Die Hansestadt Lübeck treibt den Ausbau ihrer Hafenbahn-Infrastruktur weiter voran und saniert hierzu eines der zentralen Ein- und Ausfahrgleise. Das Land Schleswig-Holstein unterstützt den Ersatzneubau des Gleises 11 im Bahnhof Lübeck-Skandinavienkai mit einer Förderung in Höhe von einer Million Euro. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen übergab den Förderbescheid an Bürgermeister Jan Lindenau im Stellwerk Skandinavienkai. "Der Skandinavienkai ist das Powerhouse des Lübecker Hafens. Hier wird ein großer Teil des Schiffsverkehrs ins Baltikum und nach Skandinavien abgewickelt. Eine gute Hinterlandanbindung über die Schiene ist nicht nur gut für Hafen und Stadt, sondern auch für ganz Schleswig-Holstein. Wir wollen mehr Güterverkehr auf die Schiene verlagern und das fängt bei den Häfen an. Deshalb fördern wir die Sanierung gerne", betonte Madsen.
Langfristig wettbewerbsfähig
Bürgermeister Lindenau unterstrich die Bedeutung der Förderung für den Standort: "Die Förderung des Landes ist ein wichtiger Baustein, um die Wettbewerbsfähigkeit des Hafenstandortes Lübeck und seiner Hafenbahn langfristig zu sichern. Mit der Erneuerung von Gleis 11 investieren wir gezielt in eine leistungsfähige und zukunftsfähige Infrastruktur, die den Anforderungen wachsender Güterverkehre gerecht wird." Der Bahnhof Lübeck-Skandinavienkai ist Ausgangs- und Zielbahnhof der Schienengüterverkehre zum Skandinavienkai, einem der wichtigsten Hafenterminals Lübecks. Täglich verkehren hier zwischen 20 und 30 Güterzüge von und nach Mittel-, West- und Süddeutschland sowie nach Südeuropa. Die Verkehre sind eng mit den Abfahrts- und Ankunftszeiten der Fähren abgestimmt und bilden einen zentralen Bestandteil europäischer Logistikketten.
Gleis 11
Der bestehende Oberbau – Schienen, Schwellen und Schotter – sowie die Entwässerungsanlagen des Gleises stammen aus dem Jahr 1990 und müssen erneuert werden. Im Rahmen des Projekts werden neben dem Gleis auch Drainagen, Gräben und Leitungen zum Regenwassersammler vollständig ersetzt. Zeitgleich sind umfangreiche Maßnahmen zur Grundwasserabsenkung sowie Sicherungsarbeiten an den Oberleitungsmasten erforderlich. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich einschließlich Planung auf rund 4,1 Millionen Euro. Neben der Landesförderung in Höhe von einer Million Euro aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) wird das Vorhaben durch den Bund über das Eisenbahn-Bundesamt im Rahmen des Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetzes (SGFFG) mit rund 1,7 Millionen Euro unterstützt. Die Hansestadt Lübeck trägt einen Eigenanteil von etwa 1,4 Millionen Euro.
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