Transparente Umsetzung der Krankenhausreform in Schleswig-Holstein: Streaming der sechs Regionalkonferenzen geplant – Termine zwischen 21.9. und 6.10.
Letzte Aktualisierung: 14.09.2026
KIEL. Das Gesundheitsministerium informiert fortlaufend zur Umsetzung der bundesweiten Krankenhausreform in Schleswig-Holstein, unter anderem im Sozialausschuss und in zahlreichen Medieninformationen (schleswig-holstein.de – Krankenhäuser). Heute (14.09.) teilt das Ministerium mit, dass die mit den Akteurinnen und Akteuren als Fachveranstaltung anstehenden sechs Regionalkonferenzen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern im Internet per Livestream verfolgt werden können. Medien können dazu im Vorfeld gerne auf den Link https://schleswig-holstein.de/krankenhaus hinweisen, unter dem die Regionalkonferenzen übertragen werden. Aufzeichnungen der Regionalkonferenzen sollen anschließend dort auch online abrufbar sein. Teilnehmende der Regionalkonferenzen vor Ort sind die persönlich eingeladenen Vertreterinnen und Vertreter der Kliniken, der Kommunen und der Politik der betreffenden Regionen (persönliche Einladung erforderlich). Eröffnen wird jeweils Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken.„Die Krankenhausreform geht nun in eine entscheidende Phase der Umsetzung. Bei der Erarbeitung der Reform hatten wir uns intensiv gegenüber dem Bund für Verbesserungen eingesetzt, die nur zum Teil aufgegriffen wurden. Umso mehr gilt es, gemeinsam mit den Kliniken in Schleswig-Holstein die Reform bestmöglich im Land umzusetzen. Die Sicherstellung der zukünftigen Versorgung der Patientinnen und Patienten steht dabei im Mittelpunkt. Nach fast zwei Jahren intensiver Vorbereitung steht die Zuweisung der bundesgesetzlich vorgesehenen 61 somatischen Leistungsgruppen an die Krankenhausstandorte im Land bevor, mit denen die zukünftigen Angebote definiert werden. Mir ist es wichtig, dass wir weiterhin transparent die Umsetzungsschritte erläutern. Dazu dienen die sechs Regionalkonferenzen und vor allem auch die öffentliche Übertragung“, betont Ministerin von der Decken.
In den Regionalkonferenzen werden die sich zum jetzigen Zeitpunkt abzeichnenden mit der Reform verbundenen Veränderungen in der Krankenhauslandschaft vorgestellt. Sie folgen den Prüfungen durch den Medizinischen Dienst Nord, der die Anträge der Kliniken im Hinblick darauf geprüft hatte, ob erforderliche bundesrechtlich definierte Qualitätsvorgaben erfüllt sind. Vorausgegangen waren im Frühjahr Regionalgespräche mit den Kliniken. Die Versorgungsregionen, die als Planungsinstrument dienen, und die Grundzüge der bis dato absehbaren Entwicklungen hatte Ministerin von der Decken am 1.7. öffentlich vorgestellt. Die nun anstehenden Regionalkonferenzen finden parallel zum ordentlichen Anhörungsverfahren der Krankenhäuser statt, das am 21. September 2026 beginnt. Die Krankenhausgeschäftsführungen erhalten in diesem Verfahren über einen Zeitraum von sechs Wochen Gelegenheit, zu den beabsichtigten Entscheidungen Stellung zu nehmen und ergänzende Unterlagen einzureichen. Bei der im Rahmen der Regionalkonferenzen vorgestellten Versorgungsstruktur handelt es sich daher ausdrücklich um ein Zielbild. Das ordentliche Verfahren zur Zuweisung der Leistungsgruppen ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Erkenntnisse aus dem Anhörungsverfahren können in die abschließenden Entscheidungen einfließen. Der neue Landeskrankenhausplan soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten. Damit wird die stationäre Versorgung in Schleswig-Holstein dann auf Grundlage der mit der Reform eingeführten bundesgesetzlichen Planungssystematik verbindlich neu strukturiert.
Ablauf der Regionalkonferenzen
Neben der genaueren Vorstellung der jeweiligen Zielbilder für die künftige Krankenhausversorgung in den einzelnen Regionen werden in den Regionalkonferenzen die Methoden und Datengrundlagen erläutert, die diesen zugrunde liegen. Nach einer Begrüßung durch Gesundheitsministerin von der Decken wird Philipp Letzgus von der Lohfert & Lohfert AG, die das Ministerium im Planungsprozess fachlich begleitet, Hintergründe, Herleitungen und die Systematik der Krankenhausplanung erläutern. Im Anschluss wird Ministerin von der Decken gemeinsam mit Aenn Hachmeyer, der für die Krankenhausplanung in Schleswig-Holstein zuständigen Referatsleiterin, die konkrete Versorgungsstruktur der jeweiligen Region in den Blick nehmen. Dabei wird dargestellt, welche Rolle den einzelnen Krankenhausstandorten im vorgesehenen Zielbild zukommt und wie sich daraus die künftige Versorgungsstruktur der Region zusammensetzen soll. Anschließend besteht für die vor Ort teilnehmenden Akteurinnen und Akteure im Rahmen eines Podiumsgesprächs Gelegenheit, Fragen zum vorgestellten Zielbild und zum weiteren Verfahren zu stellen und diese gemeinsam mit den Beteiligten zu erörtern.
Streaming-Termine der Regionalkonferenzen in den Versorgungsregionen,
Hintergrund zur Einführung von Versorgungsregionen
Als Planungsgrundlage für die künftige Krankenhausplanung dienen vier Planungsebenen: die länderübergreifende Ebene, das Land, die Kreise sowie – neu – die Versorgungsregionen. Jede Leistungsgruppe wird auf einer der vier Ebenen geplant. Insgesamt wurden sechs Versorgungsregionen für Schleswig-Holstein erarbeitet (siehe Karte). Die Versorgungsregionen beziehen nicht nur geografische oder Verwaltungsgrenzen ein, sondern basieren maßgeblich auf tatsächlichen Patientenströmen. Dadurch soll die Krankenhausplanung die reale Versorgungssituation im Land möglichst bedarfsgerecht abbilden. Die vier Planungsebenen sind ein Planungsinstrument. Das heißt, dass Patientinnen und Patienten weiterhin frei sind in der Wahl der Klinik, die sie aufsuchen möchten.
Verantwortlich für diesen Pressetext: Oliver Breuer / Christian Kohl | Ministerium für Justiz und Gesundheit | Lorentzendamm 35, 24103 Kiel | Telefon 0431 988-2654 | E-Mail: Pressestelle@jumi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/mjg
Hinweis zur Verwendung von Cookies
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: