LÄGERDORF. Jahrelang konnte der Verkehr zwischen Lägerdorf und Breitenburg wegen der kaputten Fahrbahn nur eingeschränkt rollen. Seit Oktober 2025 erneuert der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV.SH) die Landesstraße 116 umfassend. Die Spundwände zur Sicherung der Böschung an der Grube Saturn werden bis voraussichtlich Mitte Mai gesetzt und bis Ende Juni verankert. Die ersten Schritte zur Wiederherstellung der beschädigten Fahrbahn sind in Gang. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen machte sich heute (24. April) zusammen mit der stellvertretenden LBV.SH-Direktorin Britta Lüth ein Bild von den anspruchsvollen Arbeiten.
"Dass es hier nun endlich vorwärtsgeht, ist ein wichtiges Zeichen für alle in der Region. Viele Straßen sind viel zu lange nicht saniert worden, das holen wir jetzt nach und nach auf. Wir investieren auch in diesem Jahr 95 Millionen Euro in unsere Landesstraßen und Radwege. Dazu kommen 200 Millionen Euro aus dem Sondervermögen des Bundes, die wir in den kommenden Jahren in die Landesstraßen stecken werden. Damit bringen wir unsere Straßen nach und nach wieder in Ordnung
", sagte Madsen bei seinem Baustellenbesuch.
"Bei der Erneuerung der L 116 sind diverse Besonderheiten zu beachten
", erläuterte Lüth. "Denn die Landesstraße trennt die Kreidegrube von dem Breitenburger Kanal. Damit die Fahrbahn vollständig genutzt werden kann, muss zunächst die Böschung gesichert und ein Bruch der Kanalsohle verhindert werden. Hierzu werden wir eine rückverankerte Spundwand errichten. Herausfordernd ist, dass es sich hierbei auf Grund des Kreidevorkommens um keine Standard-Bauweise handelt. Zudem kann die Straße auf Grund ihres schlechten Zustands auch von den Baufahrzeugen nur eingeschränkt genutzt werden.
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Erhebliche Setzungen führten zu einer langjährigen eingeschränkten Nutzung der L 116. Bei der Prüfung verschiedener Varianten zur Sanierung stellten sich Spundwände als Vorzugsvariante heraus. Nach erfolgreicher Erprobung des Verfahrens 2025 konnte der LBV.SH anschließend mit der Erneuerung der L 116 beginnen. Die Sicherung der Böschung zur Kreidegrube Saturn sowie das Verhindern eines möglichen Sohlbruchs des Breitenburger Kanals sind Teil der Maßnahme. Die veranschlagten Kosten liegen bei 12,5 Millionen Euro und werden aus Mitteln des Erhaltungsprogramms 2023 – 2027 gedeckt. Voraussichtlich Anfang 2027 soll der Abschnitt wieder für den Verkehr freigegeben werden.