Mehr Sicherheitsindustrie, weniger Auslands-Quellmärkte: Minister Madsen stellte gemeinsam mit Ulrike Wielatt der WT.SH die Fortschreibung der Ansiedlungsstrategie vor.
Mehr Gewicht auf Betriebe der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie, ein starker Fokus auf Erneuerbare Energien, Life Science, Ernährungs- und Digitalwirtschaft sowie eine sanfte Abkehr von ausländischen Quellmärkten wie China oder die USA: Das sind die Eckpunkte der von der Landesregierung überarbeiteten Ansiedlungsstrategie, die Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen jetzt gemeinsam mit WT.SH-Geschäftsführerin Ulrike Wielatt in Kiel vorgestellt hat.
Gute Zwischenbilanz
Der Verlauf der Ansiedlungen im ersten Halbjahr 2026 sei zufriedenstellend, betonte Madsen: "Unsere Wirtschaftsförderer verzeichnen bisher eine solide Nachfrage sowohl von Unternehmen außerhalb Schleswig-Holsteins als auch von bereits im Land ansässigen Betrieben, die Erweiterungen planen." Besonders erfreulich: Viele geplante Projekte und Erweiterungsvorhaben liegen in den Fokusbranchen der Ansiedlungsstrategie.
Im Fokus
Neben den Erneuerbaren Energien, der Gesundheits- und Ernährungswirtschaft sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie, werde die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie stärker in den Fokus genommen, sagte Madsen. "Das ist nicht nur vor dem Hintergrund der weltpolitischen Lage angezeigt, sondern bietet auch Chancen für Innovation, industrielle Entwicklung und hochwertige Arbeitsplätze im Land." Laut WT.SH-Chefin Wielatt seien hier bereits erste Erfolge zu vermelden, so werde z. B. die bayerische Eurobotics Gruppe in Kiel einen neuen Standort aufbauen. "Es zeigt sich, dass wir in diesem Zukunftsfeld zunehmend als attraktiver Investitionsstandort wahrgenommen werden", sagte Wielatt. Aktuell begleite die WT.SH mehrere Projekte aus der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie.
Standortvorteil Erneuerbare Energien
Die Erneuerbaren Energien sind weiterhin ein wichtiger Standortvorteil, der riesige Chancen eröffnet. "Wir wollen dabei weniger in einzelnen Branchen denken, sondern mehr in Wertschöpfungsketten. Denn für ein klimaneutrales Industrieland brauchen wir nicht nur Windräder, sondern auch Unternehmen, die Speicher entwickeln oder einzelne Komponenten bauen", sagte Madsen. Auch Rechenzentren profitierten davon und entwickelten sich zunehmend zu einer Schlüssel-Infrastruktur der digitalen Wirtschaft. Diese Entwicklung greife auch die fortgeschriebene Ansiedlungsstrategie auf.
Die überarbeitete Ansiedlungsstrategie zum Nachlesen gibt es hier: Link zum Landtag
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