KIEL/FRIEDRICHSORT. Frischer Wind auf dem ehemaligen Gelände der Lindenau-Werft in Kiel-Friedrichsort. Die renommierten Bootsbauer der Kieler "Pure Yachts GmbH" investieren hier 5,4 Millionen Euro in eine neue Betriebsstätte. Geplant ist der Bau von hochwertigen Aluminium-Segelyachten. Dafür werden unter anderem 28 neue Arbeitsplätze geschaffen. Das Land fördert das Vorhaben mit knapp 1,1 Millionen Euro.
Das Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 bündelt im Zeitraum 2021 bis 2027 Fördermittel der Europäischen Union - Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie Landesmittel für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein.
Mehr Informationen im Internet: http://www.schleswig-holstein.de/lpw
Wirtschafts-Staatssekretärin Julia Carstens überreichte heute (16. März) einen entsprechenden Förderbescheid an Pure-Yachts-Gründer und Geschäftsführer Matthias Schernikau. "Bundesweit gibt es derzeit keine vergleichbare Yacht-Werft, die die Konstruktion und Fertigung von Alu-Segelyachten im Luxussegment als Komplettleistung anbietet
", sagte Carstens. Die Investition trage außerdem zur Revitalisierung des früheren Lindenau-Geländes bei, wo einst vor allem Doppelhüllen-Tanker gebaut wurden. "Mit ,Pure Yachts’ haben wir also eine weitere ambitionierte Werft im Land, die ihre Nische gesucht und gefunden hat. Und durch die starke Ausrichtung auf das Thema Nachhaltigkeit setzen die Betreiber ebenfalls ein starkes zukunftsweisendes Signal
", so die Staatssekretärin.
Schernikau und sein Gründungsteam hatten das rund 12.500 Quadratmeter große Gelände bereits im vergangenen Jahr von der Grundstücksgesellschaft "GNY Lindenau Verwaltungsgesellschaft mbH" erworben. Zum Inventar gehört unter anderem ein 60 Tonnen hebender Kran, am Uferstück plant das Unternehmen einen kleinen Werfthafen für rund 15 Yachten. "Mit unserem Engagement kamen wir dem Interesse der Stadt Kiel entgegen, die anstelle von Hotel-, Büro- oder Wohnräumen lieber weiterhin einen maritimen Fachbetrieb auf dem Areal sehen wollte
", so Schernikau.
Die Förderung erfolgt aus dem Landesprogramm Wirtschaft 2021-2027 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).