Nachdem die Holtenauer Hochbrücken seit neun Tagen eingehend untersucht werden, ist nun eine weitere Öffnung in Aussicht: Die Linienbusse der Kieler Verkehrsgesellschaft (KVG) können ab Montag früh wieder planmäßig die Prinz-Heinrich-Brücke befahren. Wie Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen und LBV.SH-Direktor Torsten Conradt erläuterten, werde das Land einen privaten Sicherheitsdienst einsetzen, der dafür sorge, dass die Linienbusse ungehindert auf die Brücke fahren können. Dadurch kann der reguläre KVG-Fahrplan zwischen der Nord- und der Südseite des Nord-Ostsee-Kanals sichergestellt werden.
Nach den Berechnungen von Prüf-Statikern und Experten dürfen sich auf der Brücke bis zu vier Busse – zwei je Richtung – gleichzeitig begegnen. Für Pkw, die ausschließlich von der Polizei kontrolliert werden dürfen, bleibt die Brücke vorerst weiterhin zwischen 21 Uhr und 6 Uhr gesperrt.
Ein bisschen Normalität
"Mit dieser Regelung stellen wir für tausende von Berufspendlerinnen und -pendler in und um Kiel wieder die normalen Verbindungen her", sagte Madsen. Kiels Oberbürgermeister Dr. Ulf Kämpfer dankte dem Land, der Polizei und dem Landesbetrieb sowie seiner Kieler Verkehrsgesellschaft: "Dank der schnellen Reaktion samt provisorischer ad-hoc-Regelungen läuft der Berufsverkehr inzwischen wieder weitgehend normal und größerer wirtschaftlicher Schaden konnte verhindert werden."
Gute Zusammenarbeit, Disziplin und Geduld
Madsen dankte allen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern für ihre Disziplin und Geduld: "Die Polizei hat bestätigt, dass es alles in allem gut läuft und auch die Bürgerinnen und Bürger umsichtig mitmachen in dieser für alle herausfordernden Situation." Die Sicherheit müsse weiterhin an oberster Stelle stehen, so Madsen.
LBV.SH-Direktor Torsten Conradt unterstrich die positive Zusammenarbeit aller Beteiligten, von KVG, Autokraft, Landeshauptstadt Kiel, dem Betriebsdienst des LBV.SH und der Polizei.
Spezialfrachter beschädigte Brücken
In der Nacht zum 30. November hatte ein finnischer Spezialfrachter mit seinen hohen Kranauslegern bei der Durchfahrt des Nord-Ostsee-Kanals beide Brücken gerammt und massiv beschädigt. Nach einer knapp 33-stündigen Vollsperrung waren beide Brücken zunächst für Radfahrende und Fußgänger freigegeben worden – und am 7. Dezember die 26 Jahre alte Prinz-Heinrich-Brücke auch für Pkw mit maximal 3,5 Tonnen Gesamtgewicht. Die parallel verlaufende 50 Jahre alte Olympiabrücke darf nach wie vor nur von Rettungsfahrzeugen befahren werden.
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