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Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein

© M. Staudt / grafikfoto.de

Fachkräfte werden in vielen Branchen schon heute gesucht. Künftig wird sich die Situation noch verschärfen, wird nicht aktiv gegengesteuert. Dazu wurde 2012 die Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein gegründet und 2019 verschlankt und neu fokussiert.

Die Deckung des Fachkräftebedarfs ist eine große Herausforderung für die schleswig-holsteinische Wirtschaft. Gerade im Hinblick auf die demografische Entwicklung darf dies nicht außer Acht gelassen werden. Aktuelle Studien prognostizieren einen demografiebedingten Fachkräftemangel von 180.000 Menschen. Geht man zusätzlich von einem Wachstum der Wirtschaft aus, könnte sich der Fachkräftemangel auf bis zu 300.00 Menschen ausdehnen.

Vor dem Hintergrund des Strukturwandels durch Digitalisierung und den steigenden Qualifikationsanforderungen stellen die Fachkräftegewinnung, -bindung und -sicherung  wichtige Herausforderungen für Schleswig-Holsteins Wirtschaft dar.

Logo FI.SH Logo Fachkräfte Inititiative Schleswig-Holstein (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) © Wirtschaftsministerium

FI.SH – eine starke Initiative

Die Landesregierung ist engagierter Partner und Motor der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein, die im Oktober 2012 gemeinsam mit Wirtschaftsverbänden, Kammern, der Bundesagentur für Arbeit, Gewerkschaften, Hochschulen und den kommunalen Spitzenverbänden gestartet wurde.

Ziel der Fachkräfteinitiative ist die Entwicklung und Sicherung des Fachkräfteangebotes in Schleswig-Holstein. Hintergrund hierfür ist die Fachkräftelücke von 180.000 Menschen, die dem Arbeitsmarkt im Land 2035 fehlen werden, wenn nicht rechtzeitig gegengesteuert wird.

Damit die Handlungsansätze zur Deckung des Fachkräftebedarfs auf einer aktuellen aussagekräftigen Datenbasis basieren, erfährt die originäre Datengrundlage der FI.SH eine Aktualisierung. Die Partner der FI.SH, einschließlich des Kompetenzzentrums Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW) werden, orientiert an den aktuellen situationsbedingten Bedarfen und Fragestellungen, laufend weitere wissenschaftliche Erhebungen und Analysen zur Förderung der von der FI.SH verfolgten Zwecke anstoßen und aktiv unterstützen.

Laufende Projekte zur Unterstützung der FI.SH

  • das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW)
  • das Beratungsnetz Fachkräftesicherung
  • das Beratungsnetz Weiterbildung
  • der Weiterbildungstag

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Ausgangslage

Die schleswig-holsteinische Wirtschaft erwartet künftig einen steigenden Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften. Demgegenüber bringt die demografische Entwicklung einen Rückgang des Erwerbspersonenpotenzials mit sich.

Für Schleswig-Holstein ist insgesamt bis zum Jahr 2035 von einem Bevölkerungsrückgang von 180.000 Menschen auszugehen, allerdings wird es eine deutliche Altersverschiebung geben, die – unter den Annahmen heutiger Erwerbstätigkeitsquoten – zu einer deutlichen Abnahme der Erwerbspersonenzahl führen dürfte.

Bereits die 2013 in Auftrag gegebene Studie "Arbeitskräfteprojektion 2030 in den Kreisen in Schleswig-Holstein" des Instituts für quantitative Marktforschung & statistische Datenanalyse analytix sagte einen Fachkräftemangel von 100.000 Personen voraus. Diese erfuhr nun eine Aktualisierung mit der Studie "Fachkräfteprojektion 2035 für Schleswig-Holstein". Im Vergleich bedeutet dies, dass knapp 13 Prozent der Stellen in 2035 gegenüber dem Basisjahr 2018 nicht mehr besetzt werden könnten. Der Hauptgrund hierfür liegt in der sogenannten Babyboomer-Generation. Während sich im Jahr 2030 erst etwa die Hälfte dieser Generation im Rentenalter befinden dürfte, wird im Jahr 2035 diese Generation nahezu vollständig das typische Erwerbsalter verlassen haben.

Studie 2013, Arbeitskräfteprojektion 2030 in Schleswig-Holstein: mehr lesen

Studie 2018, Fachkräfteprojektion 2035 für Schleswig-Holstein: mehr lesen

Gemeinsame Herausforderung

Damit wird die Sicherung und Gewinnung qualifizierter Arbeitskräfte zur zentralen Aufgabe für Wirtschaft und Politik. Für die Unternehmen wird die Sicherung des Fachkräftebestands in den kommenden Jahren die wichtigste Herausforderung.

Hier setzt die Fachkräfteinitiative "Zukunft im Norden" an: Gemeinsam wird die Landesregierung mit den Kernpartnern fortlaufend Strategien erarbeiten, wie dem Fachkräftebedarf nachgekommen werden kann.

Aktueller Stand

Die Aktualisierung der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein, FI.SH, ergibt sich aus den Erfahrungen der Vergangenheit, die gezeigt haben, dass das Themenspektrum der FI.SH zu breit gefasst war und die verfügbaren Kapazitäten nicht ausreichten, um alle Wirtschaftsbereiche wirkungsvoll abzudecken.

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Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Seit dem 1. März 2020 ist das Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) in Kraft. Dadurch wird es für Unternehmen in Schleswig-Holstein einfacher, Fachkräfte aus Ländern außerhalb der Europäischen Union zu akquirieren.

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Handlungsschwerpunkte

  • Den Berufseinstieg erfolgreich gestalten
  • Berufliche Ausbildung stärken
  • Weiterbildung stärken
  • Erwerbsbeteiligung und Integration in den Arbeitsmarkt verbessern
  • Branchenschwerpunkte festlegen auf
    • Pflege
    • Handwerk
    • Logistik
    • Tourismus
  • Schwerpunkt Digitalisierung und Fachkräfte – Chancen nutzen – Risiken minimieren
  • Über gezieltes Standortmarketing Fachkräfte gewinnen und binden
  • Künftige Strukturen optimieren
    • Steuerung FI.SH
    • Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW)

Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung

Das Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung (KoFW) unterstützt die Fachkräfteinitiative durch Analysen und Beratung.

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Ansprechperson

Ihr direkter Draht zur Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein:

Dr. Silke Detering
Tel.: 0431 988-4644
silke.detering@wimi.landsh.de

Informationen zum Herunterladen

Weitere Informationen

"Fachkräftesicherung im echten Norden - Ausbildung in Schleswig-Holstein", Broschüre der Fachkräfteinitiative Schleswig-Holstein, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein

Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Bereich Fachkräftesicherung und -gewinnung.

Schleswig-Holsteins wirtschaftliche Stärke gründet auf einem vielfältigen, innovationsfreudigen Mittelstand.

Im Ausland erworbene Berufsqualifikationen können in Deutschland anerkannt werden. Für bestimmte Berufe ist dies besonders wichtig.