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Thema : Ostseeschutz.SH

Neue marine Naturschutzgebiete in der Ostsee in Kraft getreten

31.03.2026: Seit März gibt es drei neue Meeresschutzgebiete in der Ostsee. Damit wird so viel Fläche der schleswig-holsteinischen Ostsee geschützt, wie noch nie und auch international Maßstäbe gesetzt.

Letzte Aktualisierung: 01.04.2026

Bei der feierlichen Einweihung der ersten Infotafel für das Gebiet „Ostseefläche südliche Hohwachter Bucht“ sagte Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt: „Wir Menschen sind Teil der Natur und leben von ihr. Dass wir dabei oft auch Schaden anrichten, sehen wir in unserer Ostsee deutlich. Mit den neuen Meeresschutzgebieten bekommen Fische und Schweinswale, Seegraswiesen und Seevögel wichtige Ruheoasen. Hier können Pflanzen und Tiere buchstäblich aufatmen. Damit entfaltet ein Highlight des Aktionsplans seine Wirkung.“ Mit dem Aktionsplan Ostseeschutz werden bis 2030 12,5 % der Ostsee unter strengen Schutz gestellt. Nach nur zwei Jahren ist durch die drei neuen Meeresschutzgebiete nun schon für 7,56 % der strenge Schutz erreicht.
 
„Und auch wir Menschen profitieren von gesunden Meeren: Intakte Ökosysteme speichern CO2, gleichen Wetterextreme aus und liefern wertvolle Nahrungsmittel. Die Schutzgebiete sind also auch eine wichtige Investition in unsere Zukunft“, betont Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt. Und weiter: „Vor zwei Jahren haben wir das größte Ostseeschutzpaket in der Geschichte Schleswig-Holsteins beschlossen, den APOS. Auch wenn der Weg dahin herausfordernd war, hat sich jede Veranstaltung, jedes Gespräch und jede Debatte über den besseren Schutz unseres Heimatmeeres gelohnt. Ostseeschutz ist heute Teil des schleswig-holsteinischen Lebensgefühls, so wie es das Leben mit dem Meer schon immer war."

Die drei neuen Meeresschutzgebiete
Auf Basis verschiedener Untersuchungen zur Ostsee wurden Gebiete ausgewählt, die aufgrund ihrer Artenvielfalt, Lebensräume, Entwicklungsmöglichkeiten und bestehenden Belastungen besonders schutzwürdig sind. Entscheidend sind v.a. das Vorkommen gefährdeter Arten und Lebensräume sowie deren Bedrohung.

Ostseefläche südliche Hohwachter Bucht
Hier befinden sich besonders wertvolle Meeresbodenhabitate wie Riffe, Seegraswiesen und Großalgen. Durch die besondere Lage innerhalb der flachen Hohwachter Bucht ist das Gebiet mit starkem Lichteinfall und einer hohen biologischen Produktivität ganzjährig ein wichtiger Ort für See- und Küstenvögel, die hier rasten, überwintern und Nahrung finden. Eine besondere Bedeutung hat das Gebiet durch die Nähe zu den Strandseen im Süden der Hohwachter Bucht, die als Überwinterungsgebiet und Brutplatz genutzt werden.
 
Ostseefläche Geltinger Bucht bis Schleimündung
Dieses Naturschutzgebiet umfasst Wasserflächen der Ostsee im Bereich der äußeren Flensburger Förde um die Geltinger Birk bis zur südlich davon gelegenen Schleimündung. Auch hier befinden sich besonders wertvolle Habitate wie ausgedehnte und vergleichsweise tiefliegende Riffstrukturen und Bestände von Großalgen und Seegras. Außerdem finden ostseeweit gefährdete Arten von teils internationaler Bedeutung hier Nahrungs-, Rast- und Fortpflanzungsgebiete.
 
Ostseefläche westlich Fehmarn
Der hier geschützte Bereich repräsentiert das größte zusammenhängende Flachwassergebiet der westlichen Ostsee und beinhaltet maßgebliche Teile des größten zusammenhängenden Riffes im schleswig-holsteinischen Teil des Binnenmeeres. Es enthält ausgedehnte Muschelbänke mit einer artenreichen Wirbellosenfauna und hat eine herausragende Bedeutung als Hotspot für überwinternde Meeresenten und weist zudem bedeutende Vorkommen des Schweinswals auf.

Die Gebiete grenzen zum Teil an bereits bestehende Naturschutzgebiete und erfüllen somit eine Vernetzungsfunktion für die Wanderung, die geographische Verbreitung und den genetischen Austausch wildlebender Arten. Mehr zu den neuen marinen Naturschutzgebieten finden Sie hier.

Die vollständige Pressemitteilung lesen Sie hier.

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