Schleswig-Holstein startet neues Webportal für Sozial- und Gesundheitsdaten
Sozial- und Gesundheitsmonitoring: Das Tool bietet differenzierte Kennzahlen nach Region, Alter und Geschlecht und soll künftig jährlich aktualisiert werden.
Wie viele Pflegebedürftige leben im Kreis Stormarn? Wie hoch ist die Armutsquote der Minderjährigen in Dithmarschen? Und wie entwickeln sich psychische Erkrankungen in der ambulanten Versorgung? Antworten auf diese und viele weitere Fragen liefert ab sofort ein neues Webportal des Landes Schleswig-Holstein.
Das Portal stellt aktuelle statistische Daten und Grafiken zu sozialen und gesundheitlichen Trends bereit – differenziert nach Alter, Geschlecht, Region und Zeitverlauf der vergangenen zehn Jahre. Die Daten werden künftig jährlich aktualisiert.
"In einer Zeit, in der Populismus den politischen Diskurs dominiert, brauchen wir mehr denn je eine sachliche politische Diskussion und transparente soziale Trends. Aktuelle und faktenbasierte Daten sind zentral für eine nachhaltige Sozial- und Gesundheitspolitik im Sinne der Menschen", betont Sozialministerin Aminata Touré. Das neue Portal mache die Sozial- und Gesundheitsberichterstattung erstmals niedrigschwellig für eine breite Öffentlichkeit zugänglich.
Zehn Themenfelder im Überblick
Das Webportal bündelt zentrale Kennzahlen aus zehn Themenbereichen:
Arbeit
Armut
Betreuung & Bildung
Demografie
Gesundheit
Inklusion & Teilhabe
Integration & Teilhabe
Gesellschaftliche Teilhabe
Pflege
Wohnen
Die meisten Daten sind nicht nur auf Landesebene für Schleswig-Holstein verfügbar, sondern auch für Kreise und kreisfreie Städte. Teilweise stehen Bevölkerungs- und Arbeitsmarktdaten sogar auf Gemeindeebene bereit. Soweit möglich, erfolgt eine Differenzierung nach Geschlecht, Alter, Staatsangehörigkeit und Einwanderungsgeschichte.
Ergänzung zu bestehenden Sozial- und Gesundheitsberichten
Das Portal ergänzt bestehende Berichtsformate wie den Kinderarmutsbericht, den Sozialbericht Schleswig-Holstein oder die Gesundheitsberichte. Es greift überwiegend auf amtliche Statistikdaten zurück, die speziell für das Tool umfassend aufbereitet und miteinander verknüpft wurden. Dadurch ist eine besonders detaillierte Auswertung möglich.
"Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen beteiligten Institutionen für die Bereitstellung der Daten. Eine kompakte Darstellung an einem Ort ermöglicht vielen Akteurinnen und Akteuren in Schleswig-Holstein einen großen Mehrwert", erklärt Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken.
Ressortübergreifendes Digitalisierungsprojekt
Das Sozial- und Gesundheitsmonitoring wurde in einem gemeinsamen Projekt der Ministerien für Soziales (MSJFSIG) und Gesundheit (MJG) entwickelt und aus Mitteln des Digitalisierungsprogramms der Landesregierung finanziert. Die technische Umsetzung erfolgte durch die Firma OFFIS aus Oldenburg im Auftrag des Sozialministeriums.
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