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Landespolizei Schleswig-Holstein

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Motorradsicherheit

Verkehrsunfälle mit motorisierten Zweirädern in Schleswig-Holstein

Die Anzahl der Verkehrsunfälle, an denen Motorradfahrer beteiligt waren, und die Anzahl der verunglückten Motorradfahrer war in den letzten 15 Jahren nie so niedrig wie im vergangenen Jahr. Es wurden noch 1.332 (-6,9%) dieser Verkehrsunfälle von der Polizei aufgenommen. Auch wurden mit insgesamt 934 (-6,4%) deutlich weniger Motorradfahrer leicht und mit 301 (-9,6%) schwer verletzt. Jedoch erlitten 18 Motorradfahrer tödliche Verletzungen, das sind 2 mehr als noch im Jahr davor. Der Durchschnitt an getöteten Motorradfahrern der letzten 10 Jahre liegt bei 20. Die Hälfte der Getöteten war im Alter zwischen 45 und unter 65 Jahren. In diesem Alter sind besonders männliche Wiedereinsteiger stark gefährdet.

An 7,8% aller aufgenommenen Verkehrsunfälle waren Motorradfahrer beteiligt. Ihr Anteil an allen Schwerverletzten und Getöteten liegt sogar bei 15,2%.

In 56,6% der Verkehrsunfälle wurden die Motorradfahrer als Hauptunfallverursacher von der Polizei ermittelt. Jeder Dritte dieser Verkehrsunfälle wurde aufgrund den Straßen- und Witterungsverhältnissen nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit verursacht. Bei 12,5% spielten Abstandsverletzungen der Motorradfahrer eine wesentliche Rolle.

Bei Zusammenstößen mit Pkw- und Lkw-Fahrern wurden in 41,6% Fehler beim Abbiegen als Unfallursache festgestellt; in 21% waren Fehler beim Abbiegen nach links hauptunfallursächlich. In solchen Situationen werden Motorradfahrer in Verbindung mit nicht angepasster Geschwindigkeit häufig übersehen. In 25,8% wurden Vorfahrtsverletzungen des Pkw- und Lkw-Fahrer festgestellt.

Motorradfahrer verunglückten in den Sommermonaten Mai bis September am häufigsten. 64 % der Verunglückten wurden innerhalb geschlossener Ortschaften registriert. Männer verunglücken fünfmal häufiger als Frauen. Die größte Risikogruppe mit 37,9 % stellen die 45- bis unter 65-Jährigen dar. Danach verunglücken die 15- bis unter 25-Jährigen am zweithäufigsten.

Die Verkehrsunfallstatistik weist seit Jahren aus, dass die Anzahl der verunglückten Motorradfahrer ab 45 Jahren im Vergleich zu anderen Altersgruppen sehr hoch ist. Häufig handelt es sich bei diesen Unfallbeteiligten um Wiedereinsteiger, denen es nach vielen Jahren der Abstinenz an Fahrpraxis mangelt und die ihr Motorrad nicht sicher beherrschen. Diese Altersgruppe besitzt jedoch die meisten Motorräder und hat damit auch die höchste Fahrleistung.

Ähnlich stark gefährdet sind Neueinsteiger, die nicht über die notwendige Fähigkeit der sicheren Handhabung bereits kleiner Maschinen verfügen.

Männer verunglücken fünfmal häufiger als Frauen. Die größte Risikogruppe mit 35,6% stellen die 15 bis unter 25jährigen dar. Danach verunglücken die 45 bis unter 65jährigen am zweithäufigsten.

Tipps und Maßnahmen der Polizei

Der überwiegende Teil er verunglückten Motorradfahrer verursachte den Unfall selbst oder war Mitverursacher, Hauptunfallursache Nr. 1 ist nach wie vor die überhöhte und die nicht angepasste Geschwindigkeit.

Die Polizei wird deswegen, wie in den vergangenen Jahren auch, gezielte Überwachungsmaßnahmen insbesondere an Unfallhäufungsstellen und unfallbelasteten Strecken durchführen, um die Unfallzahlen zu senken. Damit werden motorisierte Zweiradfahrer und andere Verkehrsteilnehmer vor schweren Schäden bewahrt.

Insbesondere für den Wiedereinstieg nach dem Winter empfiehlt die Polizei die Teilnahme an Sicherheitstrainings.

Liebe Bikerinnen und Biker,
achten Sie auf Ihre Geschwindigkeit und passen Sie aufeinander auf!

Ihre Landespolizei Schleswig-Holstein