen.

Siedlungsstruktur und Siedlungsentwicklung

Der Landesentwicklungsplan

  • stellt das Zentralörtliche System als räumliches Schwerpunktsystem dar, um die Daseinsvorsorge im Land langfristig zu sichern;
  • legt die Zentralen Orte, die Stadtrandkerne, die Ortslagen auf den Siedlungsachsen und die weiteren Gemeinden mit einer besonderen Funktion als Schwerpunkte für Wohnungsbau und gewerbliche Entwicklung fest;
  • gibt einen Rahmen vor für die wohnbauliche Entwicklung in Gemeinden, die keine Schwerpunkte für den Wohnungsbau sind;
  • trifft Aussagen zum großflächigen Einzelhandel.

Wirtschaft und Infrastruktur

Der Landesentwicklungsplan

  • stellt die wichtigsten verkehrspolitischen Entwicklungsziele dar;
  • schafft Voraussetzungen für mehr Windenenergie im Land und leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine sichere, unabhängige und umweltverträgliche Energieversorgung im Land;
  • sorgt für die Rohstoffsicherung und Möglichkeiten zum Abbau oberflächennaher Rohstoffe, indem er Vorgaben für die Ausweisung von Vorrang- und Vorbehaltsgebieten in den Regionalplänen macht;
  • sichert Tourismus und Erholung im Land und schafft Voraussetzungen für eine wettbewerbsfähige und nachhaltige Weiterentwicklung, unter anderem durch die Ausweisung von Schwerpunkt- und Entwicklungsräumen;
  • trägt zur Sicherung und Weiterentwicklung der Land- und Forstwirtschaft bei.

Ressourcenschutz und Ressourcenentwicklung

Der Landesentwicklungsplan

  • sorgt dafür, dass in den Regionalplänen Vorranggebiete für den Naturschutz, Vorbehaltsräume- und gebiete für Natur- und Landschaft, Regionale Grünzüge und Grünzäsuren sowie Vorrang- und Vorbehaltsgebiete für Grundwasser- und Binnenhochwasserschutz ausgewiesen werden und sichert damit Natur und Umwelt.

Text, Karte und Umweltbericht

Der Landesentwicklungsplan besteht aus Text, Karte und einem Umweltbericht, der beschreibt und bewertet, mit welchen voraussichtlichen und erheblichen Umweltauswirkungen aufgrund der Durchführung des LEP zu rechnen ist.

Der Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein 2010 (LEP) ist am 4. Oktober 2010 mit seiner Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft getreten (Amtsbl. Schl.-H. S. 1262). Er ersetzt den Landesraumordnungsplan von 1998.

Informationen zur Entstehung des Landesentwicklungsplans 2010

Aufbau einer Windkraftanlage Aufbau einer Windkraftanlage (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bis 2020 soll in Schleswig-Holstein rechnerisch drei- bis viermal so viel erneuerbarer Strom produziert wie verbraucht werden © A. Birresborn / grafikfoto.de

Teilfortschreibung Windenergie

Per Erlass hat die Landesplanungsbehörde am 23. Juni 2015 bekanntgegeben, dass die Ziffer 3.5.2 des Landesentwicklungsplans 2010 zum Thema Windenergie nicht mehr angewendet wird. Anlass dafür sind Urteile des Oberverwaltungsgerichtes (OVG) Schleswig zur Steuerung der Windenergienutzung. Gleichzeitig hat sie mit dem Erlass das Verfahren zur Fortschreibung der Ziffer 3.5.2 eingeleitet und am 6. Dezember 2016 den ersten Entwurf für die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsplans veröffentlicht. Bis zum 30.Juni 2017 konnten dazu Stellungnahmen abgegeben werden. Der erste Entwurf steht zur Information weiterhin online bei BOB-SH zur Verfügung. Voraussichtlich Ende August 2018 wird die Landesregierung die zweite Entwurfsfassung beschließen. Danach folgt ein zweites Beteiligungsverfahren, in dem erneut Stellungnahmen abgegeben werden können.

Link zu BOB-SH

Gesamtfortschreibung

Parallel zur Teilfortschreibung zum Thema Windenergienutzung führt die Landesplanungsbehörde derzeit eine Gesamtfortschreibung des Landesentwicklungsplans Schleswig-Holstein 2010 durch. Bis Ende 2018 soll ein erster Entwurf vorliegen.

Fortschreibung des Landesentwicklungsplans

Kontakt

Ministerium für Inneres, ländliche Räume und Integration - Landesplanung

Düsternbrooker Weg 92
24105 Kiel

Referatsleitung Grundlagen der Landesentwicklung und Rauminformation
Frank Liebrenz
Telefon: 0431 988-1734

Kristina Schuhoff
Telefon: 0431 988-1836

Weitere Informationen

Der Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein 2010 (LEP) soll fortgeschrieben werden und für die nächsten 15 Jahre neue Perspektiven für das Land aufzeigen. Damit reagiert die Landesplanung auf veränderte Rahmenbedingungen und neue Herausforderungen für Schleswig-Holstein.

Im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung sind die Städte und Gemeinden selbst für ihre räumlichen Planungen zuständig. Soweit dies erforderlich ist, müssen sie hierfür Bauleitpläne (Flächennutzungspläne und Bebauungspläne) aufstellen.

Zu den wichtigsten Aufgaben der Raumordnung gehört die Aufstellung und Fortschreibung der Raumordnungspläne. In Schleswig-Holstein gibt es den Landesentwicklungsplan (LEP) als landesweiten Raumordnungsplan und zurzeit noch fünf Regionalpläne.