KIEL. Trotz des saisontypischen Anstiegs der Januar-Arbeitslosenzahl um 6.000 auf 100.400 Personen sieht Arbeitsminister Claus Ruhe Madsen den schleswig-holsteinischen Arbeitsmarkt in stabiler Verfassung. "Wegen des starken Wintereinbruchs sind verschiedene Branchen derzeit einfach nicht in der Lage, ihre Aufträge abzuarbeiten
", sagte Madsen heute (30. Januar) in Kiel. Er mahnte bei den Unternehmen gleichzeitig an, angesichts des anhaltenden Fachkräftemangels deren Beschäftigte weiter zu qualifizieren – das Land biete dazu zahlreiche Hilfen an. Die Arbeitslosenquote liegt in Schleswig-Holstein aktuell bei 6,2 Prozent.
"Die Arbeitswelt ist im Wandel. Technologischer und digitaler Fortschritt lassen neue Berufsbilder und Arbeitsformen entstehen. Deshalb entlasten wir die Betriebe beispielsweise mit unserem Weiterbildungsbonus, indem wir nun 60 Prozent statt bisher 40 Prozent der Weiterbildungskosten übernehmen. Zudem erhöhen wir den Förderhöchstbetrag von bisher 1.500 Euro auf 5.000 Euro. Damit ermöglichen wir auch die Förderung umfassenderer und qualitativ hochwertigerer Weiterbildungen – und dies ohne die bisherige Einschränkung, dass der Weiterbildungsbonus nur einmal pro Person im Kalenderjahr gewährt wird
", so Madsen.
Wie Madsen weiter sagte, sei die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten – es handelt sich um die November-Daten des Vorjahres – im Vorjahresvergleich um 800 auf 1.069.100 Personen gestiegen. Besonders in den Bereichen Gesundheits- und Sozialwesen (+ 5.200), Energie- und Wasserversorgung sowie öffentliche Verwaltung/Sozialversicherungen (jeweils + 800) und Gastgewerbe (+ 400) seien zusätzliche Arbeitsplätze entstanden.
Beschäftigungsverluste gab es in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (- 2.400), zu denen unter anderem der Garten- und Landschaftsbau sowie Wach- und Sicherheitsdienste zählen, Handel (- 2.200) und verarbeitendes Gewerbe (- 1.900).