Navigation und Service

Thema : Meeresschutz

Projekte im Rahmen des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) für die Förderperiode 2021 bis 2027

Letzte Aktualisierung: 17.02.2026

Eine Europafahne mit dem Texthinweis: Kofinanziert von der Europäischen Union.
Dieses Logo kennzeichnet das Landesprogramm Fischerei und Aquakultur 2021-2027.

Das Ziel des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) ist es, die Gemeinsame Fischereipolitik, die Meerespolitik der Union und die internationalen Verpflichtungen der Union im Bereich der Meerespolitik gezielt aus dem Unionshaushalt zu unterstützen.

Die Europäische Kommission hat im November 2022 das deutsche Programm zur Umsetzung des Europäischen Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds (EMFAF) genehmigt. Der Förderzeitraum erstreckt sich vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2029.

Die Priorität 4 dieses Fonds umfasst Maßnahmen zur Stärkung der internationalen Meerespolitik und Schaffung sicherer, geschützter, sauberer und nachhaltig bewirtschafteter Meere und Ozeane. Das spezifische Ziel 4.1. ist auf die Stärkung der nachhaltigen Bewirtschaftung von Meeren und Ozeanen durch Förderung des Wissens über die Meere, der Meeresüberwachung oder der Zusammenarbeit der Küstenwachen ausgerichtet. Das deutsche Programm zum EMFAFF definiert dazu Maßnahmenarten und nennt mögliche Vorhaben, die als Schwerpunkte zu erwarten sind:

  • Maßnahmenart 4.1.1: Verbesserung des Wissens über die Meere und über das Zusammenspiel von Fischerei und Meeresumwelt

  • Maßnahmenart 4.1.2: Ausbau der Meeresüberwachung

Folgende Projekte werden aktuell in der 4. Priorität des EMFAF umgesetzt. Die Finanzierung wird zu 70% von der EU aus Mitteln EMFAF getragen, 30 % werden aus Mitteln des Landes Schleswig-Holstein beigesteuert.

Pilotmonitoring im FishNet Ostsee 2.0

Pilotmonitoring im FishNet Ostsee 2.0
Plattfisch

Projektträger:

Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur des Landes Schleswig-Holstein, Referat Meeresschutz und Nationalpark / Landesamt für Umwelt, Dezernat Küstengewässer

Projektlaufzeit:

2024 bis 2029

Projektbeschreibung:

Zeil des Projektes ist es, die Grundlagen für ein langfristiges Küstenfischmonitoring in der schleswig-holsteinischen Ostsee zu entwickeln, das den bestehenden Anforderungen der EU-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie und den HELCOM-Vorgaben entspricht. Dies ist ein wesentlicher Beitrag, den Zustand der schleswig-holsteinischen Küstengewässer bewerten zu können.

Das Projekt setzt ein Projekt fort, das erste Grundlagen für ein MSRL-, FFH- und HELCOM-konformes Fisch-Monitorings in der schleswig-holsteinischen Ostsee gelegt hat. In einem Folgeprojekt sollen diese Erkenntnisse nun verdichtet und verifiziert werden und es soll im Rahmen der Durchführung einer Pilotkampagne ein Konzept für ein operationelles Monitoring entwickelt werden.

Algenschlüssel Ost

Algenschlüssel Ost
Algen

Projektträger:

Landesamt für Umwelt, Dezernat Küstengewässer

Projektlaufzeit:

2024 bis 2028

Projektbeschreibung:

Die Umsetzung der EU-Richtlinien, insbesondere der Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL) , der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) sowie Strategien zum Erhalt der Biodiversität erfordern zunehmend gesicherte Daten zu einzelnen Arten, u.a. der Algen.

Dafür werden fundierte taxonomische Grundlagen u.a. Bestimmungsschlüssel benötigt. Ziel des Projektes ist es entsprechende Bestimmungsschlüssels für Makroalgen für die deutsche Nord- und Ostsee und die mit ihnen ökologisch in Verbindung stehenden Nachbarländern zu erstellen, um diese bei den nächsten anstehenden Bewertungszyklen der WRRL, MSRL und der FHH-Richtlinie einsetzen zu können. Dabei kann auf den bereits für die Nordsee erarbeiteten Grundlagen gut aufgebaut werden.

FishNet Nordsee 2.0

FishNet Nordsee 2.0
Steinpicker

Projektträger:

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein

Nationalparkverwaltung

Projektlaufzeit:

2024 bis 2029

Projektbeschreibung:

Bereits etablierte Nahrungsnetzmodelle aus den Küstengewässern (der Nordsee) Schleswig-Holsteins sind unter besonderer Berücksichtigung der Fisch-Funktionsgruppe zu verbessern und weiter zu entwickeln. Die Nahrungsnetzanalyse und Bewertung wird mittels Ökologischer Netzwerkanalyse (ENA) durchgeführt. Die bereits entwickelten ENA Indikatoren sowie die im Zuge des Projektes weiter entwickelten Indikatoren dienen der Zustandsbewertung des Deskriptor 4 (Nahrungsnetze) (D 4) der MSRL und der Bewertung von Nahrungsnetzen im Rahmen des regionalen Übereinkommens OSPAR.

Untersuchungen an ehemaligen Muschelkulturflächen II

Untersuchungen an ehemaligen Muschelkulturflächen II
Miesmuscheln

Projektträger:

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein

Nationalparkverwaltung

Projektlaufzeit:

2024 bis 2029

Projektbeschreibung:

Im Rahmen des Projektes werden ehemalige Muschelkulturflächen im Nationalpark Wattenmeer untersucht, die seit 2017 nicht mehr durch die Miesmuschelwirtschaft genutzt werden.

Ziel des Vorhabens ist eine umfangreiche Untersuchung der Entwicklung des Miesmuschelbestandes auf diesen nicht mehr genutzten Flächen, um Erkenntnisse über die Dynamik sublitoraler Muschelbänke zu erlangen und um das Potenzial zur Ausbildung ausdauernder Miesmuschelaggregationen abschätzen zu können. Zudem sollen auch Erkenntnisse über die Muschelbänke als Habitate gewonnen werden, die für die Umsetzung der EU-Fauna-Flora-Hbaitat Richtlinie (FFH-RL) und der EU-Meeresstrategierahmenrichtlinie (MSRL) relevant sind. U.a. werden Begleitorganismen aufgenommen, um Erkenntnisse über die assoziierte Lebensgemeinschaft sublitoraler Muschelbänke zu gewinnen.

Hinweis zur Verwendung von Cookies

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link:

Datenschutz