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Ministerium für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport : Thema: Ministerien & Behörden

Magdalena Finke

Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport

Verkehrssicherheitsbericht vorgestellt

Weniger Verkehrsunfälle, mehr verlezte Kinder: Das sind zwei wesentliche Ergebnisse aus dem jüngsten Verkehrssicherheitsbericht der Landespolizei.

Letzte Aktualisierung: 25.03.2026

Zwei Fahrradfahrende mit Helmen auf der Hansastraße in Kiel.
Besonders betroffen sind ältere Menschen bei Pedelec-Unfällen: Jede dritte Person war über 65 Jahre alt.

Innenministerin Magdalena Finke und der Leitende Polizeidirektor Torge Stelck haben in Kiel den Verkehrssicherheitsbericht 2025 vorgestellt. Die Landespolizei registrierte 2025 insgesamt 89.855 Verkehrsunfälle und damit 198 Unfälle weniger als 2024. Auch die Zahl der Verletzten sank leicht. Häufigste Unfallursachen sind Abbiegefehler, Missachten der Vorfahrt und zu hohe Geschwindigkeit.

Traurige Bilanz

94 Menschen starben 2025 im Straßenverkehr, acht mehr als 2024. Viele der Todesfälle betreffen Pedelecs, Fahrräder und Pkw. Außerorts sind Insassen im Pkw besonders betroffen, am zweithäufigsten auf motorisierten Zweirädern. „Hinter jeder Zahl steckt ein Schicksal und eine Familie, die mit diesem Verlust leben muss. Das macht deutlich, dass wir in unseren Bemühungen um mehr Verkehrssicherheit nicht nachlassen dürfen“, sagte Magdalena Finke.

Besorgniserregend ist der Anstieg der verunglückten Kinder, vor allem als Mitfahrende in Pkw. Bei insgesamt 1.305 Verkehrsunfällen verunglückten 1.366 Kinder und damit 9,3 % mehr als im Vorjahr. Die Polizei will 2026 deshalb verstärkt auf die richtige Sicherung von Kindern in Fahrzeugen achten und dafür Kontrollen und Prävention verstärken.

Erfreuliche Entwicklung

In der Altersgruppe der 18 bis unter 25jährigen wurden 2025 nicht nur weniger Verkehrsunfälle registriert, auch kamen dabei weniger junge Menschen zu Schaden. Insgesamt sank die Zahl der verunglückten jungen Fahrerinnen und Fahrer um 6,1 %.

Unfälle auf zwei Rädern

Radfahrer stößt mit einem Auto am vorderen rechten Kotflügel zusammen und stürzt über die Motorhaube
Einfachste Schutzmaßnahme: Helm tragen.

Unfälle mit Pedelecs und Elektrokleinstfahrzeugen, beispielsweise E-Scootern, nahmen deutlich zu. Im Gegenzug gingen Unfälle mit herkömmlichen Fahrrädern zurück. Häufigste Unfallursachen bei E-Scootern bleiben die falsche Straßenbenutzung sowie Alkohol und andere Rauschmittel.

Besonders betroffen sind ältere Menschen bei Pedelec-Unfällen: Jede dritte Person war über 65 Jahre alt. Bei den Schwerverletzten lag ihr Anteil sogar bei 47 %. Dabei gäbe es eine einfache und äußerst wirksame Maßnahme, die helfen könne, betonte Magdalena Finke: "Tragen Sie einen Helm!

Maßnahmen 2026

Die Landespolizei setzt in diesem Jahr Schwerpunkte auf Kindersicherung, Kontrollen und Prävention und nimmt an den europaweiten Roadpol-Aktionen teil. Schwerpunkte werden unter anderem Geschwindigkeitskontrollen sowie Kontrollen zu Alkohol- und Drogenkonsum, Ablenkung am Steuer, Güterverkehr und Zweirädern sein.

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