Unterstützt durch das Sondervermögen des Bundes hat das Land für 2026 ein Investitionspaket von über einer halben Milliarde Euro für Straßen- und Radwege geschnürt.
Die Autobahn GmbH will in diesem Jahr rund 284 Millionen Euro im Norden ausgeben, während der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein Projekte auf Landes- und Bundesstraßen sowie Radwegen in Höhe von 271 Millionen Euro plant. Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen stellte die Planungen gemeinsam mit LBV.SH, Autobahn GmbH und DEGES vor.
Hochbetrieb auf den Autobahnen
Ein lang ersehntes Projekt sei der Weiterbau der A 20, betonte der Minister. Die Bauarbeiten bei Bad Segeberg sollen im Frühjahr beginnen. Auch auf weiteren Autobahnen werden Bagger rollen, so stehe zum Beispiel die weitere Sanierung der A 1 an. Außerdem werde die A 21 zwischen Leezen und Bad Oldesloe-Nord, die A 23 bei Halstenbek und die A 215 in Kiel saniert. Auch der vierstreifige Ausbau der B 404 zur A 21 geht weiter.
Bauprogramm des LBV.SH
Der LBV.SH, zuständig für die Bundes- und Landesstraßen, plant ebenfalls zahlreiche Bauarbeiten: Zu den größten Projekten unter den 50 Bundesstraßen-Vorhaben zählen die Grundsanierung der B 76 im Kreis Plön, die Sanierung der B 5 zwischen Stedesand, Risum und Lindholm im Kreis Nordfriesland oder die Sanierung der B 430 bei Bornhöved im Kreis Segeberg. Zu den größten Landesstraßen-Projekten gehören die Sanierung der Ortsdurchfahrt Schönwalde im Zuge der L 57 im Kreis Ostholstein, die L 69 zwischen Bornhöved und der Gemeinde Berlin im Kreis Segeberg sowie die L 116 (Kreidegrube Saturn) im Kreis Steinburg. Dazu kommen Projekte, die aus dem Sondervermögen finanziert werden wie die Sanierung der L 138 zwischen Dingen und St. Michaelisdonn.
Sondervermögen Infrastruktur
Von den insgesamt 3,4 Milliarden Euro, die Schleswig-Holstein aus dem kreditfinanzierten Sondervermögen des Bundes enthält, stehen 550 Millionen Euro für Straßen, Schienen, Häfen und Wasserwege zur Verfügung. Davon sind 200 Millionen Euro für Straßen und 10 Millionen für Radwege reserviert. "Das gibt uns in den kommenden Jahren den Spielraum, unseren massiven Sanierungsstau abzubauen – und damit zugleich die Wirtschaft in Schwung zu bringen", sagte Madsen.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: