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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus : Thema: Ministerien & Behörden

Claus Ruhe Madsen

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Gewerbegebiete zügiger vermarkten

Das Land flexibilisiert die 15-Jahres-Bindung für GRW-geförderte Gewerbeflächen und trägt so zur Entbürokratisierung in Kommunen und Betrieben bei.

Letzte Aktualisierung: 16.04.2026

Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude
In Stolpes 'An der Straßenmeisterei' lief die Vermarktung bestens und nun soll das Gebiet noch erweitert werden. Staatssekretärin Julia Carstens (2.v.r.) sprach vor Ort mit Unternehmen und Bürgermeister Holger Bajorat (mi. vorn).

Weniger bürokratischer Aufwand, zügigere Vermarktung von Gewerbeflächen – das soll durch die Verkürzung der Bindefrist von geförderten Gewerbegebieten entstehen. Bisher mussten Gemeinden und Städte bei Inanspruchnahme einer sogenannten GRW-Förderung (Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur) bislang 15 Jahre lang Rechenschaft ablegen. "Wir haben uns auf Bundes- und Länderebene erfolgreich dafür eingesetzt, dass die Bindungsfrist künftig nur noch so lange gilt, bis das letzte Grundstück eines Gewerbegebiets veräußert wurde", sagte Wirtschafts-Staatssekretärin Julia Carstens bei einem Besuch des Gewerbegebiets "An der Straßenmeisterei" in Stolpe im Kreis Plön.

"Best-Practice" Stolpe

Das Gelände ist ein herausragendes Beispiel für erfolgreiche Vermarktung: Vor vier Jahren mit Unterstützung von rund 700.000 Euro aus GRW-Mitteln eröffnet, war es trotz wirtschaftlich schwieriger Rahmenbedingungen innerhalb von zwei Jahren "ausverkauft". Damit kommt die Gemeinde zwar nachträglich nicht in den Genuss der neuen Regelung. Doch will sie ihr Gebiet neben der A 21 nun nochmals erweitern - ein laut Carstens "konsequenter wie mutiger Schritt".

Motivation zu schnellerer Vermarktung

Üblicherweise würden die meisten Grundstücke in Gewerbegebieten durchschnittlich innerhalb von 5 bis 10 Jahren verkauft. "Wir hoffen deshalb, dass durch die neue Regelung Gemeinden sich bei der Vermarktung geförderter Gewerbeflächen noch stärker engagieren", sagte die Staatssekretärin. "Die verkürzte Bindungsfrist entlastet Gemeinden bei der Förderabwicklung", ergänzte Stolpes Bürgermeister Holger Bajorat.

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