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Auszeichnungen - Sportplakette

Staatskanzlei

Auszeichnungen - Sportplakette

Für herausragende Erfolge oder Verdienste im Sport erhalten aktive Sportlerinnen und Sportler sowie Personen, die in Verbänden und Vereinen herausgehobene Funktionen über einen längeren Zeitraum wahrgenommen haben, die Sportplakette des Landes Schleswig-Holstein.

Der Innenminister des Landes Schleswig-Holstein sowie der Landessportverband Schleswig-Holstein können Kandidaten vorschlagen. Die Sportplakette wird seit 1961 verliehen.

Laudationes

Am 26. Juni verleiht Ministerpräsident Daniel Günther die Sportplakette des Landes an Hans-Ludwig Meyer, Maximillian Munski, Silvia Nowack und Petra Obermark.

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Hans-Ludwig Meyer, Kiel

Hans-Ludwig Meyer hat in nahezu vier Jahrzehnten ehrenamtlichen Einsatzes ein großes Netzwerk im Fußballsport, in der Wirtschaft und in der Politik aufgebaut. Unermüdlich hat er soziale Themen eingebracht, beispielsweise das gewaltpräventive und integrative Projekt "Schleswig-Holstein kickt fair".

Er begann seine ehrenamtliche Laufbahn 1980 als Fußballtrainer. Seine Funktionärslaufbahn startete er 1999 als Spielausschussvorsitzender im Kreisfußballverband Plön über den er 2001 den Weg in den Vorstand des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbands (SHFV) fand. Er war Pressechef des SHFV und Mitglied der IT-Kommission beim Deutschen Fußballverbund (DFB). 2005 wurde er zum Vizepräsidenten des SHFV und 2007 zum Präsidenten des Verbandes gewählt. Seit 2006 ist er 1. Vizepräsident des Norddeutschen Fußballverbandes (NFV).

Hans-Ludwig Meyer ist es ein großes Anliegen, den Fußballsport weiterzuentwickeln. Fast 600 Fußballvereine mit etwa 160.000 Mitgliedern gehören dem Verband an. Er engagiert sich auch als Vorstandsmitglied des DFB von 2007 bis heute und im Beirat des Landessportverbandes (LSV). Seit 2010 ist er Mitglied der Revisionsstelle des DFB und seit 2015 Kassenrevisor des LSV.

Sportplakette des Landes, Juni 2018

Maximilian Munski, Hamburg

Maximilian Munski begann 1999 mit zehn Jahren seine sportliche Laufbahn in der Lübecker Ruder-Gesellschaft von 1885. Mit Ehrgeiz, Disziplin und Engagement hat er sich bis zu den Olympischen Spielen gekämpft, wo er 2016 in Rio de Janeiro mit dem Deutschland-Achter die Silbermedaille gewann.

Sein Trainer erkannte früh das Potenzial, das in ihm steckte. Als Jugendlicher errang er bereits zahlreiche Titel. 2005 wechselte er zum Leistungssport und war auch dort bei deutschen Meisterschaften, U23-Weltmeisterschaften, Europa- und Weltmeisterschaften erfolgreich. Höhepunkt waren die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro. Bundespräsident Gauck zeichnete ihn für die Silbermedaille zusammen mit der Achter-Mannschaft mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus.

Maximilian Munski beendete seine Karriere als Leistungsruderer nach der Saison 2016, aber das Rudern spielt weiterhin eine große Rolle für ihn. Er setzte außerdem sein Lehramtsstudium fort und machte den Bachelor im Bereich Sonderpädagogik. Außerdem engagiert er sich im Verein "Wirfuery-annic" für die Aufklärung rund um die Krankheit Depression.

Sportplakette des Landes, Juni 2018

Silvia Nowack, Husum

Silvia Nowack engagiert sich seit fast 30 Jahren im Sport, besonders für Frauen. Sie startete Projekte zu aktuellen Themen, beispielsweise "Wir sagen Nein zu Gewalt" und setzt sich insbesondere für die Frauenförderung sowie Gleichstellung im Sport ein. Sie möchte besonders ältere Menschen dazu bewegen, Sport zu treiben und keine Angst vor der Bewegung zu haben.

Silvia Nowack engagiert sich seit 1992 im Landessportverband (LSV) im Ausschuss "Frauen im Sport" und wurde 2004 zur Vorsitzenden und damit auch Mitglied des LSV-Vorstandes gewählt. Die Frauenförderung und die Gleichstellung der Frauen im Sport sind ihr ein wichtiges Thema. So konnte sie viele Impulse setzen, wie den ersten landesweiten Mädchen und Frauensporttag in Schleswig-Holstein. Sie war auch auf Bundesebene im Sport aktiv, so im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) in der Frauen-Vollversammlung von 2006 bis 2015 und im Arbeitskreis gegen Sexualisierte Gewalt. Daneben ist sie im Landesfrauenrat Schleswig-Holstein und vertritt hier die Interessen von über 30.000 Mädchen und Frauen im Sport.

Sportplakette des Landes, Juni 2018

Petra Obermark, Flensburg

Petra Obermark hat sich als Schwimmerin (mehrfache Deutsche Meisterin, Europameisterschaftsfinalistin und Altersklassen-Weltmeisterin) und Landestrainerin im Bereich Synchronschwimmen einen Namen gemacht. Dank ihres Einsatzes gehört der Turn- und Sportbund Flensburg (TSB) mit den "Fördenixen" seit Jahren zur Spitze im Synchronschwimmen in Deutschland.

Seit fast 20 Jahren ist Petra Obermark Trainerin im TSB Flensburg. 15 Schwimmerinnen hat sie bis in die National- bzw. Jugendnationalmannschaft gebracht. 16 Jahre in Folge ist ihre Mannschaft Deutscher Meister. Sie trainiert etwa 35 Mädchen und Frauen bis zu sechs Mal in der Woche in drei Leistungsgruppen. Sie wurde 1989 als erste Schwimmerin aus Schleswig-Holstein für die Nationalmannschaft Synchronschwimmen nominiert. Seit 1998 ist sie Landestrainerin und Mitglied des Ausschusses Synchronschwimmen im Schleswig-Holsteinischen Schwimmverband. Außerdem hat sie sich zur internationalen Wertungsrichterin ausbilden lassen.

Darüber hinaus organisiert Petra Obermark seit zehn Jahren den alle zwei Jahre stattfindenden Spendenmarathon "Lauf ins Leben" in Flensburg. Auch in der Flüchtlingshilfe engagiert sie sich und sorgt dafür, dass alle Gruppen im Verein für Flüchtlinge offen sind und gespendete Badeanzüge, Schwimmbrillen und Handtücher zur Verfügung stehen.

Sportplakette des Landes, Juni 2018