Das Land fördert die neue "Science and Technology Academy" an der CAU Kiel mit 320.000 Euro. Die Kooperation zwischen Uni und Unternehmen sorgt für mehr Fachkräfte und Praxisbezug im Studium.
Der Fachkräftemangel beeinflusst schon heute die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen in Schleswig-Holstein. Mit der "Science and Technology Academy" (STA) plant die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Studierende und Unternehmen zusammenzubringen und so Fachkräfte langfristig in der Region zu halten. Das Land fördert das Projekt mit rund 320.000 Euro. Den Förderbescheid übergab Arbeits-Staatssekretär Tobias von der Heide jetzt an CAU-Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Eckhard Quandt und Projektleiter Prof. Dr. Rainer Adelung.
"Die CAU schlägt hier zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Unternehmen in der Region können frühzeitig hochqualifizierte Fachkräfte an sich binden und sie ausbilden. Die Studierenden bekommen schon während des Studiums Einblicke in die Praxis und haben nach dem Studium direkt einen Job. Das fördern wir gerne", sagte der Staatssekretär.
Unternehmenspraxis kennenlernen
In Anlehnung an das Konzept des dualen Studiums übernehmen Firmen Patenschaften für Studierende und unterstützen sie finanziell. Im Gegenzug arbeiten die Studierenden während der vorlesungsfreien Zeit im Unternehmen, wenden ihr akademisches Wissen in der Praxis an und lernen die Anforderungen und die Unternehmenskultur des jeweiligen Betriebes kennen. Die Unternehmen haben dadurch die Gelegenheit, mit geeigneten Fachkräften frühzeitig in Kontakt zu kommen.
"Win-Win" für Studierende, Unternehmen und Forschung
Das Projekt wird als erstes im Masterstudiengang "Materials Science and Engineering" ausgerollt. Für die Universität stelle die neue Academy eine einmalige Verbindung von Spitzenforschung, Technologietransfer und Fachkräfteausbildung dar, betonte Prof. Dr. Quandt. Auch die anwendungsnah forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seien laut Projektleiter Prof. Dr. Adelung sehr am Austausch und an Kooperationen mit Unternehmen interessiert. "Wenn wir mit aktuellen Forschungsergebnissen zu neuen technischen Lösungen beitragen, stärkt das insbesondere auch den Innovationsstandort Schleswig-Holstein."
Ausweitung ist geplant
Im Fokus stehen zunächst mittelständische und große Unternehmen aus dem technischen Bereich. Eine Ausweitung auf weitere Studiengänge, Hochschulen und Industriefelder, zum Beispiel über die Zusammenarbeit mit lokalen Wirtschaftsverbänden, ist im Rahmen des Projektes geplant.
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