Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) saniert in den Jahren 2026 und 2027 die B 76 von Plön bis einschließlich der Einmündung „Schöne Aussicht“. Die Länge dieses Sanierungsabschnittes beträgt rund zwei Kilometer. Für die Baufeldfreimachung wird die Straße ab Februar 2026 voll gesperrt. Der eigentliche Straßenbau beginnt im März 2026.
Auf Grund schlechter Bodenverhältnisse kam es in der Vergangenheit abschnittsweise zu größeren Setzungen der Fahrbahn. Trotz regelmäßiger Sanierungen der Fahrbahnoberfläche ist derzeit ein wellenförmiges Fahrbahnprofil vorhanden. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der B 76 musste daher zur Vermeidung von Unfällen auf 80 Stundenkilometer reduziert werden.
B 76: Fahrbahnerneuerung zwischen „Schöne Aussicht“ und Plön
LBV.SH-Direktor Frank Quirmbach zur Erneuerung der B 76
Durch die Sanierung sollen die Straße und der parallel verlaufende Radweg so instand gesetzt werden, dass langfristig keine neuen Setzungen auf der Straße und dem Radweg entstehen und zukünftig keine Geschwindigkeitsreduzierungen auf Grund der Fahrbahnverhältnisse notwendig sind. Die vorhandene Fahrbahnbreite bleibt erhalten. Der Radweg hingegen wird - soweit möglich - von 2 auf 2,5 Meter verbreitert. Im Bereich „Schöne Aussicht“ baut der LBV.SH außerdem eine Querungshilfe für den Radverkehr auf der B 76.
Gleichzeitig mit der Fahrbahnerneuerung werden Telekommunikationsleitungen neu verlegt, die Straßenentwässerung sowie Leitungsquerungen unter der Bundesstraße zukunftssicher erneuert beziehungsweise ergänzt. Im Bereich „Appelwarder“ bis Zufahrt „Kläranlage“ wird eine Fischotterquerungshilfe angelegt.
Die Fahrbahnerneuerung erfolgt grundhaft. Das bedeutet auch die unteren Tragschichten der Straße werden erneuert. Die normale Ausbautiefe dafür beträgt 0,8 Meter. Auf Grund der schlechten Bodenverhältnisse unter der B 76 ist bei dieser Maßnahme hingegen der Ersatz des Dammkörpers mit EPS-Blöcken geplant. Dieser Ersatz soll spätere weitere Setzungen im Straßenbereich verhindern beziehungsweise minimieren. Die Ausbautiefe mit EPS-Blöcken beträgt ungefähr 2,25 Meter und erfolgt fast auf der gesamten Baustrecke. Diese Bauweise mit EPS-Blöcken ist eine innerhalb Deutschlands bereits bewährte Ausbauweise mit Ersatzstoffen. In Schleswig-Holstein kam diese Bauweise bereits bei zwei Baustellen an Bundesstraßen zur Anwendung.
Nach Fertigstellung befindet sich die B 76 einschließlich der Einrichtungen zur Verkehrssicherheit auf dem neuesten technischen Stand. Während der gesamten Bauzeit wird die Zufahrt zu den vorhandenen Kleingärten, der Kläranlage, des Kompostplatzes und der Anlieger an der Ausbaustrecke gewährleistet. Ein eingeschränkter Busverkehr ist ebenfalls möglich. Direkt im Anschluss an diese Baumaßnahme soll die B 76 weiter bis zum Beginn der Ortsumfahrung Preetz saniert werden. Dieser Sanierungsabschnitt befindet sich derzeit in der Planung.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: