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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Nächster Meilenstein bei der Energiewende


Schleswig-Holstein muss nach bundesweiten Vorgaben mehr Flächen für Windkraft ausweisen und hat nun die zweiten Entwürfe für die neuen Regionalpläne Windenergie an Land vorgelegt.

Letzte Aktualisierung: 07.07.2026

Blick von unten an einem Mast hoch auf die Rotoren-Blätter
Windkraft liefert sauberen Strom, reduziert Emissionen und stärkt die regionale Wirtschaft.

Schleswig-Holstein will klimaneutral werden und die bundesweiten Vorgaben zur Ausweisung von Flächen für die Windenergienutzung erfüllen. Die Belastungen für Mensch und Natur sollen dabei so gering wie möglich sein und Wildwuchs von Windkraftanlagen vermieden werden. Zur Ausweisung der am besten geeigneten Flächen stellt die Landesregierung derzeit neue Regionalpläne zum Thema Windenergie an Land auf. Nun hat sie die zweiten Entwürfe für die Pläne vorgelegt.

Vorranggebiete – Wo neue Anlagen entstehen können

Die zweiten Planentwürfe enthalten 401 Vorranggebiete auf 51.950 Hektar. Das entspricht etwa 3,3 Prozent der Landesfläche. Rund 90 Prozent der Flächen sind nach Auswertung der ersten öffentlichen Beteiligung unverändert geblieben. 3.488 Hektar Vorranggebiete sind weggefallen, 2.139 Hektar neu hinzugekommen. Änderungen hatten sich zum Beispiel durch Datenkorrekturen bei Wohnnutzungen und Siedlungsabgrenzungen ergeben, bei der Einstufung von Innen- und Außenbereichen, bei Abständen zu Hochspannungsleitungen oder bei Standorten von Großvogelhorsten.

Beteiligungsverfahren – Termine und Inhalte

Vom 16. Juli bis 26. August 2026 läuft das Beteiligungsverfahren zu den zweiten Planentwürfen. Im Online‑Beteiligungsportal BOB‑SH finden Sie alle Planunterlagen für die drei Planungsräume. Sie umfassen Karten, Plantexte und Umweltberichte mit allen Details. Die Öffentlichkeitsbeteiligung bezieht sich nur noch auf die gegenüber dem ersten Planentwurf geänderten Teile des Plans.

Dank für Teamwork

Innenministerin Magdalena Finke bedankte sich für die bisherige Beteiligung bei den Bürgerinnen und Bürgern, Verbänden und Initiativen sowie bei der Windenergiebranche. Die Pläne seien noch einmal nachgeschärft und in vielen Details entscheidend verbessert worden. Energiewendeminister Tobias Goldschmidt lobte den langfristigen Blick für eine gut abgewogene Planung. Regionalplanung sei Teamwork im Interesse des Landes und dieses Teamwork habe gut funktioniert.

Weiterführende Informationen

Der Landesentwicklungsplan (LEP) Windenergie gibt zunächst die Ziele und Grundsätze der Raumordnung für die Planung vor. Auf Ebene der Regionalpläne wird es konkret: Die Landesplanung hat aus den ermittelten Potenzialflächen des LEP Windenergie Vorranggebiete ausgewählt, die am besten geeignet sind. Bis die neuen Regionalpläne zum Thema Windenergie in Kraft treten, gelten die bisherigen Pläne weiter. Ausgenommen hiervon ist der Regionalplan Wind für den Planungsraum I, der rechtskräftig aufgehoben worden ist.

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