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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Dörpshus wird Notfallinfopunkt

In Quarnstedt soll das "Dörpshus" zu einer Anlaufstelle im Krisenfall werden, bei der die Menschen bei Stromausfall lebensnotwendige Geräte aufladen können.

Letzte Aktualisierung: 16.07.2026

vier Männer stehen vor dem Dörpshus. An dem Haus hängt ein Schild, das darauf hinweist, dass dort ein Notfallinfopunkt ist.
v.l. Dr. Jan Pommerehn (SH Netz), Dr. Sönke Schulz, Harro Kruse (Bgm Gemeinde Quarnstedt sowie Michael Gudewill (SH Netz)

Im Rahmen seiner Sommertour hat Innenstaatssekretär Sönke Schulz das neue Bevölkerungsschutzprojekt in Quarnstedt besucht. In der Gemeinde im Kreis Steinburg soll auf dem sogenannen „Dörpshus“ eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher installiert werden, die im Sommer das Haus und das nahe Freibad mit günstigem, klimafreundlichem Strom versorgt. Bei einem Stromausfall wird das Dörpshus vom öffentlichen Netz getrennt und dient dann als „Notstrominsel“, Notfallinfopunkt und Anlaufstelle für die Einwohnerinnen und Einwohner.

Strom für lebenswichtige Geräte

Ein Symbolbild, das drei Personen als gezeichnetes Icon und den Buchstaben i zeigt. Auf das Symbol deuten vier Pfeile hin.
Sie erkennen Notfallinfopunkte an dieser Beschilderung mit zusätzlichen Piktogrammen, je nach Unterstützung vor Ort.

In der Notstrominsel können die Bürgerinnen und Bürger im Blackout wichtige Informationen erhalten, ihre Akkus für lebenswichtige Geräte wie Beatmungs‑ oder Dialysegeräte aufladen, sich aufwärmen oder Babynahrung erhitzen. Das Konzept, das gemeinsam mit Schleswig‑Holstein Netz (SH Netz), der Hochschule Flensburg, der Fachhochschule Westküste und dem Gemeindetag entwickelt wurde, soll kurzfristig umgesetzt werden.

Gut gerüstet für den Krisenfall

Für den Fall, dass die Solaranlage und der Batteriespeicher nicht genug Energie liefern, ist ein mobiles Notstromaggregat vorgesehen, das an die Zapfwelle eines Traktors angeschlossen wird. Damit ist die Gemeinde gut gerüstet, um im Krisenfall schnell zu handeln und die Sicherheit der Menschen zu gewährleisten. „Hier gehen innere Sicherheit, Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit Hand in Hand“, lobte Schulz das Projekt. Damit stärke die Gemeinde die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger und gleichzeitig die Infrastruktur ihrer regionalen Daseinsvorsorge.

Blaupause für andere Gemeinden

Das Modell kann anderen Kommunen als Vorlage dienen, die Planung vereinfachen, die Kosten senken und über die kommunale Säule des Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität gefördert werden, vorausgesetzt, die Investitionskosten erreichen mindestens 50.000 Euro. Weitere Informationen zur Fördermöglichkeit, den Antragsunterlagen und häufigen Fragen finden Sie auf den Seiten des Finanzministeriums.

Weitere Informationen zur kommunalen Säule

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