Mittwoch, 2. September 2026 um 19 Uhr
Die Erinnerung an Flucht und Vertreibung aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten, an den Verlust von Heimat und die traumatischen Erfahrungen nach Flucht und Ankunft lebt in unzähligen Familiengeschichten fort. Das Dokumentationszentrum Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin sammelt schon lange im Zeitzeugenarchiv private Zeugnisse und ruft jetzt - 80 Jahre nach Flucht und Vertreibung von rund 14 Millionen Deutschen – für die Sonderausstellung „Zuflucht Berlin. Vertriebene in der geteilten Stadt“ dazu auf, persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente aus dieser Zeit beizusteuern. [Zum Sammlungsaufruf]
Gemeinsam mit dem Kuratoren-Team des Dokumentationszentrums geben wir am 2. September in der Landesvertretung Schleswig-Holstein einen Ausblick auf die Ausstellung, schauen, wie sich im Vergleich zu Berlin die Situation der Vertriebenen in Schleswig-Holstein darstellte (1950 betrug der Anteil der Vertriebenen in Schleswig-Holstein etwa ein Drittel der Bevölkerung) und fragen danach, wie präsent die Fluchtgeschichten in unseren Familien und in unserer Gesellschaft sind.