Maßnahmenblatt

Ressort
Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur (MEKUN)
 
Referat
V 54
 
Übergeordnetes Ziel
Schleswig-Holstein schafft Barrierefreiheit beim Erleben von Natur und Umwelt
 
Titel der Maßnahme
Didaktische und kommunikative Neukonzeption des gesamten BesucherInformationsSystems für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer (BIS) durch Entwicklung eines neuen und auf Inklusion ausgelegten Kommunikationskonzeptes und bf Angeboten
 
Beschreibung
    1. in normaler Sprache:

      I. Ziel des Projektes
      Ziel ist ein barrierefreies und kinderfreundliches BesucherInformationsSystem (BIS) mit Informationszugängen für seh- und mobilitätseingeschränkte Besucher*innen im und am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.

      Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist UNESCO-Biosphärenreservat und Teil des UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer. Die gesamte Festlandsküste sowie die Inseln und Halligen sind Eintrittsorte in das Schutzgebiet. Für die intensiv touristisch genutzte Destination besteht ein großer Bedarf an Informationen und naturverträglicher Besucherlenkung. Informationstafeln sind dabei für die allermeisten Besucherinnen und Besucher die wichtigste Informationsquelle. Das aktuelle Besucherinformationssystem besteht seit 1997 und umfasst rund 750 Elemente an rund 320 Standorten.
      Das Projekt soll das bisherige Angebot in ein zeitgemäßes, zukunftsweisendes, barrierearmes und kinderfreundliches Besucherinformationssystem mit analogen Informationen im Gelände modernisieren und umbauen, hinterlegt in einem Geoinformationssystem und kombiniert mit einem Web-Auftritt, der zudem aktuelle und vertiefende Informationen zum Schutzgebiet gibt.
      Inklusion, Service, Komfort und Nutzbarkeit sind dabei die zentralen Rahmenbedingungen und für immer mehr Besucherinnen und Besuchern unverzichtbare Qualitätsmerkmale.
      Deshalb soll das Konzept für dieses neue Besucher-Informationssystem auch die Bedarfe von sehbehinderten sowie geh-eingeschränkten Besucherinnen und Besuchern aufgreifen und kindgerechte Elemente beinhalten.

      II. Projektmaßnahmen
      Die Umsetzung des Projektes gliedert sich in verschiedene Module, die aufeinander aufbauen und inhaltlich verbunden sind.
      1. Entwicklung eines Grobkonzeptes für das Vorhaben Barrierefreies BesucherInformationsSystem (BIS) am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer; Gestaltung, Inhalte, Varianten und Standorte, Anforderungen und Vorgaben; kindgerechte Elemente; Umsetzung im Internet; Hinweise zum Aufbau; Erstellung eines Leistungskonzeptes für die weitere Umsetzung
      Das Projekt Grobkonzept wurde in 2024 bearbeitet und abgeschlossen.
      2. Neuentwicklung eines übergreifenden didaktischen und kommunikativen Konzepts
      3. Aufsetzen eines Geoinformationssystems
      4. Ist-Analyse aller bisherigen Standorte
      5. Auswahl der Standorte und passenden Elemente
      6. Neukonzeption der Elemente (Redaktion und Gestaltung der Inhalte usw.); dabei werden Musterentwürfe und Prototypen von Fokusgruppen geprüft und ggf. angepasst
      7. Web-Auftritt des Besucherinformationssystems (z.B. leichte Sprache, mehrsprachig, Video- und Audioinhalte, vertiefende Inhalte) sowie Verbindung zu Social Media Kanälen
      Für die Umsetzung ist eine Projektstelle vorgesehen, die modernes, technisches und teilhabespezifisches Kommunikationswissen benötigt.

    2. in Leichter Sprache:

      Was will das Projekt?
      Das Besucher-Informations-System ist ein Projekt.
      Die kurze Form ist: BIS.
      Das BIS soll barrierearm sein.
      Und das BIS soll kinderfreundlich sein.
      Alle Menschen sollen Infos bekommen können.
      Zum Beispiel:
      • im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
      • am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
      Das ist besonders wichtig für:
      • Menschen mit einer Seh-Behinderung
      • Menschen mit einer Geh-Behinderung.
      Das Besucher-Informations-System soll barrierearm sein.
      Und es soll kinderfreundlich sein.
      Das kurze Wort ist: BIS.
      Alle Menschen sollen Infos bekommen können.
      Zum Beispiel:
      • im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer
      • am Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
      Das ist das Ziel von dem BIS.
      Der Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer ist ein UNESCO-Biosphärenreservat.
      Das heißt:
      Der Nationalpark ist ein besonderer Ort.
      Die Natur soll dort besonders geschützt werden.
      Der Nationalpark ist auch Teil vom UNESCO-Welt-Natur-Erbe Wattenmeer.
      Das heißt:
      Das Wattenmeer ist ein besonderer Ort auf der Welt.
      Die Natur soll dort besonders geschützt werden.
      Man kann an vielen Orten in den Nationalpark gehen.
      Zum Beispiel:
      • an der Küste
      • auf den Inseln
      • auf den Halligen.
      Viele Menschen besuchen den Nationalpark.
      Deshalb brauchen die Menschen viele Infos über den Nationalpark.
      Und die Menschen sollen wissen:
      Wie können sie die Natur nicht stören?
      Dafür gibt es Infotafeln im Nationalpark.
      Die Infotafeln sind für die meisten Menschen die wichtigste Info-Quelle.
      Das Besucher-Informations-System gibt es seit 1997.
      Es hat ca. 750 Infotafeln an ca. 320 Orten.
      Das Projekt soll das Angebot ändern.
      Das Angebot soll modern sein.
      Und das Angebot soll barrierearm sein.
      Außerdem soll das Angebot kinderfreundlich sein.
      Das Angebot ist ein Besucher-Informations-System.
      Das heißt:
      Die Besucher und Besucherinnen bekommen Infos über das Gebiet.
      Die Infos gibt es vor Ort.
      Dafür gibt es ein Geoinformations-System.
      Geoinformations-System ist ein Fachwort.
      Das heißt:
      Man kann Infos über einen Ort auf einer Karte sehen.
      Es gibt auch eine Internet-Seite mit Infos über das Gebiet.
      Auf der Internet-Seite stehen aktuelle Infos über das Gebiet.
      Und es stehen mehr Infos über den Schutz von dem Gebiet auf der Internet-Seite.
      Dabei sind bestimmte Sachen wichtig.
      Zum Beispiel:
      • Inklusion
      • Service
      • Komfort
      • Nutzbarkeit.
      Das sind auch wichtige Sachen für die Besucher und Besucherinnen.
      So sehen die Besucher und Besucherinnen:
      Ist etwas gut oder schlecht?
      Deshalb soll das neue Infoterminal auch für Menschen mit Behinderung sein.
      Zum Beispiel:
      • für Menschen mit Seh-Behinderung
      • für Menschen mit Geh-Behinderung.
      Und das Infoterminal soll auch für Kinder gut sein.

      Was soll bei dem Projekt gemacht werden?
      Das Projekt hat verschiedene Teile.
      Die Teile heißen: Module.
      Die Module gehören zusammen.
      Und die Module bauen aufeinander auf.
      Das Projekt hat verschiedene Teile.
      Die Teile heißen: Module.
      Die Module gehören zusammen.
      Und die Module bauen aufeinander auf.
      • Es soll ein Barrierefreies Besucher-Informations-System geben.
      Die kurze Form ist: BIS.
      Das BIS soll im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer sein.
      Dafür muss man einen Plan machen.
      Zum Beispiel:
      ? Wie soll das BIS aussehen?
      ? Was soll im BIS stehen?
      ? Wo soll das BIS sein?
      ? Was muss man für das BIS machen?
      ? Was darf man für das BIS nicht machen?
      ? Was sollen Kinder im BIS machen können?
      ? Wie kann man das BIS im Internet machen?
      ? Wie kann man das BIS bauen?
      Man muss auch einen Plan für die Arbeit am BIS machen.
      Das Projekt Grobkonzept wurde 2024 fertig.
      • Wir machen einen neuen Plan.
      Der Plan ist für die Arbeit mit den Menschen.
      Und der Plan ist für die Kommunikation mit den Menschen.
      • Wir machen ein Geoinformations-System.
      • Wir prüfen alle bisherigen Orte.
      • Wir wählen die Orte und passenden Teile aus.
      • Wir machen neue Teile.
      Zum Beispiel:
      ? Texte
      ? Bilder
      ? Videos
      ? Audios.
      Wir machen Muster von den Teilen.
      Fokus-Gruppen prüfen die Muster.
      Vielleicht müssen wir die Muster ändern.
      • Es soll eine Internet-Seite für das Besucher-Informations-System geben.
      Auf der Internet-Seite soll es zum Beispiel:
      ? Leichte Sprache geben
      ? Verschiedene Sprachen geben
      ? Videos geben
      ? Audios geben
      ? Mehr Infos geben.
      Die Internet-Seite soll auch mit Social Media verbunden sein.
      Für die Umsetzung gibt es eine Projekt-Stelle.
      Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von der Projekt-Stelle müssen bestimmte Sachen können.
      Zum Beispiel:
      • Wie kann man mit moderner Technik gut kommunizieren?
      • Wie kann man mit moderner Technik für Teilhabe sorgen?

 
Zeitrahmen
01/2026 bis 12/2030
 
Umsetzungsstand
Ausführungen zum Umsetzungsstand werden zeitnah ergänzt.
 
Handlungsfelder
    1: Bewusstseinsbildung
    10: Barrierefreie Kommunikation und Information
 
Ziel / Maßnahme
Z 1 M 3
 
Status
begonnen
 
letzte Änderung
21.04.2026 - 13:47 Uhr

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