Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Einbürgerung

Staatskanzlei

Die deutsche Staatsangehörigkeit zu erwerben, bedeutet, gleichberechtigt an wichtigen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens teilzuhaben. Beispielsweise dürfen Sie wählen und für eine Wahl kandidieren oder können Berufe ausüben, die andernfalls Deutschen vorbehalten sind. Darüber hinaus bringt die Einbürgerung auch praktische Vorteile für den Alltag mit sich. Deutsche Staatsangehörige haben einen Schutz vor Ausweisung und Auslieferung und genießen EU-Freizügigkeit und Visafreiheit in vielen Ländern der Welt.

Zugleich ist es im Interesse einer funktionierenden Demokratie und damit der Gesellschaft insgesamt, wenn möglichst viele Menschen diese leben und mittragen. Dafür ist es wichtig, dass möglichst viele der in Deutschland lebenden Menschen wählen können, sich gesellschaftlich und insbesondere politisch engagieren dürfen und dadurch die Gesellschaft aktiv mitgestalten können. Zudem ist davon auszugehen, dass sich diejenigen, die ohne Einschränkungen am gesellschaftlichen und politischen Leben teilnehmen können, stärker mit Deutschland und Europa identifizieren und eher bereit sind, Verantwortung für das Miteinander zu übernehmen.

Voraussetzungen für eine Einbürgerung

Ein Anspruch auf Einbürgerung besteht regelmäßig, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • Seit acht Jahren ein rechtmäßiger und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland
  • Identität und bisherige Staatsangehörigkeit sind geklärt
  • Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland
  • Im Besitz eines unbefristeten oder verfestigten Aufenthaltsrecht zum Zeitpunkt der Einbürgerung
  • Lebensunterhalt für sich und die unterhaltsberechtigten Familienangehörigen kann ohne Inanspruchnahme von Sozialhilfe oder Arbeitslosengeld II bestritten werden
  • Die bisherige Staatsangehörigkeit wird aufgeben oder verloren (Ausnahme z. B. EU-Staaten)
  • Keine Verurteilung wegen einer Straftat
  • ausreichende Deutschkenntnisse
  • Kenntnisse der deutschen Rechts- und Gesellschaftsordnung und der Lebensverhältnisse in Deutschland

Zu diesen Voraussetzungen gibt es verschiedene Ausnahmen, zum Beispiel bei besonderen Integrationsleistungen. Für bestimmte Personengruppen bestehen Sonderregelungen. Hierzu berät Sie gerne Ihre Einbürgerungsbehörde.