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Ministerium für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung : Thema: Ministerien & Behörden

Aminata Touré

Ministerin für Soziales, Jugend, Familie, Senioren, Integration und Gleichstellung

Rede von Aminata Touré zu TOP 12+13+23+46: "Übergang Kita – Grundschule und Verpflichtende Sprachtests und Offensive zur Stärkung der Grundschulen" am 13.07.2023



Letzte Aktualisierung: 13.07.2023

Es gilt das gesprochene Wort.

Kinder zu unterstützten, damit sie gestärkt und selbstbewusst in die Grundschule gehen können. Darum geht es.

Damit das gelingen kann, braucht es:

  • gut ausgestattete Kitas
  • ausreichend und gut ausgebildete Fachkräfte.

Genau deshalb ist es richtig, dass wir als Sozial- und Bildungsministerium einen Schwerpunkt auf die Stärkung und Gewinnung von Fachkräften gelegt haben.

Unser zweiter gemeinsamer Schwerpunkt ist der Übergang von der Kita zur Schule.

Im Herbst werden wir dazu eine Veranstaltung machen.

Mit Fachkräften aus Grundschulen und Kitas, Personen aus der Wissenschaft, Eltern und Kindern.

Die Bildungsministerin und ich sind überzeugt:

Ein systematisches und aufeinander abgestimmtes Vorgehen ist dabei wichtig.

Besonders dann, wenn wir uns vor Augen führen, dass die Fachkräfte in Kitas und Grundschulen gerade in den letzten Jahren unfassbar viel geleistet haben.

Wir stellen immer wieder fest, dass Gesellschaft komplexer wird, die sozialen Strukturen immer wichtiger im Auffangen dieser Komplexität werden.

Deshalb ist es notwendig, diese Strukturen, nämlich Kita und Schulen, aber vor allem die Menschen die dort arbeiten, zu stärken.

Fachkräfte, die alles dafür gegeben haben, dass jedes Kind in diesen besonderen Zeiten abgeholt wird.

Dafür möchte ich mich an dieser Stelle von ganzem Herzen bedanken.

In unserem Koalitionsvertrag steht, dass wir „den Übergang von Kita zu Schule beziehungsweise den Start in die Schule gut organisieren und damit Kinder stärken“ wollen.

Dem Bericht der Bildungsministerin haben Sie entnehmen können, welche Punkte wichtig sind.

Was ich betonen und ergänzen möchte, ist folgendes:

Es geht im Grundsatz darum Kinder zu unterstützen, damit sie selbstbewusst und selbstwirksam werden.

Darum, dass es uns gelingt eine reale Chancengerechtigkeit und Teilhabe hinzubekommen.

Und das Kinder befähigt sind, zu lesen, zu sprechen und zu rechnen.

Dafür ist Bildung so wichtig.

Genauso wichtig ist es, dass Kinder unterstützt und in ihren jeweiligen Fähigkeiten gestärkt werden.

Dass sie erfahren, dass ihre Sicht der Dinge, ihre Ideen und Vorstellungen ernstgenommen werden und wichtig sind.

Vor zwei Wochen war ich mit unserer Bundesfamilienministerin Paus bei der Kita Amrumring.

Ich bin begeistert davon gewesen, wie Demokratiebildung vor Ort gelebt wird.

Dass Kinder mitgestalten und mitentscheiden.  Darum geht es!

Der SPD sind beim Übergang Kita-Schule weitere Aspekte wichtig:

  • Warum Kinder nicht in Kitas gehen.

Datenlage über vorschulische Förderung von Kindern der Förderschule

In Schleswig-Holstein gehen 10% der Kinder nicht in die Kita.

Oft sind es die, die besonders von den Bildungsangeboten in der Kita profitieren würden.

Wir haben diese Zielgruppe im Blick.

Die Strukturen der Jugendhilfe, also Frühe Hilfen, Familienzentren, Hilfen zur Erziehung und viele andere Projekte, haben deshalb den Auftrag, den Familien zu vermitteln, wie wichtig Kitas für die frühkindliche Bildung ist und wie sie Unterstützung erfahren können.

Zum Vorschlag landeseinheitliche Standards für Sprachförderkurse:

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Sprache besonders gut und nachhaltig gelernt wird, wenn das Lernen in Alltagssituationen stattfindet.

Das ist auch der Grund, warum in unserem Sprach-Kita-Programm genau diese alltagsintegrierte Sprachförderung stattfindet und keine punktuellen Förderformate.

Alle Fachkräfte müssen eine Qualifizierung in Alltagsintegrierter Sprachbildung vorweisen, womit wir einen gewissen Standard sicherstellen.

Sprachförderkurse können nur als Ergänzung dazu sinnvoll sein.

Zu den Vorschlägen landesweite Qualitätssicherung für die Kooperationsvereinbarungen

und landesweite Standards für den Informationsaustausch zwischen Kitas und Grundschulen.

Aktuell schauen die Bildungsministerin und ich, ob und wo wir eine stärkere Verbindlichkeit in der Struktur, der Kooperation und den Verfahren zwischen Schulen, Kitas und Eltern herstellen können.

Wir werden uns das Verfahren in Hamburg zur „Viereinhalbjährigen Vorstellung“ genau angucken. 

Dort gibt es ein abgestimmtes, koordiniertes und einheitliches Verfahren zwischen Eltern, Kindern, Kitas und Schulen, in dem mehrere Aspekte, unter andrem auch der Sprachstand, wie die FDP es fordert, angeguckt werden.

Wir werden uns genau ansehen, ob, was und wie Aspekte für uns in Schleswig-Holstein in Frage kommen können.

Die Koalitionsfraktionen bitten uns darum zu prüfen, landesweite Screening zu prüfen und dabei auch die Perspektiv-Schulen zu berücksichtigen.

Standards zum Informationsaustausch so zu gestalten, dass die Informationen bei allen Beteiligten auch wirklich ankommen.

Und viele weitere Punkte.

Ich begrüße es sehr, dass sie ihrem Antrag vor allem aus der Kompetenzförderung heraus denken.

Diesen Auftrag nehmen wir gerne mit, weil wir alle hier im Haus ein gemeinsames Interesse darin haben, Kinder zu stärken, den Übergang gut zu gestalten.

Und genau deshalb laden wir auch zum Kongress Übergang Kita-Schule ein.

Wir wollen die Ergebnisse der Beteiligten in den Prozess für einen besseren Übergang mit einbinden.

Wir sind der Überzeugung, dass wir diese Entscheidung gemeinsam mit denjenigen mit denen Treffen müssen, die diese politischen Vorstellungen in der Realität umsetzen müssen.

Dabei stehen Kinder und ihre Entwicklung im absoluten Mittelpunkt.

Vielen Dank!

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