Der neue Landesweite Nahverkehrsplan (LNVP) für die Jahre 2027 - 2031 steht: Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und Dr. Arne Beck, Geschäftsführer des Nahverkehrsverbundes Schleswig-Holstein (NAH.SH), haben jetzt den Plan öffentlich vorgestellt. Im Fokus des LNVP stehen die Steigerung der Nachfrage im Schienenpersonennahverkehr, ein verlässlicheres Gesamtsystem, mehr Barrierefreiheit sowie ein kontinuierlich verbessertes Nutzungserlebnis.
Spürbare Verbesserungen
"Schleswig-Holstein verfügt über ein sehr gutes Nahverkehrsangebot, das intensiv genutzt wird. Gleichzeitig stößt das System aber auch zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen und hat insbesondere auf den stark frequentierten Strecken Qualitätsprobleme", sagte Minister Madsen. Deshalb war es dem Land wichtig, in diesem LNVP konkrete Maßnahmen vorzusehen, die die Kapazitäten möglichst schnell erweitern und spürbare Verbesserungen für die Fahrgäste bringen.
So soll zum Beispiel durch den Einsatz von Doppelstockzügen bzw. längeren Zügen mehr Kapazität geschaffen werden. Elektrifizierungen, Umleiterstrecken und eine neue Linie (RE78) bringen mehr Zuverlässigkeit, die Westküste wird unter anderem gestärkt durch die Elektrifizierung der Marschbahn. Darüber hinaus soll sowohl die Infrastruktur der Zentren Kiel, Lübeck und Flensburg verbessert werden als auch die im Ballungsraum Hamburg. Mehr Details finden Sie in der Pressemitteilung.
Rückblick auf Erfolge
Der letzte LNVP (2022–2026) hatte u.a. zum Ziel, die Fahrgastnachfrage zu erhöhen und mehr Barrierefreiheit zu schaffen. Mit Erfolg: Zwischen 2019 und 2025 lag der Nachfragezuwachs schon bei fast 20 Prozent. Durch ein Programm von Land, NAH.SH und DB InfraGO sind zudem inzwischen 95 Prozent der Bahnstationen barrierefrei ausgebaut. Weitere Erfolge sind im Klimaschutz zu verzeichnen: Der Einsatz von bisher 55 Akkuzügen spart das Land jährlich 10 Millionen Liter Diesel und 26.000 Tonnen CO₂ ein. 2022 wurde der Betrieb aller E-Züge auf Ökostrom umgestellt.
Beteiligungsverfahren
Bereits im September 2025 gab es mit einem ersten LNVP-Entwurf ein umfangreiches Beteiligungsverfahren (u. a. mit regionalen Akteuren aus Politik und Verwaltung, Fachpersonen sowie Bürgerinnen und Bürger). Das Land und die NAH.SH prüften, bewerteten und beantworteten die zahlreichen Einreichungen und konnten viele Hinweise berücksichtigen.
Alle im LNVP vorgestellten Projekte und Maßnahmen sollen nach Möglichkeit umgesetzt werden. Zur Priorisierung sind sie in die Kategorien "gesetzt", "zu planen" und "zu untersuchen" eingeteilt. Das Land Schleswig-Holstein bewertet die gesetzten Projekte mit der aktuellen Finanzplanung als voraussichtlich finanzierbar.
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