MELSDORF. Jugendminister Heiner Garg eröffnet heute (10.08.) per Videobotschaft den Schleswig-Holsteinischen Landesjugendkongress in Melsdorf. Rund 44 Kinder und Jugendliche aus 17 Einrichtungen der stationären Erziehungshilfe in Schleswig-Holstein nehmen am Kongress teil, um sich über ihre Beteiligungsmöglichkeiten auszutauschen.
Minister Garg betont: „Die Kinder und Jugendlichen haben die Auswirkungen der Pandemie besonders gespürt. Sie mussten ihre Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Einrichtungen, in denen sie leben, über Monate stark einschränken und konnten auch anderen Freizeitbeschäftigungen nicht wie gewohnt nachgehen. Vor diesem Hintergrund ist es umso wesentlicher, dass auf dem Landesjugendkongress unter dem passenden Motto „Gesehen werden“ ihre Stimme gehört wird.“
Der Landesjugendkongress trägt maßgeblich zu einer landesweiten Stärkung des Beteiligungsgedankens bei und setzt wichtige Impulse zur beteiligungsfreundlichen Gestaltung der Jugendhilfeeinrichtungen. Bereits seit 1989 ist durch die UN-Kinderrechtskonvention das unveräußerliche Recht auf Beteiligung zugesichert. Auf dem Beteiligungskongress, der zum fünften Mal stattfindet, tauschen Kinder und Jugendliche ihre Erfahrungen, Wünsche und Erwartungen an das Leben in ihrer Wohneinrichtung aus. Themen, die im Vorfeld in einer Zukunftswerkstatt ausgewählt wurden, sind unter anderem „Bekleidungs- und Taschengeld“, „Regeln zu Zeiten in der Gruppe“ und „Geld als Druckmittel“. Auch die begleitenden Fachkräfte können den Kongress nutzen, um sich in einem eigenen Workshop über die Bedarfe an politischer Bildung auszutauschen.
Ursprünglich war der Kongress im üblichen Rhythmus 2020 geplant, musste jedoch pandemiebedingt abgesagt werden. Nun kann der Kongress in diesem Jahr nachgeholt werden. Hierzu war es notwendig, die Teilnehmendenzahl auf die Hälfte der üblichen Anzahl zu reduzieren und den Kongress in größeren Räumen zu veranstalten.
Der Landesjugendkongress findet in Kooperation mit dem Jugendhilfe-Netzwerk Nord-Ost in Rendsburg statt und 2021 zum ersten Mal gemeinsam mit Dr. Christian Meyer-Heidemann, dem Landesbeauftragten für politische Bildung.
Ansprechpartnerin beim JugendhilfeNetzwerk Nord-Ost: Rebecca Schoemer, rebecca.schoemer@netzwerk-nord-ost.de, Tel.: 04331-138 130
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