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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Fachsymposium Baukultur beleuchtet Chancen und Herausforderungen im Baubereich – Startschuss für Landespreis für Baukultur 2025


Letzte Aktualisierung: 12.11.2024

KIEL. Beim Fachsymposium Baukultur des Landes Schleswig-Holstein im Forum für Baukultur Kiel stand eine zentrale Zukunftsfrage des Bauens im Mittelpunkt: Wie kann einfaches, ressourcenschonendes und zugleich bezahlbares Bauen den aktuellen gesellschaftlichen und klimatischen Herausforderungen begegnen? Rund 120 Gäste aus verschiedenen Bereichen wie Architektur und Städtebau, Kommunalverwaltung und Wohnungswirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil.

Staatssekretär Frederik Hogrefe eröffnete die Veranstaltung und unterstrich die Bedeutung einer zukunftsorientierten Baukultur, die Energieeffizienz und Ressourcenschonung vereint: "Der Bausektor steht vor der schwierigen Aufgabe, gleichzeitig nachhaltig, bezahlbar und klimagerecht zu bauen." Neben Funktion und Effizienz habe aber auch die gestalterische Qualität ihre Bedeutung. Gut gestaltete Gebäude seien langlebiger, hätten einen reduzierten Ressourcenverbrauch und seien wertbeständiger.

"Neben dem Einsatz moderner Materialien können auch alte, bewährte Techniken, die den ökologischen und ökonomischen Anforderungen der Bauwende gerecht werden, vermehrt eine Rolle in der Zukunft des Bauens spielen. Traditionelle Materialien wie Holz, Lehm oder Reet werden wieder beliebter. Lokal angepasst zu bauen, wie beispielsweise Häuser mit Reetdächern mit guten thermischen Eigenschaften, bedeutet auch nachhaltig zu bauen. Der heutige Austausch ist eine wichtige Grundlage, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden."

Professor Dietmar Walberg von der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen präsentierte den Regelstandard E, der Baukosten durch effiziente Planung reduzieren kann und bereits Anwendung in der Sozialen Wohnraumförderung des Landes findet. Jörn Gertenbach vom Berliner Planungsbüro Forward stellte das Projekt des Experimentellen Wohnungs- und Städtebaus "Baukultur in der Bauwende" vor, in dem erforscht wird, wie baukulturelle Qualität im Zeichen der Bauwende gewahrt oder sogar gestärkt werden kann.

In der anschließenden Podiumsdiskussion beleuchteten Expertinnen und Experten aus dem Bauwesen, der Forschung und Verwaltung Chancen und Herausforderungen des vereinfachten Bauens. Dietmar Walberg, Arne Kleinhans (Leiter der Abteilung Bauen und Wohnen im Innenministerium), Katrin Mees vom Zentralverband der Deutschen Bauwirtschaft und Jens Uwe Pörksen (Präsident der Architekten- und Ingenieurkammer Schleswig-Holstein) debattierten gemeinsam mit dem Publikum über die Möglichkeiten und Grenzen des vereinfachten Bauens. Themen wie die Rolle der öffentlichen Hand, die Umsetzung des Regelstandards E und die Weiterentwicklung des Bestands wurden dabei aufgegriffen.

Mit der Veranstaltung startete offiziell die Einreichungsphase für den Landespreis für Baukultur 2025. "Mit dem Landespreis machen wir herausragende Projekte und innovative Ansätze sichtbar, die hier bei uns im Land umgesetzt worden sind. Mit der Prämierung würdigen wir nicht nur Bauwerke, sondern vor allem die Menschen, die hinter diesen Projekten stehen. Bei der letzten Preisverleihung 2022 konnten wir Bauten prämieren, die auch über Schleswig-Holstein hinaus wahrgenommen werden, wie das neugestaltete Holstenfleet in Kiel. Die Verwandlung einer grauen Verkehrsfläche in einen attraktiven Stadtplatz hat national und international große Beachtung gefunden", so der Staatssekretär.

Der Preis zeichnet Projekte aus, die ressourcenschonendes und bezahlbares Bauen mit hoher Bauqualität verbinden. Die Einreichungsphase läuft bis zum 1. April 2025. Die Preisverleihung wird im Herbst 2025 stattfinden. Weitere Informationen sind unter www.schleswig-holstein.de/baukultur und www.schleswig-holstein.de/baukulturpreis zu finden.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Tim Radtke/ Jana Hämmer/ Dörte Mattschull | Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport | Düsternbrooker Weg 92, 24105 Kiel | Telefon 0431 988-3007 / -3337 / -2792 | E-Mail: pressestelle@im.landsh.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/innenministerium.

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