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Archäologisches Landesamt Schleswig-Holstein

© Archäologisches Landesamt S-H

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Dem bürgerlichen Engagement zum Schutz des kulturellen Erbes kommt traditionell eine große Bedeutung zu.

Hintergründe

Dem bürgerlichen Engagement zum Schutz des kulturellen Erbes kommt traditionell eine große Bedeutung zu, denn das Wissen über archäologische Denkmale und Funde basiert seit jeher besonders auch auf der Vielfalt an Informationen aus der Bevölkerung – sei es durch Meldungen von Zufallsfunden oder die Geländetätigkeit und Recherchearbeit von Laienforschern.

Ein besonderer Reiz liegt hierbei naturgemäß im Suchen und Entdecken. Bis zum Aufkommen erschwinglicher Metalldetektoren war dies in der Regel eher den Kennern von Steinartefakten und vorgeschichtlicher Keramik vorbehalten. Jedoch können mit geschultem Auge lediglich Gegenstände von der Oberfläche aufgelesen werden, die bereits durch den Pflug aus ihrem Befundzusammenhang gerissen worden sind.

Im Gegensatz dazu wird mit dem Einsatz von Metalldetektoren nahezu jedermann kurzfristig und vor allem auch ohne archäologisches Hintergrundwissen in die Lage versetzt, sich auf die gezielte Suche nach mehr oder weniger tief im Boden verborgenen „Schätzen“ zu begeben. Ob mit Vorsatz oder ungewollter bzw. zumindest mit unbewusster Inkaufnahme – es besteht die Gefahr der Beeinträchtigung oder gar Zerstörung archäologischer Denkmale in ihrer Substanz und Aussagekraft, da mit der Suche stets punktuelle Bodeneingriffe, also Grabungen verbunden sind. Diese fallen grundsätzlich unter die Genehmigungspflicht (s. Gesetzgebung und Rechtsprechung).

Dessen ungeachtet steht die Frage im Raum, wie ohne die hierfür notwendige Ausbildung archäologische Funde bei ihrer Aufdeckung erkannt, ihre historische Aussagekraft eingeschätzt oder gar sachgemäße Bergungen, ausreichende Dokumentationen der Fundumstände sowie konservatorisch nachhaltige Fundbehandlungen vorgenommen werden sollen. Ohne dieses Wissen zutage geförderte Altertümer werden unweigerlich zu wissenschaftlich entwerteten Antiquitäten und gehen damit der Erforschung des kulturellen Erbes und somit der Allgemeinheit verloren.

Weitere Informationen

Gesetzgebung und Rechtsprechung

Zertifizierungskurse am ALSH

Strandsuchgenehmigungen

Kontaktadresse

detektor.betreuung@alsh.landsh.de

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