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Thema : Flächenmanagement in Schleswig-Holstein

Hintergründe

Flächensparen heißt, weniger Flächen für Siedlungen und Verkehr neu zu beanspruchen und notwendige oder wünschenswerte Siedlungsentwicklung möglichst auf bereits in Anspruch genommenen Flächen umzusetzen.

Letzte Aktualisierung: 10.02.2026

Grundlagen für das Flächenmanagement

Raumordnungspläne

Landesprogramm Bodenschutz

Mit Kabinettsbeschluss vom 12. Januar 2021 hat die Landesregierung das Projekt Nachhaltiges Flächenmanagement auf den Weg gebracht. Insgesamt 30 Millionen Euro und sieben Planstellen stehen bis Ende 2026 auf der Landesebene für das Projekt zur Verfügung. Ergänzt werden diese durch einen "Baulandfonds" mit einem Kreditvolumen von bis zu 100 Millionen Euro bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Das Arbeitsprogramm des Projekts Nachhaltiges Flächenmanagement ergibt sich aus den politischen Beschlüssen zum "Landesprogramm zum Schutz der Böden und zum nachhaltigen Flächenmanagement" und zum "Landesentwicklungsplan Schleswig-Holstein - Fortschreibung 2021".

Gesetzliche Grundlagen und Steuerung des Flächensparens

Die flächenpolitische Strategie muss vor allem in den Kommunen umgesetzt werden. Das erforderliche Instrumentarium liefert das Baugesetzbuch (BauGB). Der Vorrang der Innen- vor der Außenentwicklung – und damit der Gedanke einer nachhaltigen Stadtentwicklung – ist darin verankert (§ 1 Abs. 5) ebenso wie Bedeutung des Bodens als hohes Gut und somit das Ziel des Flächensparens (§1a Abs. 2 so genannte Bodenschutzklausel).

Leitvorstellungen und Vorgaben für eine ausgewogene Siedlungs- und Freiraumstruktur ergeben sich außerdem aus dem Raumordnungsgesetz des Bundes und den Landesplanungsgesetzen bzw. den Landesentwicklungs- und Regionalplänen der Bundesländer.

Beschluss der Raumentwicklungsministerkonferenz (RMK)

Auf der 49. Sitzung der Raumentwicklungsministerkonferenz am 27.11.2025 in Bremen wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen und den damit einhergehenden wachsenden Flächenbedarfen und Nutzungsinteressen das „Leitbild: Flächenbedarfe und Flächenkonkurrenzen gestalten“ beschlossen. Die Raumentwicklungsministerkonferenz erkennt den positiven Trend der Reduzierung der Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungs- und Verkehrsflächen in den letzten Jahren an, formuliert in dem Leitbild dennoch weitere konkrete Handlungsansätze zum bewussten und sparsamen Umgang mit der Fläche.

Weitere HIntergründe zum Projekt

Zielvorgaben

Was soll mit dem Projekt erreicht werden? Hier informieren wir über die Zielsetzungen zum Flächensparen in Deutschland und Schleswig-Holstein.

Teilprojekte

Was machen wir, um die Ziele zu erreichen? Hier erläutern wir die Aufgaben des Kernprojekts, der beteiligten Landesressorts und Akteure.

Monitoring

Wie stellen wir fest, ob das Projekt Wirkung entfaltet? Hier finden Sie Informationen zur Berichterstattung und Nachsteuerung im Rahmen des Projekts.

Beispiel: Teaserboxen - dreispaltig

Flächen neu in Anspruch nehmen

Was verstehen wir darunter, Flächen neu in Anspruch zu nehmen? Und warum ist das nicht dasselbe wie Versiegelung?

Nachhaltiges Flächenmanagement

Was brauchen Kommunen und weitere Akteure für ein nachhaltiges Flächenmanagement und welche Vorteile bringt es? Hier erfahren Sie mehr.

Publikationen und Projekte auf Bundesebene

Aktion Fläche – Portal für Kommunales Flächensparen

Aktion Fläche ist die Informations- und Kommunikationsplattform des Bundes zum Thema Flächensparen. Das Internet-Portal bietet Informationen über Strategien, Instrumente, Werkzeuge und Praxisbeispiele, die auf einen sparsamen Umgang mit der Ressource Fläche zielen. Angesprochen werden Akteure in Städten und Gemeinden. Angeboten werden Fachinformationen darüber, wie Flächensparen vor Ort umgesetzt werden kann. Das Portal ist zugleich ein Angebot der Kommunikation und Vernetzung für Flächenakteure vor Ort, die ihre Aktivitäten einem breiten Personenkreis bekannt machen wollen.

Aktion Fläche | Portal für kommunales Flächensparen (aktion-flaeche.de)

Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt berät das Bundesumweltministerium im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren und sonstigen Aktivitäten, u. a. zum Thema Flächensparen. Außerdem führt es Forschungsvorhaben durch, um daraus Kriterien für eine effiziente Siedlungsentwicklung abzuleiten, oder zu Ansätzen, um Planungsrecht und Planungsinstrumente noch stärker auf Flächensparen und Innenentwicklung auszurichten. Forschungsergebnisse und Handlungsempfehlungen sind auf den Internetseiten des Amtes veröffentlicht.

Flächensparen – Böden und Landschaften erhalten | Umweltbundesamt

REFINA-Projekt

REFINA steht für "Forschung für die Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement" und war ein Förderschwerpunkt verschiedener Bundesministerien im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung.

Zwischen 2006 und 2012 wurden mehr als 110 Projekte für eine effiziente Flächennutzung über REFINA gefördert. Ziel war es, innovative Lösungsansätze und Strategien für eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und ein nachhaltiges Flächenmanagement zu erarbeiten und in Form von Demonstrationsvorhaben zu testen. Die Internetseiten zum Projekt werden nicht mehr aktualisiert und geben den Forschungsstand von 2012 wieder. Sie dokumentieren jedoch eine Vielzahl von Produkten und Projekten zum Thema Flächensparen.

REFINA (refina-info.de)

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