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Auszeichnungen - Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein

Staatskanzlei

Auszeichnungen - Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein

Zum ersten Mal wurde der neu gestiftete "Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein" 2008 verliehen. Er löste die Schleswig-Holstein-Medaille ab. Der Orden ist eine besondere Geste des Staates, um herausragende Leistungen zu würdigen.

Der Orden trägt auf der Vorderseite ein stilisiertes Landeswappen und wird an einem Band an der linken oberen Brustseite getragen. Schleswig-Holstein war bis dato das einzige Flächenland in Deutschland ohne eigenen Landesorden. Wegen des hohen Ranges des Verdienstordens soll die Gesamtzahl lebender Inhaberinnen und Inhaber fünfhundert nicht überschreiten.

Für Verdienste mit landesweitem Bezug

Gewürdigt werden vornehmlich Verdienste mit landesweitem Bezug.

Die bisher höchste Auszeichnung des Landes, die 1978 gestiftete Schleswig-Holstein-Medaille, ging in den neuen Landesorden über. Träger der Schleswig-Holstein-Medaille sind automatisch auch Inhaber des Verdienstordens.

Laudatio

Am 20. Oktober 2020 hat Ministerpräsident Daniel Günther drei Schleswig-Holsteiner:innen mit dem Verdienstorden des Landes Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Geehrten, Annemarie Erichsen aus Wees, Jörg-Dietrich Kamischke aus Selk und Inken Völpel-Krohn aus Kiel, setzen sich seit Jahrzehnten auf unterschiedliche Weise für die Minderheiten und die deutsch-dänische Grenzregion ein.

Ministerpräsident Daniel Günther und Minderheitenbeauftragter Johannes Callsen stehen mit den Ausgezeichneten auf einer Terrasse. Die Geehrten halten Urkundenmappen in den Händen. Verleihung des Landesverdienstordens an Jörg-Dietrich Kamischke (2.v.l), Annemarie Erichsen und Inken Völpel-Krohn durch Ministerpräsident Daniel Günther (r.) und den Minderheitenbeauftragten Johannes Callsen (l.). (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Verleihung des Landesverdienstordens an Jörg-Dietrich Kamischke (2.v.l), Annemarie Erichsen und Inken Völpel-Krohn durch Ministerpräsident Daniel Günther (r.) und den Minderheitenbeauftragten Johannes Callsen (l.). © Frank Peter

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Annemarie Erichsen, Wees

Seit 1976 ist Annemarie Erichsen eine feste Institution in der dänischen Minderheit. Sie war Vorsitzende im regionalen dänischen Frauenverein Glücksburg und im dänischen Frauenverein auf Landesebene. Als Vertreterin des dänischen Frauenvereins im Landesfrauenrat Schleswig-Holstein (LFR) ist Annemarie Erichsen seit 2001 Bindeglied zwischen Minderheit und Mehrheit. Sie machte mit bei der Aktion "Stri(c)kt gegen Gewalt" – Wir stricken ein Netz für Betroffene von Gewalt und Missbrauch! und motivierte viele Frauen, sich ebenfalls zu beteiligen.

Annemarie Erichsen ist seit 20 Jahren im Bauausschuss des Gesundheitsdienstes der dänischen Minderheit. Im größten Kulturverein der dänischen Minderheit "Sydslesigs Forening (SSF)" engagierte sie sich als Vorsitzende des SSF in Glücksburg und im Kreis-Vorstand des SSF für Flensburg Land. Sie war Delegierte, Vorstandsmitglied und Repräsentantin. Seit 2001 vertritt sie die dem SSF angegliederten Vereine im Landesvorstand des SSF, darüber hinaus hat sie sich für diese im SSF Samråd eingesetzt. Sie macht sich stark für die Erwachsenenbildung und gibt ihr Wissen um die dänische Minderheit sowie die Geschichte des Landes Schleswig-Holsteins weiter.

Verdienstorden des Landes, Oktober 2020

Jörg-Dietrich Kamischke, Selk

Jörg-Dietrich Kamischke engagiert sich seit mehr als drei Jahrzehnten im Deutschen Grenzverein. Als Vorsitzender des Vereins hat er seit 1994 maßgeblich dazu beigetragen, dass dieser auf guten finanziellen Grundlagen steht. Ziel seiner Arbeit war es, das Verständnis und das Vertrauen der Menschen in der deutsch-dänischen Grenzregion untereinander zu fördern. Die drei Bildungsstätten Akademie Sankelmark, Jugendhof Scheersberg und Akademie Leck, die der Deutsche Grenzverein in eigener Trägerschaft betreibt, hat Jörg-Dietrch Kamischke mit vorangebracht.

Er war 16 Jahre lang Vorsitzender der Gesellschaft für Schleswig-Holsteinische Geschichte sowie fast zehn Jahre als Gründungsmitglied im Kuratorium Pro Universitate Ratgeber für die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Während seiner fast 19-jährigen Amtszeit als Landrat des Kreises Schleswig-Flensburg hat er die Entwicklung des Kreises mitgeprägt. Darüber hinaus hat er in dieser Zeit die Bildung der grenzübergreifenden Region Sønderjylland –Schleswig begleitet und unterstützt. Neben seinem Hauptamt bekleidete er zahlreiche Nebenämter. Von 2006 bis 2010 war er Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes und hat sich im Stiftungsrat des Schleswig-Holstein Musik Festivals eingesetzt.

Verdienstorden des Landes, Oktober 2020

Inken Völpel-Krohn, Kiel

Seit vielen Jahren engagiert sich Inken Völpel-Krohn für die Arbeit der friesischen Volksgruppe. Sie war Mitinitiatorin des Pilotprojektes Friesisch als Zweitsprache im Kindergarten. Im Rundfunk präsentiert sie regelmäßig friesische Kurznachrichten. Als Universitätsdozentin konnte sie viele junge Menschen für die friesische Sprache begeistern. Außerdem hat sie an einem zweisprachigen Söl´ring-Wörterbuch mitgearbeitet und ist die einzige Dolmetscherin für Friesisch in Deutschland.

Seit 2012 ist Inken Völpel-Krohn Vorsitzende des Vereins Nordfriesisches Institut. In ihrer Amtszeit wurden zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Institut mehrfach Vereinbarungen abgeschlossen, die die Arbeit und die Rolle des Instituts als wissenschaftliche Zentrale der friesischen Volksgruppe in Deutschland langfristig absichern. 2019 wurden die Vereinbarungen erstmals in friesischer Sprache unterzeichnet. Mit großer Leidenschaft bringt sich Inken Völpel-Krohn darüber hinaus in allen friesischen
Gremien auf Landesebene ein, wie dem Friesengremium des Landtags oder der Arbeitsgemeinschaft Friesenfinanzierung beim Landtag. Sie verhandelte auch die Interessen der Friesen und des Nordfriesischen Instituts mit dem Land bei der Gründung der
Friesenstiftung.

Verdienstorden des Landes, Oktober 2020

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Postfach 7122
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