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Thema : Auszeichnungen und Ehrungen

Auszeichnungen - Rettungsmedaille

Das Land ehrt seit 1954 Rettungstaten bei besonders mutigem Einsatz mit der Rettungsmedaille, wenn sich gerettete Person und Retter in Lebensgefahr befanden oder wenn für die Allgemeinheit eine erhebliche Gefahr abgewendet worden ist.

Letzte Aktualisierung: 21.03.2023

Ministerpräsident Daniel Günther hat am 21. März 2023 Dieter Kiselew aus Norderstedt mit der Rettungsmedaille am Bande ausgezeichnet.

Mutiger Einsatz

"Mann tötet Frau nach Beziehungsdrama" – so hätten die Schlagzeilen im Dezember 2021 aussehen können, wenn Dieter Kiselew nicht gewesen wäre. Er hatte am 10. Dezember 2021 in Norderstedt die Hilfeschreie einer Frau gehört, die von ihrem Ex-Partner auf offener Straße mit einem Messer angegriffen wurde. Kiselew riss den Täter zu Boden und zerrte ihn vom schwerverletzten Opfer weg. Währenddessen alarmierten mehrere Nachbarn die Polizei und leisteten Erste Hilfe. Die damals 40-jährige Frau überlebte den Vorfall nur knapp, der Täter wurde später zu einer siebenjährigen Haftstrafe verurteilt.

Couragierter Lebensretter

Für diese beherzte Eingreifen hat Ministerpräsident Daniel Günther den Norderstedter nun mit der Rettungsmedaille am Band ausgezeichnet. "Wir würdigen heute Ihre Heldentat. Sie haben entschlossen eingegriffen und damit das Leben der angegriffenen Frau gerettet – dafür danke ich Ihnen persönlich von ganzem Herzen", sagte er. Kiselews Einsatz sei Ausdruck großer Zivilcourage.

Ministerpräsident Daniel Günther und Dieter Kiselew stehen gemeinsam vor einer Wand mit der Aufschrift "Engagement braucht Anerkennung"
Verleihung der Rettungsmedaille an Dieter Kiselew durch Ministerpräsident Daniel Günther am 21. März 2023 in Kiel.

Aufeinander achtgeben

Viel zu oft könnten Taten wie die vom 10. Dezember 2021 nicht verhindert werden, betonte der Regierungschef. Fast jeden dritten Tag werde in Deutschland eine Frau ermordet, zumeist von Männern. Häufig finde Gewalt in Beziehungen jedoch im Verborgenen statt: "Die Dunkelziffer solcher Fälle ist enorm hoch." Deshalb sei es wichtig, das Thema in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken, betonte Günther. "Gewalt ist nie privat. Wenn einem Menschen in unserer Gesellschaft Gewalt angetan wird, dann geht das uns alle etwas an." Dieter Kiselew habe nicht nur ein Leben gerettet, sondern sei gleichzeitig für eine Gesellschaft eingetreten, in der die Menschen einander schützten. "Dafür danke ich Ihnen im Namen aller Bürgerinnen und Bürger dieses Landes."

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