Reaktion auf Starkregenereignisse
Starkregenereignisse nehmen leider zu und viele Regenwasserkanäle sind überfordert. Das Ergebnis: Straßen stehen unter Wasser und sind nicht mehr sicher oder gar nicht mehr passierbar. Was kann helfen? Eine Möglichkeit, um diese in sehr kurzer Zeit anschwellende Wassermassen besser handeln zu können sind größere Durchmesser der Kanäle und das Einbringen von Straßenabläufen in ausreichender Zahl.
Was heißt das konkret für Schönwalde?
Der erste Teilabschnitt, in dem der vorhandene Regenwasserkanal in Schönwalde erneuert wird, ist der TA 2, beginnend an der Straße Am Steinberg bis etwa zum Alten Töpferweg. Hier sowie in den folgenden Teilabschnitten wird nun im Zuge der Arbeiten in der Straße auf Basis neuester technischer und hydrologischer Berechnungen und Vorgaben der Durchmesser der Kanalrohre um 10 cm vergrößert. Zudem werden neue Straßenabläufe in doppelter Anzahl gegenüber dem Bestand eingebracht, um das Oberflächenwasser auch in Zukunft sicher ableiten zu können.
Regenwasserkanal und Straßenabläufe
Ein Straßenablauf, auch Sinkkasten oder im Volksmund Gully genannt, nimmt das anfallende Niederschlagswasser auf und leitet es in den Regenwasserkanal. In Schönwalde werden Regenwasserkanäle beziehungsweise -rohre bei einem Durchmesser bis zu 50 cm (DN 500) aus Kunststoff, genauer gesagt aus Polypropylen, bei einem Durchmesser von 60 cm (DN 600) aus Beton verwendet.
In den Lachsbach
Aus den Kanälen wird das Regenwasser in nahegelegene Gewässer oder Versickerungsanlagen geleitet. In Schönwalde sind aufgrund der Bodenbeschaffenheit keine Versickerungsanlagen vorgesehen. Das Wasser wird hier an drei Einleitstellen in den Lachsbach und an einem vierten Punkt in ein anderes Verbandsgewässer des Wasser- und Bodenverbandes Neustädter Binnenwasser geleitet. Bevor das Oberflächenwasser in das natürliche Gewässer fließt, wird es in sogenannten Lamellenklärern gereinigt.
Regenrückhaltebecken
Zu einem späteren Zeitpunkt ist nördlich der Kreuzung Milchstraße / L57 ein Regenrückhaltebecken (RRB) in einer Größe von etwa 1.000 m2 geplant. Die Fläche muss aus Sicherheitsgründen eingezäunt werden.