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Auszeichnungen - Sportverdienstnadel

Staatskanzlei

Auszeichnungen - Sportverdienstnadel

Besondere Verdienste im Sport werden seit 1998 mit der Sportverdienstnadel des Landes Schleswig-Holstein gewürdigt.

Mit dieser Auszeichnung wird insbesondere geehrt, wer sich über einen längeren Zeitraum in Vereinen und Verbänden durch beispielhaften Einsatz hervor getan hat.

Laudationes

Am 18. Juni hat Innenminister Hans-Joachim Grote zwölf ehrenamtlich für den Sport engagierten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteinern die Sportverdienstnadel verliehen.

MenschengruppeSportminister Hans-Joachim Grote (m.) überreichte die Sportverdienstnadeln in Kiel. © Frank Peter

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Niels-Peter Binder, Kiel

Niels-Peter Binder ist seit mehr als 30 Jahren in der Leichtathletik in Schleswig-Holstein aktiv. Als 1988  die Laufgruppe im Borener Sportverein gegründet wurde, war er bereits mit 18 Jahren nicht nur dabei, sondern wurde auch Abteilungsleiter. Diesen Posten hat er bis heute inne – zusätzlich zu dem des Schatzmeisters.

Niels-Peter Binder organisiert den Schlei-Lauf oder die Borener Meile, die seit mehr als 25 Jahren stattfinden. Er stellt Mannschaften aller Altersklassen zusammen und erzielt damit Erfolge auf Landes- und Bundesebene.

Für den Leichtathletik-Verband arbeitet Niels-Peter Binder seit 1995 in der Öffentlichkeitsarbeit und erstellt hauptverantwortlich das Verbandsorgan "startschuß".

Seine Berichte von den Meisterschaften spiegeln hohe Fachkompetenz und konstruktive Kritik wider.

Im Kreis-Leichtathletikverband Schleswig-Flensburg und in der Triathlon-Union ist Herr Binder ebenfalls seit  langem als Pressewart engagiert.

Britta Buchholtz, Risum-Lindholm

Im TSV Rot-Weiß Niebüll ist Britta Buchholtz bereits seit 1997 aktiv. Sie unterstützt die Vereinsarbeit mit ihrem sportlichen Interesse, aber auch als Ärztin. Bereits seit 10 Jahren unterstützt sie ehrenamtlich die medizinische Betreuung. Frau Buchholtz ist aber auch als Spartenleiterin in gleich mehreren Sparten tätig. Sie ist Kampfrichterin in der Leichtathletik und sich niemals zu schade, auch für die Verpflegung bei Wettkämpfen zu sorgen. So auch als Organisationshelferin des bereits in diesen Jahr zum 25. Mal stattfindenden Stadtwerkelauf Niebüll.

In dem eingereichten Ehrungsvorschlag heißt es, Zitat: "Britta ist wie selbstverständlich immer da, ohne dass irgendjemand sie gefragt oder gebeten hätte."

Carsten Carstensen, Husum

Carsten Carstensen führt den Automobilclub Nordfriesland seit 20 Jahren als Vorsitzender. Auch in den 80-er und 90-er Jahren war er bereits im Vorstand tätig. Von seiner 45-jährigen Vereinszugehörigkeit war er also bislang mehr als 35 Jahre auf Vorstandsebene aktiv. Besondere Verdienste hat sich Herr Carstensen auch durch sein Engagement für den Umweltschutz erworben. In der Jugendgruppe konnte er den Blick für die Natur schärfen und umweltgerechtes Verhalten im Motorsport fördern. 2011 wurde dem Automobilclub der Umweltpreis des Deutscher Motorsportbundes verliehen. Darüber hinaus vermag es Herr Carstensen, den Betrieb der aktiven Jugendgruppe zu sichern und die Förderung junger Talente voranzutreiben. Der Verein erfreut sich dadurch stabiler Mitgliederzahlen. Carsten Carstensen hat aber auch  eine durch den Leichtathletik-Verband anerkannte Straßenlaufveranstaltung - verbunden mit einer Charity-Komponente - ins Leben gerufen, die mit ihrem Auftakt im Juni 2018 Jahr guten Anklang gefunden hatte. Sie soll sich im Veranstaltungskalender fest etablieren. So ist Carsten Carstensen auch hier Vorbild und hat im vergangen Jahr erfolgreich am Berlin-Marathon teilgenommen.

Sven Ferner, Lübeck

Sven Ferner war Mitbegründer des Karate-Dojo Lübeck und von 1991 bis 2002 als Jugendwart tätig. Er erwarb die Jugendleiterlizenz, die Übungsleiterlizenz Breitensport, die Fachübungsleiterlizenz und die Trainer C-Lizenz des Landessportverbandes.

Seit 2002 ist Herr Ferner der 1. Vorsitzende des Karate-Dojo Lübeck. Unter seiner Führung ist der Verein zu einem der mitgliederstärksten und erfolgreichsten Karatevereine in Schleswig-Holstein geworden. Nebenbei ist Herr Ferner seit 1994 als Trainer mit wöchentlich sieben Trainingseinheiten sowohl für Kinder-, Jugend- und Erwachsenengruppen aktiv. Zusätzlich werden regelmäßig Trainingslehrgänge mit Sportlern aus Dänemark und Österreich unter maßgeblicher Leitung und Mitarbeit von Herrn Ferner durchgeführt. Durch seinen Einsatz ist es wiederholt gelungen, Karate-Landesmeistertitel und Deutsche Meistertitel nach Lübeck zu holen, darunter auch mehrfach im Karate-Behindertensport.

Lothar Glisovic, Lübeck

Mutter und Sohn lassen sich gemeinsam prüfen; die Vorstandssitzung ist ein Gruppenchat – via Skype vom heimischen Sofa aus; im Jugendvorstand sitzen mehr Frauen als Männer; Gleichstellung ist nicht nur eine Worthülse. Wo gibt’s denn sowas? Leider noch nicht überall – aber beim Schleswig-Holsteinischen Ju-Jutsu Verband, Landesfachverband für Jiu-Jitsu, Ju-Jutsu und Brazilian Jiu-Jitsu. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und eine starke Fokussierung auf die Interessen von Mädchen und Frauen werden im Ju-Jutsu-Verband groß geschrieben.

Maßgeblicher Initiator dafür ist ein Mann: Lothar Glišović.

1970 wollte Herr Glišović mit seiner Frau Monika gemeinsam Judo trainieren. Das ging dort nicht, aber beim Ju-Jutsu. Das Verständnis für Gleichberechtigung durch Herrn Glišović hat dazu geführt, dass in seinem Verband heute die Hälfte des geschäftsführenden Vorstandes weiblich ist, zweidrittel im Jugendvorstand und über 40 Prozent im Gesamtvorstand. In vielen Vorstandsposten hat er sich für den Ju-Jutsu und die Gleichberechtigung eingesetzt. Aber Herr Glišović kann auch Ju-Jutsu: Aufgrund seiner herausragenden Technik wurde und wird er regelmäßig als Referent auf Landes- und Bundesebene eingesetzt, ebenso wie für Trainerlizenzausbildungen.

Gerhard Ihlenfeld, Pinneberg

Was hat eine Eröffnung beim Schach mit einer Liebeserklärung gemeinsam? Die Konsequenzen sind unabsehbar. Diese Weisheit von Has Söhnker ist Gerhard Ihlenfeld sicher bekannt. Er ist Schachspieler mit Leib, Seele und vor allem mit dem Köpfchen. Leider reicht das aber für die Sportverdienstnadel noch nicht aus. Gehard Ihlenfeld ist aber auch noch Bezirksvorsitzender des Schachbezirkes West, also für Dithmarschen, Steinburg und Pinneberg und das seit 18 Jahren und Vorstandsmitglied im Landes-Schachverband.

Die größte deutsche Meisterschaft mit 800 Teilnehmern über 10 Tage im Jahr 1996 hat Herr Ihlenfeld federführend mitorganisiert und als 1996 im Landesverband ein Schatzmeister gesucht wurde, sprang Herr Ihlenfeld ein. Er war zusätzlich Referent für Breitensport und ist nun schon seit 10 Jahren Vorsitzender des Schachvereins Holstein Quickborn. Auch weitere und neue Ämter scheut er nicht. So hat er erst im vorigen Jahr den Referentenposten für Seniorenschach im Landesverband angenommen. Das nennt man wohl eine Liebeserklärung für das Ehrenamt.

Hans-Jörn Jessen, Dresdorf

Unmittelbar nach Ankunft in Drelsdorf 1965 bot er dort Training von leichtathletischen Disziplinen an, einen örtlichen Sportverein hatte es seinerzeit noch nicht gegeben, dieser wurde erst 1970 gegründet. Dort war er bis 1985 Spartenleiter der durch sein Wirken aufstrebenden Leichtathletik-Abteilung. Der aufstrebende Fußballnachbarverein Blau-Weiß Löwenstedt wurde auf Hans-Jörn Jessen aufmerksam und verpflichtete ihn 1966 als Fußballtrainer der Herrenmannschaft. Schon eine Saison später gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse.

1970 wurde der TSV Drelsdorf-Ahrenshöft-Bohmstedt gegründet. Hans-Jörn Jessen konnte als Herrentrainer gewonnen werden und hatte dieses Amt insgesamt 12 Jahre bis 1982 inne.

1969-1975 war das neue Lehrschwimmbecken in Drelsdorf zum DLRG Stützpunkt. Stützpunkttrainer während dieser Zeit war Hans-Jörn Jessen.

Zusätzlich war Hans-Jörn Jessen in seinem Verein, Starthelfer für die Sportarten Faustball, Handball und Volleyball. Zusätzlich war er Trainer und Übungsleiter.

Im Kreisleichtathletikverband Nordfriesland nimmt Hans-Jörn Jessen bis heute Ämter wahr: als Schulsportbeauftragter oder als Zeitabnehmerobmann. Er ist seit 1969 Sportabzeichen-Prüfer, feiert in diesem Jahr also das 50-jährige Jubiläum. Sein großer Erfahrungsschatz war auch bei der kürzlich stattgefundenen Auftaktveranstaltung der DOSB-Sportabzeichen Tour 2018 in St. Ording mit insgesamt rund 3000 Absolventen von großem Wert.

Jörg Köpke, Schleswig

Jörg Köpke ist seit mehr als 20 Jahren in der Leichtathletik in Schleswig-Holstein aktiv. 1998 wurde er Jugendwart im Kreis Leichtathletikverband Schleswig-Flensburg, ließ sich im Jahr 2000 zum 2.Vorsitzenden wählen und übernahm 2005 das Amt des 1.Vorsitzenden, das er bis heute ausübt. Zudem ist er in seinem Verein als Kassenwart engagiert. Er organisiert hauptverantwortlich regelmäßig Wettkämpfe auf Vereins-, Kreis- und Landesebene. Durch den Erwerb der Kampfrichterlizenz 1998 fand Jörg Köpke sein großes Steckenpferd: die Kampfrichterei. Dabei hat er sich als Fachmann für die elektronische Zeitmessung fortgebildet und nimmt die exakte Auswertung der Laufergebnisse.  Das Fachwissen und die Einsatzbereitschaft von Jörg Köpke wird auch vom Deutschen Leichtathletikverband geschätzt. So wird er regelmäßig bei Deutschen Meisterschaften eingesetzt. Die "Krönung"  seiner Kampfrichterlaufbahn war seine Berufung und Teilnahme an der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin 2018.

Burkhard Maack, Großenaspe

Burkhard Maack ist seit 1997 Mitglied im Großenasper SV, in der dortigen Faustballsparte aktiv. Seit 2005 kümmert er sich um die Jugendnachwuchsarbeit des Vereins. Mit seinem Verein richtete er mehrere Deutsche Faustballmeisterschaften für die Deutsche Faustballliga aus. Darüber hinaus konnte er mit den Nachwuchsmannschaften des Vereins selbst an mehreren Deutschen Meisterschaften teilnehmen.

Im Fachgebiet Faustball des Schleswig-Holsteinischen Turnverbandes übernahm Burkhard Maack 2008 die Funktion des Landesjugendfachwartes. Diese Tätigkeit übt er bis heute aus und ist für den gesamten Jugendspielbetrieb auf Landesebene zuständig. Neben den Ausschreibungen sowie den Terminierungen zu den jeweiligen Punktspielrunden im Feld- und Hallenfaustball erstellt er sämtliche Spielpläne für bis zu 84 Mannschaften. Weiterhin engagiert sich Herr Maack im Landeslehrausschuss Faustball und unterstützt bei den Trainerausbildungen. Als Landesjugendfachwart ist er Mitglied des Landesfachausschusses. Weiterhin ist er auch Schiedsrichter bei den jährlich wiederkehrenden Meisterschaftsspielen im Feld- und Hallenfaustball.

Günter Peter, Aukrug

1956 trat Herr Peter in den TSV Aukrug ein. Als leidenschaftlicher Fußballer fehlte ihm aber eine Fußballabteilung. Durch sein Engagement konnte der Verein drei Jahre später eine erste Herrenmannschaft in den Spielbetrieb schicken. Als Trainer hat er dann dafür gesorgt, dass weiteren Mannschaften gegründet werden konnten. Er kümmerte sich höchstselbst um die Ausbildung des Nachwuchses. Die Fußballmannschaften blühten nach und nach immer mehr auf. Eines seiner Zöglinge, die spätere Weltmeisterin mit der U19-Nationalmannschaft von 2004, Nina Jokuschies, hatte Herr Peter unter seine Fittiche genommen und sie unter anderem persönlich drei- bis viermal in der Woche zum Training zu Holstein-Kiel gefahren. Auch nach seinem Ruhestand hat er den Fußball-Platz nicht verlassen, sondern sich um seine Pflege gekümmert. Die gesamte Sportanlage in Aukrug hat durch den bis heute anhaltenden Einsatz von Günter Peter ein weit über die Gemeindegrenzen hinaus berühmtes und professionelles Erscheinungsbild.

Peter Schrader, Lübeck

Peter Schrader ist seit 1947 Mitglied des TSB Lübeck und bis heute noch aktiv. Seit 1960 ist er ehrenamtlich als Übungsleiter, Trainer und inzwischen 38 Jahre als Abteilungsleiter der Leichtathleten im Verein tätig. Als aktiver Sportler hat er es verstanden, Kinder, Jugendliche und Erwachsene speziell für die Leichtathletik zu begeistern. Über den Verein hinaus hat er viele Jahre als Kampfrichter für den Verband fungiert.

Schon 1960 war Peter Schrader mit der Deutschen Sportjugend im Jugendlager der Olympischen Spiele in Rom. Den damals aufgesogenen olympischen Gedanken lebt und vermittelt bis heute. Daher lag es nahe, dass er viele Jahre die Ortsgruppe Lübeck der Deutschen Olympischen Gesellschaft geleitet hat.

Im Verein war er 25 Jahre lang für die Gestaltung der Vereinszeitung zuständig. Darüber hinaus hat er sich ehrenamtlich bei vielen Baumaßnahmen auf der vereinseigenen Anlage betätigt.

Gerhard Sosat, Herzhorn

Durch das Handballspielen des Sohnes Matthias im Männerturnverein Herzhorn wurde Gerhard Sosat 1976 Mitglied dieses Vereins. Schon zwei Jahre später war er 2. Vorsitzender – und dies dann auch gleich 17 Jahre lang. Gleichzeitig war Herr Sosat Mannschaftsbetreuer der 1. Damen-Handballmannschaft die in der Hallenhandball-Bundesliga spielte. Diese Tätigkeit hat er 40 Jahre lang ausgeübt. Darüber hinaus half er in den verschiedenen Sparten und Altersgruppen des Vereins als Trainer und Übungsleiter aus.

Im Jahre 1993 übernahm Gerhard Sosat den 1. Vorsitz des inzwischen auf über 900 Mitglieder angewachsenen MTV Herzhorn, in dem in der Spitze 23 Mannschaften Handball spielten.

Gerhard Sosat leitete den Vereins 10 Jahre lang. Seit nunmehr 25 Jahren übt er auch die Leitung des Fördervereins für den Handballsport aus.  Er beaufsichtigt das Passwesen und überwacht die Organisation der Busfahrten aller Mannschaften. Gerhard Sosat regelt die Sporthallennutzung vor Ort während der Schul- und Ferienzeit und beaufsichtigt die Hallenreinigungsarbeiten. Zur Zeit betreut er die Handballarbeitsgemeinschaft der Grundschulen Kollmar-Herzhorn, er leitet das Training der Gruppe  "Ladies Exclusiv", die vierte Damenmannschaft im Handball und die Fitnessgruppe der älteren Herren am Sonntagmorgen.

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