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Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung : Thema: Ministerien & Behörden

Aminata Touré

Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung

Schleswig-Holstein stärkt die berufliche Inklusion

Fünf Millionen Euro fließen in die Modernisierung von Inklusionsbetrieben. Das Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv“ wird bis 2027 ausgeweitet.

Letzte Aktualisierung: 21.07.2026

Mitarbeiter Fabian Steffanowski, Zimmerer Tim Sorgenfrei und Sozialministerin Aminata Touré stehen in einer Werkstatt.
Sozialministerin Aminata Touré hat heute die Zimmerei Sorgenfrei in Blumenthal besucht. Die Zimmerei hat an unserem Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeiten inklusiv“ teilgenommen.

Schleswig-Holstein investiert in die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das Integrationsamt stellt einmalig fünf Millionen Euro für die Modernisierung anerkannter Inklusionsbetriebe bereit. Außerdem wird das Modellprojekt „Übergänge schaffen – Arbeit inklusiv“ bis 2027 mit jährlich 1,5 Millionen Euro fortgeführt.

Ziel ist es, mehr Menschen mit Behinderungen den Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen und Unternehmen bei Ausbildung und Beschäftigung zu unterstützen.

Mehr Unterstützung für Unternehmen

Unternehmen können finanzielle Förderungen erhalten, wenn sie Menschen mit Behinderungen ausbilden oder beschäftigen. Neu sind:

  • bis zu 10.000 Euro für einen neuen Ausbildungsplatz,
  • bis zu 10.000 Euro bei einer unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung,
  • bis zu 10.000 Euro für neue Arbeitsplätze innerhalb von fünf Jahren.

Zusätzlich übernimmt das Integrationsamt die Kosten für die rehabilitationspädagogische Zusatzqualifizierung betrieblicher Ausbilder*innen. Auch Lohnkostenzuschüsse für Minijobs sowie Beratung durch Integrationsfachdienste bleiben bestehen.

Erfolgreiches Modellprojekt

Das Modellprojekt besteht seit 2018. Bisher nahmen 146 Menschen teil. Die Zimmerei Sorgenfrei konnte dadurch einen Mitarbeitenden dauerhaft aus einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen in den allgemeinen Arbeitsmarkt übernehmen.

Fünf Millionen Euro für Inklusionsbetriebe

Anerkannte Inklusionsbetriebe erhalten ein einmaliges Modernisierungsprogramm in Höhe von fünf Millionen Euro. Die Förderung soll Investitionen ermöglichen und Arbeitsplätze von schwerbehinderten Menschen langfristig sichern.

Inklusionsbetriebe sind eigenständige Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarktes. Mindestens 30 Prozent ihrer Beschäftigten sind schwerbehinderte Menschen, die besondere Unterstützung benötigen.

Finanzierung

Die Modernisierung der Inklusionsbetriebe und der größte Teil des Modellprojekts werden aus der Ausgleichsabgabe finanziert. Diese zahlen Arbeitgeber*innen, die die gesetzliche Beschäftigungsquote für schwerbehinderte Menschen nicht erfüllen.

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