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Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung : Thema: Ministerien & Behörden

Aminata Touré

Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung

Pflege und Beruf besser vereinbaren: Woche der pflegenden Angehörigen gestartet

Mehr als 100 Veranstaltungen in Schleswig-Holstein informieren über Unterstützung für pflegende Angehörige. Im Mittelpunkt steht die bessere Vereinbarkeit von Pflege, Beruf und selbstbestimmtem Leben.

Letzte Aktualisierung: 14.09.2026

Mehr als 80 Prozent der pflegebedürftigen Menschen in Schleswig-Holstein werden zu Hause versorgt. Die Pflege übernehmen meist Familienmitglieder, Freund*innen oder andere nahestehende Personen. Für viele ist es eine große Herausforderung, Pflege, Beruf und das eigene Leben miteinander zu vereinbaren.

Die vom Sozialministerium geförderte „Woche der pflegenden Angehörigen“ findet in diesem Jahr zum dritten Mal statt. Mehr als 100 Veranstaltungen informieren landesweit über Beratung, Unterstützung und Entlastungsmöglichkeiten.

Sozialministerin Aminata Touré hat heute, am 14.09., die Aktionswoche eröffnet und betonte die Bedeutung besserer Rahmenbedingungen für pflegende Angehörige. Auch eine Veranstaltung des Landes soll im September Gelegenheit zum Austausch mit Betroffenen und Interessierten bieten: www.schleswig-holstein.de/zukunft-der-pflege

Sozialministerin Aminata Touré mit Teilnehmenden des Termins.
Sozialministerin Aminata Touré hat heute die Woche der pflegenden Angehörigen eröffnet. Dazu informierte sich Ministerin Touré bei der NAH.SH über das von der AOK NordWest finanzierte Pilotprojekt „Pflege-Guides“.

Pflege-Guides in Unternehmen

Zum Auftakt informierte sich Touré bei der NAH.SH über das Pilotprojekt „Pflege-Guides“. Dabei werden Beschäftigte zu betrieblichen Ansprechpersonen für das Thema Pflege und Beruf qualifiziert.

Pflege-Guides geben Kolleg*innen eine erste Orientierung, informieren über betriebliche und gesetzliche Unterstützungsmöglichkeiten und helfen bei der Suche nach individuellen Lösungen. Das von der AOK NordWest finanzierte Pilotprojekt richtet sich an Unternehmen in ganz Schleswig-Holstein.

Wirtschaftliche Folgen der Pflege

Nicole Knudsen vom Verein wir pflegen SH e.V. wies auf die langfristigen Folgen für pflegende Angehörige hin. Die durchschnittliche Pflegezeit liegt inzwischen bei mehr als sieben Jahren. Rund 70 Prozent der Pflegenden sind unter 64 Jahre alt und damit im erwerbsfähigen Alter.

Eine reduzierte Erwerbstätigkeit kann zu Einkommensverlusten und geringeren Rentenansprüchen führen. Eine bessere Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist deshalb auch eine wichtige soziale und wirtschaftliche Frage.

Aktionswoche mit mehr als 100 Veranstaltungen

Das Programm der Aktionswoche umfasst Vorträge, Informationsveranstaltungen, Beratungsangebote und Gesprächsrunden. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Pflege, Beruf und ein selbstbestimmtes Leben besser miteinander verbunden werden können.

Die „Woche der pflegenden Angehörigen“ wird von wir pflegen SH organisiert und durch das Forum Pflegegesellschaft sowie das Kompetenzzentrum Demenz unterstützt. Das Sozialministerium fördert die Aktionswoche mit rund 40.000 Euro.

Weitere Informationen und alle Termine: wwww.woche-der-pflegenden-angehoerigen-sh.de

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