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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus : Thema: Ministerien & Behörden

Claus Ruhe Madsen

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Projekte für Langzeitarbeitslose

Mit fünf Millionen Euro fördert das Land neun Modellprojekte, die Langzeitarbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren sollen.

Letzte Aktualisierung: 08.01.2026

Zwei Männer hantieren an einem Arbeitstisch mit einem Teppich
Die neun Modellprojekte nehmen die Bereiche Gesundheitswesen, Tourismus, Handel, Handwerk, Pflege und soziale Berufe in den Fokus.

Derzeit gibt es in Schleswig-Holstein rund 32.000 Menschen, die zwei Jahre oder länger arbeitslos gemeldet sind. Um möglichst viele von ihnen wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, unterstützt das Land dieses Jahr neun Modellprojekte in den Bereichen Gesundheitswesen, Tourismus, Handel, Handwerk, Pflege und soziale Berufe.

Neue berufliche Perspektiven

Die mit insgesamt fünf Millionen Euro aus dem Landesprogramm Arbeit geförderten Projekte eröffnen den Betroffenen neue berufliche Perspektiven und verbessern deren Chance auf gesellschaftliche Teilhabe. "Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag, um dem Fachkräftemangel in zentralen Wirtschafts- und Dienstleistungsbereichen Schleswig-Holsteins zu begegnen", sagte Arbeits- und Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen. "Ich kann daher nur an alle Interessierten appellieren: Ergreifen Sie diese Chance!"  

Robuster Arbeitsmarkt

Den Arbeitsmarkt insgesamt sieht Madsen in robuster Verfassung. Die Arbeitslosenquote beträgt 5,8 Prozent, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Vorjahresvergleich ganz leicht auf 1.072.800 Personen gestiegen. "Viele Branchen stehen unter Druck, aber trotz konjunktureller Unsicherheiten erweisen sich unsere mehr als 120.000 kleinen und mittleren Betriebe als widerstandsfähig und flexibel", sagte der Minister. Darüber hinaus sei es wichtig, dass vielfältige Arbeitsmarktprojekte dazu beitragen, arbeitslosen Menschen durch individuelle Qualifizierung den Zugang zu Jobs zu erleichtern.

Neun Projekte

Die neun Modellprojekte orientieren sich an den persönlichen Voraussetzungen der Teilnehmenden und sollen so Zugang zu besonders nachgefragten Tätigkeitsfeldern ermöglichen:

Projekt "Pack an" (Flensburg)

Hier werden in Kooperation mit örtlichen Betrieben Arbeitslosen Einblicke in die Ausbildungs- und Arbeitswelt am Standort Flensburg ermöglicht. Mit einer systematischen Vorbereitung auf Praktika, der Kenntnisvermittlung betrieblicher Abläufe sowie der Bewältigung ungewohnter Situationen im Arbeitsumfeld werden die Teilnehmenden auf eine betriebliche Integration vorbereitet. Träger ist die Handwerkskammer Flensburg. Telefon:  0461/866-0; Mail: info@hwk-flensburg.de 

Projekt "Tandem – Pflege gemeinsam entwickeln" (Flensburg)

Das Projekt "Tandem" widmet sich in Flensburg den Pflegeberufen. Unter Einbezug von Praxiselementen in Kooperationsbetrieben können Arbeitslose erfahren, welche Erwartungen, Voraussetzungen, Werte und Möglichkeiten in diesem Berufsfeld vorhanden sind. Im begleitenden Unterricht wird den Teilnehmenden nicht nur das notwendige Fachvokabular vermittelt, sondern sie werden auch auf komplexe Arbeits- und Kommunikationssituationen vorbereitet. Interessierten wird während der Projektdauer kostenlos ein Kita-Platz zur Verfügung gestellt. Träger ist die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbH. Telefon: 0461/1503-0; Mail: info@bequa.de

Projekt "Wege in die Pflege" (Lübeck)

Das Projekt ist eng mit regionalen Pflegeunternehmen und verschiedenen Netzwerken verbunden. Durch gezielte Kooperationen und Bedarfsgespräche sollen passgenaue Qualifizierungen entwickelt werden. Hier spielen so genannte "Culture Coaches" eine besondere Rolle. Sie fungieren als Bindeglied zwischen Teilnehmenden und Unternehmen, in dem sie bei der betrieblichen Kommunikation unterstützen. Es bestehen zahlreiche Kontakte zu ortsansässigen Unternehmen aus dem Gesundheits- und Pflegebereich, so dass im besten Fall nach einem Praktikum eine Arbeitsaufnahme erfolgen kann. Alternativ bestehen auch Kontakte zu Unternehmen der Branchen Hotel und Gaststätten, Logistik, Einzelhandel und Lager. Träger ist die Lübecker Fortbildungsakademie der Wirtschaft gGmbH (FAW). Telefon: 0451/3844488-21; Mail: luebeck@faw.de

Projekt "Ich mach was Neues!" (Heide)

Das Projekt wird in Heide angeboten, wo eine hohe Anzahl offener Stellen in den Bereichen Verkauf, soziale Berufe, Altenpflege, Lager und Logistik gemeldet ist. Der Fokus richtet sich auf die fachlichen und persönlichen Stärken der Teilnehmenden. Praktische Übungen wie Pflegesimulationen im Gesundheitsbereich und praxisnahe Gespräche mit Fachkräften und Verantwortlichen regionaler Betriebe ermöglichen einen direkten Einblick ins Arbeitsleben und fördern konkrete Kontakte. Träger ist die hoelp gGmbH. Telefon: 04832/952999-0; Mail: info@hoelp.de

Projekt "Praxis Plus" (Neumünster)

Das Projekt am Standort Neumünster bietet die Möglichkeit, sich gezielt auf eine Arbeitsaufnahme in den Bereichen Lager, Handel, Gastronomie und verschiedenen Gewerken vorzubereiten. Die Umsetzung erfolgt über praxisorientierte Schulungen wie etwa im Bereich der Speisenzubereitung oder der Gästekommunikation. Es besteht zudem die Möglichkeit, zertifizierte Qualifikationen zu erlangen. Träger ist die AWO Service GmbH. Telefon: 04321-9939-0; Mail: info@awo-service-gmbh.de

Projekt "Ich mach was Neues!" (Pinneberg)

Angesichts einer hohen Zahl offener Stellen in den Bereichen Handel, Gesundheits- und Sozialwesen, Baugewerbe, Logistik/Verkehr und Landwirtschaft findet das Projekt in Pinneberg statt. Der Fokus richtet sich auf die fachlichen und persönlichen Stärken der teilnehmenden Arbeitslosen mit Blick auf aktuelle und künftige Anforderungen der angestrebten Berufsfelder. Einblicke in betriebliche Abläufe vermitteln ein realistisches Verständnis der Arbeitsbereiche. In wöchentlich stattfindenden Workshops werden gezielt Qualifikationen und das Wissen der Teilnehmenden erweitert. Mit praktischen Übungen und Praktika werden zudem Einblicke in Berufsbilder und erste Kontakte zu Arbeitgebern ermöglicht. Träger ist die AWO Bildung und Arbeit gGmbH; Telefon: 04821/6735-0; Mail: info@awo-bildungundarbeit.de

Projekt "MöWe – Möglichkeiten und Wege" (Bad Segeberg)

Das Projekt zeichnet sich durch intensive Kontakte zu Unternehmen aus den Branchen Tourismus, Logistik, Handel und Handwerk aus. Damit sind für die Arbeitslosen Praktikumsplätze und offene Arbeitsplätze vorhanden. Vorab werden mit jedem Teilnehmenden Kompetenzprofile erstellt und Qualifikationsmöglichkeiten recherchiert. In Kleingruppen werden Grund- und Sozialkompetenzen für den Umgang mit Kritik und Konflikten, Kollegialität und allgemeinen Umgangsformen im Betriebsleben vermittelt. Daneben können auch externe Qualifikationen wie etwa Führerschein, Schweißer-Ausbildung oder CNC-Kurs erlangt werden. Nach Arbeitsaufnahme erfolgt bei Bedarf eine Begleitung, um das Arbeitsverhältnis zu stabilisieren. Träger ist die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Telefon: 04551/8893-47; Mail: badsegeberg@wak-sh.de

Projekt "Jobwärts" (Rendsburg und Büdelsdorf)

Das Projekt ist so konzipiert, dass Arbeitslose mit Theorieunterricht, berufsbezogenem Sprachunterricht sowie mehreren praktischen Erprobungen nach erfolgreicher Teilnahme und zufriedenstellender Leistung bei einem Kooperationspartner einen Arbeits- bzw. Ausbildungsvertrag schließen können. Im Rahmen von Workshops erarbeiten Teilnehmende ihr persönliches Zeitmanagement, strukturieren ihren Alltag und erhalten in Kooperation mit ortsansässigen Krankenkassen Informationen zur Gesundheitsförderung- und -prävention. Im Fokus stehen Pflegeeinrichtungen, Handwerksbetriebe sowie Hotels und Gaststätten. Um insbesondere den Bedarfen von Frauen mit Kindern zu entsprechen, werden Beschäftigungsmöglichkeiten in Teilzeit identifiziert. Träger ist die VHS Rendsburger Ring e.V., Telefon: 04331/2088-0; Mail: vhs@vhs-rendsburg.de

Projekt "Job – Ahoi" (Itzehoe)

Dieses Projekt bietet Arbeitslosen Einblicke in die Tätigkeitsfelder Lagerlogistik, Kurier-, Express- und Paketdienstleistungen, Pflege, Schulbegleitung und in die Metallverarbeitung. Hierzu sind mehrere betriebliche Hospitationen möglich, die  engmaschig begleitet werden. Teilnehmende werden entsprechend darauf vorbereitet und gecoacht. Hierzu werden Selbstvermarktungsstrategien eingeübt sowie Kommunikations- und Sozialkompetenzen geschult. Ein erstes Kennenlernen von Verantwortlichen aus den Betrieben findet bei einem zwanglosen Zusammentreffen statt, an dem auch eine Auswahl an potenziellen Arbeitsangeboten vorgestellt werden soll. Träger ist die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein. Telefon: 04821/7702-513; Mail: itzehoe@wak-sh.de

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