Sozialministerin Touré fordert bessere Finanzierung der Freiwilligendienste
Sozialministerin Aminata Touré fordert vom Bund mehr Mittel für Freiwilligendienste, um zusätzliche Plätze zu schaffen. Attraktive Rahmenbedingungen seien nötig, damit sich mehr junge Menschen gesellschaftlich engagieren können.
Sozialministerin Aminata Touré hat den Bund aufgefordert, die Freiwilligendienste besser zu finanzieren. Ziel sei es, insbesondere in stark nachgefragten Bereichen mehr Plätze zu schaffen, indem die Bundesmittel entsprechend angepasst werden. Touré äußerte sich dazu im schleswig-holsteinischen Landtag.
Attraktive und verlässliche Rahmenbedingungen nötig
Freiwilliges Engagement sei für Gesellschaft und Politik unverzichtbar. Um junge Menschen für einen Dienst zu gewinnen, brauche es verlässliche Rahmenbedingungen, ausreichend Plätze und eine Förderung, die bei den Einsatzstellen ankomme. Für viele junge Menschen sei entscheidend, ob sie sich einen Freiwilligendienst finanziell leisten könnten.
Pflege und Kitas stärker in den Blick nehmen
Zugleich sprach sich die Ministerin dafür aus, weniger gefragte Einsatzbereiche stärker bekannt zu machen. Während Stellen im Sport- und Kulturbereich gut besetzt seien, gebe es in Pflegeeinrichtungen und Kitas weiterhin freie Plätze. Zudem müsse die Abbruchquote gesenkt werden.
Freiwilligendienst stärkt Gesellschaft und persönliche Entwicklung
Der Freiwilligendienst biete jungen Menschen die Möglichkeit, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, neue Perspektiven kennenzulernen und berufliche Wege zu entdecken. Gleichzeitig profitierten Projekte, Institutionen und Einrichtungen vom Engagement der Freiwilligen. Insgesamt trage der Dienst zum sozialen Zusammenhalt bei.
Zahlen und Finanzierung in Schleswig-Holstein
Im Jahrgang 2024/2025 waren in Schleswig-Holstein 1.541 Plätze im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ), 190 im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) und 1.212 im Bundesfreiwilligendienst (BFD) besetzt.
Das FSJ wird aus Bundesmitteln (200 Euro pro Platz und Monat für pädagogische Begleitung), Landesmitteln (100 Euro) sowie Beiträgen der Einsatzstellen und Eigenmitteln der Träger finanziert. Das Land förderte rund 892 FSJ-Plätze mit etwa einer Million Euro. Die Kosten des BFD trägt der Bund.
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