Fachkräfte werden in vielen Branchen schon jetzt händeringend gesucht. Mit der Fachkräfteinitiative soll dem sich abzeichnenden Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.
Aktuell: Ökologische Transformation und der Arbeitsmarkt
Die Landesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Schleswig-Holstein bis 2040 zum ersten klimaneutralen Industrieland zu machen. Eine Voraussetzung dafür ist, dass es im Land genügend qualifizierte Fachkräfte gibt. Hierfür wird die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein ein Klimaschutz-Fachkräfteprogramm entwickeln.
In einem ersten Schritt hat das Wirtschaftsforschungsunternehmen Prognos im Auftrag des Landes die zu erwartenden Bedarfe in den kommenden Jahren untersucht. Die Ergebnisse liegen nun vor und können in der nebenstehenden Box heruntergeladen werden.
Fachkräftebedarf bis 2035
Die Deckung des Fachkräftebedarfs ist eine große Herausforderung für die schleswig-holsteinische Wirtschaft. Aktuelle Studien prognostizieren einen demografiebedingten Fachkräftemangel von 180.000 Menschen. Geht man zusätzlich von einem Wachstum der Wirtschaft aus, könnten bis 2035 mehr als 300.000 Fachkräfte fehlen.
Die "Fachkräfteprojektion 2035 für Schleswig-Holstein" kommt zu dem Ergebnis, dass knapp 13 Prozent der Stellen in 2035 gegenüber dem Basisjahr 2018 nicht mehr besetzt werden könnten. Der Hauptgrund hierfür liegt in der sogenannten Babyboomer-Generation. Während sich im Jahr 2030 erst etwa die Hälfte dieser Generation im Rentenalter befinden dürfte, wird im Jahr 2035 diese Generation nahezu vollständig das typische Erwerbsalter verlassen haben.
Vor dem Hintergrund des Strukturwandels durch Digitalisierung und den steigenden Qualifikationsanforderungen stellen die Fachkräftegewinnung, -bindung und -qualifizierung zentrale Herausforderungen für Schleswig-Holsteins Wirtschaft dar.
Um dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken, wurde bereits im Oktober 2012 die Fachkräfte Initiative Schleswig-Holstein gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften, Hochschulen und den kommunalen Spitzenverbänden ins Leben gerufen.
Ziel der Fachkräfte Initiative ist die Entwicklung und Sicherung des Fachkräfteangebotes in Schleswig-Holstein. Hintergrund hierfür ist die prognostizierte Fachkräftelücke von 180.000 Menschen, die dem Arbeitsmarkt im Land 2035 fehlen werden, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.
Kooperation mit Partnern
In der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein agiert die Landesregierung zusammen mit ihren Kernpartnern: dem Unternehmensverband Nord, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Nord, der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein, der Handwerkskammer Schleswig-Holstein und der Bundesagentur für Arbeit- Regionaldirektion Nord.
Eckpunkte zur Weiterentwicklung der FI.SH
2019 hat das Land die Fachkräfteinitiative (FI.SH) neu ausgerichtet und die Aktivitäten auf die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie auf die für Schleswig-Holstein wichtigen Branchen mit großem Handlungsbedarf, Pflege, Handwerk, Logistik sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe konzentriert.
Mit dem Hintergrund der veränderten Bedarfe wurde sich innerhalb der neuen Landesregierung 2022 auf eine Weiterentwicklung der FI.SH geeinigt, in der die Ziele und Schwerpunktbranchen der FI.SH nach fachlicher Bewertung erweitert werden sollten. Ziel ist eine bedarfsgenauere Ausrichtung und stärkere Fokussierung auf bestehende Problemlagen. Das Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der FI.SH wurde am 4. April 2023 durch das Kabinett beschlossen. Die neuen Handlungsfelder und zusätzlichen Schwerpunktbranchen können dem Eckpunktepapier entnommen werden.
Im nächsten Schritt geht es um die Umsetzung von Maßnahmen in Zusammenarbeit mit Partnern, Wirtschaft und der gesamten Landesregierung, Nur mit einer gemeinsamen Herangehensweise wird Schleswig-Holstein weiterhin erfolgreich, wettbewerbsfähig und attraktiv für die Fachkräfte von morgen sein können.
Zentrale Projekte zur Unterstützung der FI.SH
Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung: Das vom Land gefördert Beratungsnetzwerk berät und unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) über die verschiedenen Möglichkeiten der Fachkräftesicherung. Beratungsnetzwerk Fachkräftesicherung
Seit dem 1. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) in Kraft. Dadurch wird es für Unternehmen in Schleswig-Holstein einfacher, Fachkräfte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union zu akquirieren.
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